Lebensschulen für Kinder entstehen

von | Apr 24, 2018 | ADHS, Bildungsalternativen, Kinder, Lebe Dein Leben

In der normalen Schule lernen wir Lesen, Rechnen und Schreiben, erfahren wir, wie lang der Nil ist, wie viele Einwohner New York hat und wie viel Braunkohle in Südost-australien gefördert wird. Aber was wir dort nicht lernen, ist, wie man wirklich lebt. Wie man sich selbst treu bleibt, Träume und Visionen verwirklicht. Wie man den Körper gesund erhält, man zu seiner Berufung oder zum richtigen Partner findet – und wie man mit ihm glücklich wird. Wie man Probleme löst, Krisen bewältigt, Wünsche erfüllt und Ziele sicher erreicht. Und weil einem das niemand beibringt, landen viele am falschen Platz, im falschen Beruf, in der falschen Beziehung – und in Resignation! Marco Leonardo entwickelte das Konzept der „Lebensschulen für Kinder“, um diesem Mangel abzuhelfen. Denn ob wir unsere Leben „lebenslang absitzen“ oder frohen Herzens genießen, bestimmen letztlich nur wir selbst. Wäre es nicht wunderbar, wenn alle Kinder schon frühzeitig lernen könnten, worauf es wirklich ankommt? Das ist Marcos Vision!

wenn ich gefragt werde: „Marco, warum glaubst Du, dass Kinder und Jugendliche eine Lebensschule brauchen?“, antworte ich: „Stell’ dir einmal einen Garten vor mit 10.000 Blumen. Und nur eine einzige Blume blüht. Würdest du diesen Gärtner einen Gärtner nennen? Ist diese Schule wirklich eine Schule? Würdest du einen solchen Lehrer wirklich Lehrer nennen? Nein, denn diese eine Blume blüht nicht wegen des Gärtners/Lehrers, sondern trotzdem. Die Blume hat es geschafft, all die „Behandlung“ zu überstehen, sie konnte sich trotzdem entfalten und werden, was sie gekommen ist zu sein. Wie viele Kinder überstehen die Schule wie diese eine Blume?“

Jeder Mensch ist ein Original und muss als solches geachtet und „behandelt“ werden. Herkömmliche Schulen bringen faktisch jedoch „Kopien“ hervor. Aber als Kopie zu leben, unbewusst und mechanisch, heißt sein Leben zu verfehlen! Kinder sind frei, klar, lebendig und wahrhaftig. Wir müssen den Kindern nicht beibringen zu leben, sie leben ja noch! Wir müssen sie nur davor schützen, dass sie so werden wie wir, so dass sie eigene, neue Wege wagen, das Ihrige tun und leben dürfen als sie selbst.

Kinder brauchen vor allem deshalb die Möglichkeit einer Lebensschule, damit sie nicht die gleichen Lebensfehler machen, die Millionen Menschen vor ihnen gemacht haben.

Es gibt schöne Begriffe, wie „Erziehung“, doch tatsächliche Erziehung findet gar nicht statt, denn Kinder ahmen einfach nach, was sie in ihrer Umgebung sehen. Und wenn das, was sie im Leben vorfinden, nicht „stimmt“, dann machen sie auch das nach, obwohl es andere Möglichkeiten gegeben hätte.

Was gebraucht wird, ist immer wieder die Er-inner-ung an das Wesentliche, nämlich an das Wesen des Kindes selbst, an seine wahre, wirkliche, wesentliche Natur. Dann besteht auch die Chance, dass das Kind ein Leben führen wird, das seinem wahrhaften Selbst entspricht. Ein Recht, das jeder Mensch für sich in Anspruch nehmen und verwirklichen sollte.

Irgendwann stehen wir vor der Aufgabe, unser Leben als Erwachsener zu gestalten, Verantwortung für unser eigenes Leben zu übernehmen und müssen dann erkennen, dass uns das niemand gezeigt hat. Kaiser Hadrian sagte einmal: „Unser Hauptfehler liegt in dem Versäumnis, die in einem Menschen vorhandenen Tugenden zu fördern. Stattdessen verlangen wir von ihm Tugenden, die er nicht hat.“ Die folgende Geschichte beschreibt das auf sehr anschauliche Weise.

Die Schule der Tiere – eine allzu menschliche Geschichte

Eines Tages versammelten sich ein Hase, eine Amsel, ein Eichhörnchen, ein Fisch und ein Wurm im Wald mit dem Zweck, eine Schule zu gründen. Sie bildeten einen Schulrat, und jeder brachte seine Vorstellungen ein.

Der Hase forderte, dass Schnelllauf in den Lehrplan aufgenommen werden müsse, die Amsel bestand darauf, dass Fliegen zum Lehrplan gehöre, das Eichhörnchen meinte, senkrechtes Bäumeklettern sei absolut wichtig, der Fisch plädierte für Schwimmunterricht und der Wurm bestand darauf, dass Löcher in die Erde zu bohren aufgenommen werden müsse.

Sie nahmen alle diese Fächer und Disziplinen in den Lehrplan auf und erklärten es zur Regel, dass jedes Tier alle Fächer belegen müsse. Obwohl der Hase „sehr gut“ im Schnelllauf bekam, stellte sich heraus, dass er ernsthafte Probleme hatte, senkrecht auf die Bäume zu klettern. Er fiel immer herunter. Nach kurzer Zeit war er von den vielen Gehirnerschütterungen geistig nicht mehr auf der Höhe und konnte beim besten Willen nicht mehr so gut laufen wie zuvor. Anstatt einer Eins im Laufen bekam er jetzt eine Vier und natürlich nach wie vor eine Sechs im Bäumeklettern. Die Amsel war ausgezeichnet im Fliegen, aber wenn es darum ging, Löcher in die Erde zu bohren, brach sie sich den Schnabel und verletzte ihre Flügel. Bald bekam sie nur noch eine Vier im Fliegen, eine Sechs im Löcher-in-die-Erde-bohren und beim Schwimmen erging es ihr ganz elend. Aber die Lehrer waren zufrieden, weil jeder sämtliche Fächer belegt hatte, und nannten es Allgemeinbildung.

„Robert, was tust Du? Lernst Du etwas?“ – „Nein, Herr Lehrer, ich höre Ihnen zu!“

Unsere alte Erziehungsstruktur zollt dem Individuum keinen Respekt, sondern zwingt alle in ein Muster. Dieses Muster mag zufällig für ein paar Menschen passen, die Mehrzahl aber geht unter, daran zugrunde oder verliert ihre natürliche Freude am Lernen und fragt sich den ganzen Tag, „was soll ich hier?“

Doch bald gewöhnt man sich daran, und daraus wird eine „Lebensphilosophie“ des Kompromissemachens, denn man verlernt dank der Schulbildung, an seine eigene Vision vom Leben zu glauben – stattdessen lernt man seine Wünsche den vermeintlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Erfordernissen anzupassen.

Kinder sind offen, klar und mutig. Doch je älter sie werden, desto mehr sammeln sie Unsicherheiten, Zweifel und Widerstände an und verlieren ihre Ziele und Ideale irgendwo auf dem Weg zum Erwachsen-Sein aus den Augen. Das nennen wir dann „Entwicklung“. Und genau das führt später im Leben oft dazu, dass viele Menschen tagtäglich Dinge tun, die sie nie tun wollten, sie wählen Berufe, die gar nicht zu ihnen passen.

Im Leben am falschen Platz zu sein, tut weh! Fast jeder ist „am falschen Platz“, denn wer lange genug von seiner wahren Natur abgelenkt wurde, fragt andere, was er im Leben machen soll. Er erfüllt die Erwartungen anderer. Derjenige, der Dichter hätte werden können, steht hinter einem Bankschalter; und ein anderer, der immer malen wollte, wird Steuerberater … Alles steht auf dem Kopf.

Schule von heute ist von gestern!

Lernen ist zu sehr mit Wissen identifiziert worden, Intellekt wird fälschlicherweise für Intelligenz gehalten. Psychologen haben festgestellt, dass jedes Kind intelligent ist, bis es in die Schule kommt. „Normale Schulen“ entfernen uns aus der Wirklichkeit, sie gehen am wirklichen Leben und den Bedürfnissen des Einzelnen vorbei. Immer noch werden die Schüler nach starren Lehrplänen unterrichtet und mit totem Wissen vollgestopft. Es werden sinnlose Informationen auswendig gelernt – Wort für Wort – für eine gute Note oder Prüfung, um sie anschließend wieder zu vergessen; zum Beispiel welche Flüsse wohin fließen, welche Schlachten Alexander der Große geschlagen hat usw. Du lernst fürs Leben, sagt man, alles ist zu deinem Besten, pauke, später wirst du wissen, wofür du es brauchst.

Sehr oft nutze ich die Gelegenheit, Menschen aus vielen Lebensbereichen, darunter Unternehmer, Angestellte, Manager, Künstler, Hausfrauen u.v.a. zu fragen: Was hast du in der Schule effektiv für dein Leben gelernt? Wurdest du von Lehrern je gefragt: Warum bist du hier, was interessiert Dich, was kann ich für dich tun, was willst du lernen, wie kann ich dir helfen, dein Leben zu leben? Hast du den Umgang mit Geld gelernt oder die Gesetze des Erfolges? Hast du gelernt, wie man Krisen meistert, wie man Probleme löst, man Ziele sicher erreicht, man gesund und vital bleibt und seine Talente entwickelt?

Die Antwort ist immer wieder erschreckend, und die Erkenntnis daraus lautet, dass man die wirklich wichtigen Dinge des Lebens immer nur außerhalb des normalen Bildungsweges lernt – oder überhaupt nicht! Auf der Strecke bleiben so oft Herzensbildung, Selbstentfaltung, Kreativität, Kommunikation, Menschenkenntnis und ein klares, waches Bewusstsein, also genau die Werte, die ein erfüllendes Leben ausmachen.

Was wir in der normalen Schule auch nicht lernen (jeder verbringt durchschnittlich 10.000 Stunden dort) ist, wie man seinen Körper gesund erhält, wie man Probleme löst und Ziele sicher erreicht. Aber um genau das geht es im Leben! Eine Schule hat die Aufgabe, den Schüler fit fürs Leben zu machen, sie sollte dem Menschen dienen, ihm helfen, sich selbst zu entfalten und sein schöpferisches Potential zu verwirklichen.

Doch es geht nicht darum, das vorhandene Schulsystem zu kritisieren, sondern vor allem darum, dafür zu sorgen, schnelle Hilfe anzubieten, das Fehlende hinzuzufügen und das Ganze auch finanzierbar zu machen, wie z.B. durch die „Lebensschulen für Kinder“.

So kann eine Lebensschule bereits in der Kindheit (Kindergarten, Grundschule) einsetzen und damit beginnen, im Schüler genau die Eigenschaften anzusprechen und zu fördern, die seinem individuellen Weg entsprechen und seinem Lebenserfolg dienen. Dazu gehört zum Beispiel die Fähigkeit, sich auf Wesentliches zu konzentrieren, ein klares Ziel zu haben, Selbstvertrauen in die eigene Lebensvision, und die Eigenschaft, mit Ausdauer an diesem Ziel festzuhalten. „Lebe Dein Leben – echt, ehrlich und authentisch”, das ist die Botschaft!

Im Grunde strebt jeder Mensch nach Erfüllung. Allerdings gibt es im Leben bei der Geburt keine Gebrauchsanweisung, in der steht, wie man lebt und glücklich wird. Und doch trägt jeder Mensch dieses Wissen in sich, es muss nur geweckt werden.

Es müssen nur die richtigen Bedingungen geschaffen werden, ein Klima des Bewusstseins, das die inneren Anlagen zum Wachstum anregt. Goethe wurde einmal gefragt: „Was ist der Sinn des Lebens?“ Er antwortete: „Das, was die Pflanze unbewusst tut, das tue du bewusst.“ Mit anderen Worten: bewusstes Wachstum, so dass das im Inneren verborgene Potential ans Licht kommt. Das Wort „Erziehung“ kommt von (lat.) educare und bedeutet „etwas herausziehen“. Jeder Mensch bringt ein Geschenk mit auf die Welt, das in ihm schlummert, eine Vision. Diese zu entdecken und zu leben, darauf kommt es an.

Lebensführerschein

Für jedes dusselige Moped braucht man einen Führerschein, aber für so etwas Komplexes und Wichtiges wie das eigene Leben gibt es Gleichwertiges nicht. Deshalb ist es Zeit für Lebensschulen, die den Kindern dienen, denn das Leben ist einfach zu kostbar, um es dem Zufall zu überlassen.

Sucht- und Gewaltprävention

Keine Mutter und kein Vater wollen, dass ihr Kind in etwas „reinrutscht“, wo es schwer wieder rauskommt. Je bewusster ein Mensch schon in der Kindheit ist, desto weniger kann er manipuliert werden durch Medien, Drogen, Gruppenzwänge von außen, aufgesetzten Zielen oder anderen Versuchungen der heutigen Zeit. Die Lebensschule unterstützt die Entwicklung des Bewusstseins. Natürliches Selbstbewusstsein ist die Folge, genau wie Klarheit, Sicherheit und Selbstvertrauen. Jemand, der Sinn und Erfüllung in sich selbst gefunden hat, der braucht keine Drogen, um in Scheinwelten zu flüchten.

Was macht man in der Lebensschule?

Lebensschule ist kein Paukbetrieb, sondern ein spielerisches Erinnern an das, was das Kind in sich schon längst weiß. Es geht also um den „Weg nach Innen“, so dass die Lebensvision und das Selbst-Bewusstsein nicht „verloren gehen“.

Phantasiereisen stärken die Fähigkeit der Imagination und wirken ausgleichend entspannend und harmonisierend.

Übungen, die den Gleichgewichtssinn fördern, wirken sich positiv auf alle anderen Sinne aus und bringen uns selbst in die eigene Mitte, wie zum Beispiel Balancieren, Fühlübungen mit geschlossenen Augen usw. – und das wiederum unterstützt ein waches, weil gegenwärtiges Bewusstsein.

Übungen, welche die Konzentration und Aufmerksamkeit fördern, fördern letztendlich auch ein waches Bewusstsein. Das führt wiederum dazu, dass der Lernprozess einfach wird, weil alle inneren Sinne gleichzeitig beteiligt sind. Durch mehr Gewahrsein und Aufmerksamkeit verbessern sich Schulleistungen und Prüfungsergebnisse fast automatisch.

Wenn Kinder ihr eigenes Zentrum fühlen und darin verwurzelt sind, können sie sich jederzeit daran „er-innern“. Sie finden mühelos in entsprechenden Situationen den Zugang zu einer inneren „entspannten Atmosphäre” und nehmen sich so selbständig (Leistungs-) Druck weg. Lernblockaden und Ängste lösen sich auf!

Schulen reformieren?

Jemand hat einmal gesagt: „Ein Kind nach einem Buch zu erziehen ist gut, nur braucht es für jedes Kind ein anderes Buch.“ Das Schulsystem ist schwerfällig und voller Regulierung. Selbst viele Lehrer sind wie ihre Lehrpläne oder müssen sich daran halten. Es braucht einen frischen Wind, um die Schulen „in die Freiheit zu entlassen“. Vielleicht sind die Lebensschulen ja ein Wegbereiter, denn wenn sie sich erst einmal durchsetzen, zeigt sich schnell, welche Vorteile sie bieten.

Und dann bräuchte es eine neue Definition der Lehrerfunktion. Jeder kann bekanntlich nur geben, was er hat. Erziehung heißt vor-leben, selbst sein, den Weg selbst gehen. Wenn ich andere (speziell Kinder) motivieren will, sie selbst zu sein, sich zu lieben, sich zu achten und ihr Leben authentisch zu leben, dann sollte ich als Lehrer (oder besser noch, Begleiter und Freund) ein Beispiel sein.

Was die Umsetzung betrifft, so kann ich aus meiner eigenen Erfahrung berichten, dass die Lebensschule nicht viel Zeit und Geld in Anspruch nimmt, um trotzdem Sinnvolles zu leisten.

Der Lebensschulen-„Unterricht“ findet schulbegleitend statt, einmal in der Woche nachmittags. Die Beiträge dafür sind sehr niedrig, und das Ergebnis wird, wenn man früh beginnt, für sich selbst sprechen.

Unser Modell beginnt bereits mit Kindern im Kindergarten und reicht weiter über Grundschulen, Sekundarschulen, Gymnasien und Berufsschulen. So wird in jedem Fall altersgerecht jeweils genau das geboten, was gerade wichtig ist. Die Gruppe selbst und der Augenblick bestimmen den Inhalt.

1996 wurden in Dessau erste Gespräche mit Schulleitern und Verwaltungsbehörden geführt, und ich bekam die Erlaubnis, im Unterricht mit allen Klassen ein Entspannungstraining durchzuführen. Die Kinder waren so begeistert, dass sich über 30 von ihnen für eine regelmäßige Teilnahme entschieden, und so begann ich, nach und nach andere Grundschulen und Kindergärten aufzusuchen und dort schulbegleitend mit Kindern zu arbeiten. Später auch in Sekundarschulen, Gymnasien und Berufsschulen. Thematisch stand Stressbewältigung an erster Stelle, gefolgt von Lebenssinn, Lebenswegplanung, Zielfindung/-verwirklichung. So haben über 3.000 Schüler Berührung damit gehabt, über 200 entschieden sich spontan, regelmäßig teilzunehmen.

Wer kann eine Lebensschule gründen?

Jeder Mensch ist ein Lebenslehrer, denn jeder lebt ständig etwas vor. Jede Mutter, jeder Vater, jeder Polizist, jeder Verkäufer, jede Krankenschwester. Die Frage ist, wie bewusst leben diese Menschen? Eine Lebensschule zu gründen ist eine bewusste Entscheidung von einem bewussten Menschen, denn wer andere an sich erinnern und ihnen helfen will, aufzuwachen, der sollte sich selbst er-innert haben und wach sein.

Im Grunde ist jede Familie eine „Mini-Lebensschule“, jede Mutter und jeder Vater sind gleichzeitig „Lebenslehrer“.

Beginnen Sie bei sich selbst, wenn Sie Ihr Kind unterstützen wollen. Was wollen Sie in Ihrem Kind fördern? Wenn Sie Ihr Kind lieben, dann helfen Sie ihm, seine wahre Natur zu erkennen und zu leben. Wie? Indem Sie diesen Weg selbst gehen. Erziehung ist ein schönes Wort, findet aber nicht wirklich statt, denn Kinder machen alles nach. Daher: Leben Sie es vor, leben Sie ein bewusstes Leben.

Das Leben der meisten Menschen verläuft jedoch unbewusst, wie in einem Schlaf mit offenen Augen. Eine Lebensschule, ein Lebenslehrer will denen, die wollen, helfen aufzuwachen, zu erkennen, dass jeder in jedem Augenblick eine Entscheidung trifft, bewusst oder unbewusst zu sein – von innen nach außen oder von außen nach innen zu leben, sich kreativ oder reaktiv zu verhalten.

Wenn das Bewusstsein im Menschen zu sich selbst erwacht, dann sieht dieser Mensch wirklich, nimmt wahr – und aus diesem Sehen ergibt sich das stimmige Tun von selbst. Somit ist jeder aufgerufen, ein bewusster Lebenslehrer zu sein.

Was braucht man dazu? Nur den tiefen Wunsch, selbst ein erfüllendes Leben zu leben und diesen Weg mit anderen, speziell Kindern, zu teilen.

Wie macht man eine Lebensschule?

Es gibt kein fertiges Rezept, denn jede Lebensschule ist so individuell wie der/diejenige, der/die sie aufbaut. Am Anfang stehen Gespräche mit Direktoren, Lehrern, Erziehern (Kindergarten) und natürlich Eltern. Dann vereinbart man Termine und stellt den Kindern das Programm vor – so ähnlich, wie das auch Musikschulen machen. Eine Woche später kann dann das Training schulbegleitend beginnen (Vertrag mit den Eltern).

Öfter taucht die Frage auf: Wie kann man den Eltern, Lehrern und Schülern Lebensschulen nahebringen? Indem man den ersten Schritt macht und darüber informiert. Es gibt sehr viele Menschen, die nur darauf warten, dass solche Möglichkeiten angeboten werden, auch wenn sie es derzeit noch nicht bewusst wissen.

Wie eine Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrern und Schülern konkret aussieht, hängt von jedem Einzelnen ab, der eine Lebensschule gründet. Wichtig ist, dass alle ausreichend informiert sind. Die Eltern und Lehrer, die sich wirklich dafür interessieren, werden auch gemeinsam etwas dafür tun.

Was sich Schüler wünschen

Eine Umfrage unter über 500 Schülern zwischen 13 und 18 Jahren hat ein interessantes Ergebnis erbracht. Hier einige Zitate von Schülern aus Gymnasium, Berufsschulen und Sekundarschulen in Sachsen-Anhalt, was Schüler suchen, was ihnen in der Schule fehlt: „Negatives Selbstbild“ auflösen war der wichtigste Punkt, gefolgt von „Schwächen in Stärken wandeln“, „die eigene Vision finden und leben“, „innere Begrenzungen erkennen und auflösen bzw. loslassen“ und: „eine Schule, die einen für das wahre Leben vorbereitet, wo man lernt, sich mit Problemen auseinanderzusetzen und sie gemeinsam zu lösen“, „Zukunftsdesign als Fach“, „keine sinnlosen Themen behandeln“.

Als weitere Schlagwörter wurden genannt: Zukunftsgestaltung, Konfliktlösung, Menschenkenntnis, Management, Stressabbau, Fächer für unsere Interessen und Hobbys, mehr auf die Begabungen eingehen und bessere Vorbereitung aufs spätere Leben. Auch der Wunsch nach lebenskompetenten Trainern wurde in der Umfrage deutlich, nach Lehrern, die wissen, wovon Sie sprechen, weil sie es selbst leben.

Ziele der Lebensschule

Die Aufgabe der Lebensschule ist, denjenigen, die bereit sind „aufzuwachen“, zu helfen und ihnen folgende Schritte aufzuzeigen: Wie „verlerne“ ich das Falsche, wie lasse ich los? Das große Lebensziel: Wie kann ich das Stimmige tun, kann ich leben als der, der ich wirklich bin, ehrlich und authentisch mein Potential in Wirklichkeit verwandeln? Wahre Erziehung wird immer versuchen, das Verborgene ans Licht zu bringen, das, was das Leben als inneren Schatz in uns hineingelegt hat. Das ist meine Vision.

Gleichgesinnte finden

Viele Kinder warten sehnsüchtig darauf, dass ihnen jemand die Unterstützung gibt, sie selbst zu sein. Tun Sie etwas! Gründen Sie eine Interessengemeinschaft, finden Sie Gleichgesinnte, gründen Sie an Ihrem Wohnort eine eigene Lebensschule. Bei der Umsetzung helfe ich Ihnen gerne.

Wollen Sie Kinder und Jugendliche unterstützend begleiten, ihren individuellen Weg zu gehen, so dass sie lernen, ihr eigenes Glück zu schmieden und sich ein erfüllendes Leben zu gestalten? Würden Sie gern Ihre eigene Lebensschule speziell für Kinder und Jugendliche in Ihrer Stadt aufbauen? Wenn ja, dann melden Sie sich. Sie werden gebraucht.

Oder würden Sie Vorträge organisieren? Gerne komme ich zu Ihnen. Rufen Sie mich an.

Marco Leonardo

Heinz-Röttger-Str. 1
D-06846 Dessau
Telefon: (0340) 661 24 60
E-Mail: lebensschule@gmx.de
www.lebedeinleben.de
www.marcoleonardo.com

Wollen Sie mehr zu diesem Thema lesen?  Lesen Sie unser Themenheft “Glückliche gesunde Kinder”