Corona – ein paar beruhigende Fakten!

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Michel Kent

Schriftsteller und Buchautor

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Hallo!
Eigentlich wollte ich mich aus dem Thema „Corona“ ja ganz raushalten, weil sich die Sache nicht groß von ihren „Vorläufermodellen“ unterscheidet, d.h. was es zum Thema zu sagen gibt, wurde in unseren Depeschen/Themenheften zu AIDS, SARS, Vogel-, Schweinegrippe, Ebola usw. – und nicht zuletzt auch zu den Masern – schon erwähnt! Dennoch: Noch nie zuvor gab es in der Geschichte eine derart hochstilisierte Panikmache (wegen nichts). Die Leute haben Fragen. Daher will ich nun doch ein paar beruhigende Worte zur Sache verlieren.

Erstens zu den Corona-Tests

Dr. med. Claus Köhnlein (Kiel), Interviewpartner von Michael Leitner für seine Dokumentation zur Vogelgrippe „H5N1 antwortet nicht“ und Ko-Autor des empfehlenswerten Buches „Virus-Wahn“, meint zu Corona: „Das Entscheidende an dieser neuen Seuche ist ja, dass sie klinisch überhaupt nicht zu unterscheiden ist von einer Grippe, von Husten, Heiserkeit, Schnupfen. Es ist so, dass sich jetzt eigentlich nur ein neuer Antikörpertest verbreitet, und den Leuten, die antikörper-positiv reagieren, gesagt wird: ‚So, ihr habt jetzt diese neue Erkrankung!‘ … Corona ist im Grunde nichts weiter als eine neue ‚Test-Seuche‘. Alle Labors dieser Welt haben jetzt diese Tests auf PCR-Basis. Es gibt eine natürliche Mortalität, d.h. immer sterben Patienten an Lungenentzündung, doch die werden umdefiniert und sterben jetzt an ‚Corona‘ – zu Zeiten der Vogelgrippe starben sie dann an Vogelgrippe, zu Zeiten der Schweinegrippe an Schweinegrippe. … Man fragt sich: ‚Wem nutzt das Ganze? Wieso passiert sowas so häufig?‘ Und da bin ich mittlerweile sicher, dass es daran liegt, dass die Zeit der großen Seuchen vorbei ist, und die ganzen Seuchen-Institute, die wir immer noch haben, eigentlich überflüssig sind. Wir finden Seuchen nur noch da, wo Erdbeben oder sonstige Naturkatastrophen passieren und die sanitäre Versorgung zusammenfällt, wo die Leute hungern müssen, oder in Kriegsgebieten – da können sich die alten Krankheiten, die wir längst besiegt haben, wieder vermehren. Wenn die Feuerwehr nichts zu tun hat, was macht sie dann? Sie fängt an zu zündeln.“ Das gesamte (sehr hörenswerte) Interview findet sich bei YouTube unter dem Titel: „CORONA: Alles nur Panik meint Dr. Claus Köhnlein“:

Zweitens zur Ungenauigkeit der Tests (PCR-Methode)

Die Zuverlässigkeit der Testmethode steht seit Langem in Kritik. Selbst ihr Erfinder, Kary Mullis, bezeichnete sie als „ungeeignet zur Diagnose“ (er hatte sie für einen anderen Zweck entwickelt). Kritiker sprechen von Zuverlässigkeitsraten, die teils unter 50 Prozent liegen (z.B. YouTube-Video „Corona-Virus: Schockierende und verschwiegene Fakten“).

In einem Presse-Briefing sagte der Leiter des Robert-Koch-Institutes (RKI), Lothar Wieler, am gestrigen Freitag wörtlich: „… das liegt daran, dass es eigentlich gar keinen Erreger gibt, äh, also ich persönlich kenne nur einen Erreger, das ist das Maul- und Klauenseuche-Virus, bei Wiederkäuern, das bei jedem Tier, das infiziert ist, eine klinische Symptomatik macht. “Dieses Phänomen wurde bei allen sog. „Seuchen“ beobachtet – von AIDS, bis zur Schweinegrippe, bis zu Corona: Es gibt Menschen, die den sog. „Erreger“ in sich tragen, aber nicht erkranken, wie es erkrankte Menschen gibt, die den Erreger nicht in sich tragen, d.h. Erreger ist nicht gleichzusetzen mit Erkrankung und umgekehrt. Selbst ein positiver Virentest kann also (a) falsch sein, muss (b) keinesfalls in irgendwelchen Symptomen resultieren und belegt (c) bestenfalls eine Korrelation (Zusammenhang), nicht aber eine Kausalität (Verursachung). Zahllose alternativmedizinische Schulen sehen in Viren nämlich keinesfalls Krankheitserreger, sondern DNA-Bausteine, die im Zusammenhang mit Reparatur-Prozessen im Körper auftreten.

Drittens zu den Todesfällen

Grippewellen im Februar und März sind alljährlich so pünktlich wie die Uhr. Dieses Jahr nennen wir sie eben „Corona“. Die Todesfälle betreffen aber praktisch ausschließlich Vorerkrankte, sehr alte Patienten oder solche, die an zusätzlichen Symptomatiken leiden. Die Todesfallzahlen befinden sich dabei immer noch unterhalb des ansonsten üblichen Rahmens bei Grippewellen (ca. 20.000 pro Jahr). Nach gestrigem Stand gab es bisher weltweit 3.189 Todesfälle – wohlgemerkt allesamt Fälle, die auch gestorben wären, hätte man nicht „Corona“ dazu gesagt. Alleine an sog. multiresistenten (wahrhaft gefährlichen) Krankenhauskeimen sterben jedes Jahr mindestens 10.000, höhere Schätzungen sprechen von bis zu 40.000 Patienten – nicht aber etwa weltweit, sondern alleine in Deutschland! Diesbezüglich wird aber seltsamerweise kein Medientrommelfeuer veranstaltet.

Viertens zur Sinnlosigkeit der „Schutzmaßnahmen“

Wenn man an gefährliche, ansteckende, krankmachende Viren glaubt, wären die aktuell empfohlenen Schutzmaßnahmen allesamt für die Katz – geradezu Kindergarten! Da kommen Menschen aus Italien zurück und fürchten, sich mit „Corona“ infiziert zu haben, gehen ins Krankenhaus, stehen dort dann ausgerechnet in einer Warteschlange mit lauter anderen Menschen, die fürchten, sich angesteckt zu haben, kommen dann endlich an die Reihe und bekommen dann einen Mundschutz verpasst. Wie paradox kann es denn noch werden? Außerdem habe das Corona angeblich eine Inkubationszeit von 20 Tagen. D.h. man hat sich „infiziert“, sieht, spürt, weiß dann aber erstmal 20 Tage nichts davon – genug Zeit, um Abertausende „anzustecken“ – und für die wiederum, andere anzustecken. Gäbe es also wirklich ansteckende, krankheitsauslösende Viren, dann würde sich ein solches Virus in einer globalisierten Welt innerhalb von Tagen um die ganze Welt verbreiten, bevor es überhaupt nur einer mitgekriegt hätte, und keiner wäre davor gefeit.

Falls Sie sich vor Ansteckung fürchten, lesen Sie unsere Depesche zum Thema (04+05/2018) – die wird Sie davon heilen!

In unserer nächsten Depesche (04-06/2020), die übrigens fast fertig ist, werde ich auf mehreren Seiten auf das Corona-Theater eingehen – und sollte die Massenpanik nicht bald abflachen, werde ich tatsächlich Depesche 07/2020 ausschließlich Corona widmen.

Bis dahin: Fernseher aus, Nachrichten aus, Facebook & Co. aus. – und falls Sie an ansteckende Viren glauben sollten, gibt es einen Ort, den Sie auf keinen Fall aufsuchen sollten: Krankenhäuser und Arztpraxen, weil sich dort naturgemäß die meisten Viren tummeln.

Genießen Sie das Leben, erfreuen Sie sich am heraufziehenden Frühling – spätestens an Ostern ist eh alles vorbei! Und dann … dann sollten wir ernsthaft prüfen, welche juristischen Konsequenzen wir einleiten können, um das bösartige Auslösen einer derart sinnlosen, anlassfreien Massenpanik in Zukunft ein für alle Mal zu verhindern! Denn tatsächlich hätte es ohne Berichterstattung, ohne Panikmache, ohne „Schutzmaßnahmen“ wohl keinen einzigen Toten mehr gegeben – sehr wahrscheinlich sogar weniger.

Michael Kent

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Wenn Impfnebenwirkungen als Kindesmisshandlung fehlgedeutet werdenEin Interview mit Marion Kammer

Wenn Impfnebenwirkungen als Kindesmisshandlung fehlgedeutet werden
Ein Interview mit Marion Kammer

Wenn Impfnebenwirkungen als Kindesmisshandlung fehlgedeutet werden
Ein Interview mit Marion Kammer

(Aus Depesche 13/2017)

Kontakt: mari.ka@live.de oder über den Verein IN-ES: http://in-es.info

Marion Kammer ist Diplom-Sozialpädagogin. Seit 2014 betreut sie im Bundesgebiet bisher 30 Familien, die ein Schicksal teilen: Ihre Kinder erlitten nach der 6-fach-Impfung im Säuglingsalter Symptome wie Hirnschwellung/Hirnblutungen. Doch dieselben wurden nicht als Impfnebenwirkung gewertet, obwohl sie es mit großer Wahrscheinlichkeit waren, sondern als Kindesmisshandlung fehlgedeutet. Behörden, Krankenhäuser, Medien und Jugendämter verschweigen diese Impfnebenwirkungen. Mit fatalen Folgen für die Eltern: Väter wurden falsch beschuldigt und mussten teils ins Gefängnis, Eltern wurde das Sorgerecht entzogen (für alle Kinder), Familien fielen auseinander, wurden zu Sozialfällen. Im Interview erzählt Marion Kammer aus der Praxis von schier unglaublichen Fällen, die tatsächlich passiert sind – und wie sie jeweils helfen konnte.

Impfungen, die früher einzeln angewendet wurden, werden heute zumeist kombiniert verabreicht, wie z.B. mit dem Sechsfachimpfstoff Infanrix Hexa®. Doch diese 6-fach-Impfungen haben, zwar seltene, dafür aber gefährliche Nebenwirkungen. Bei den Fällen, die Marion Kammer betreut, zeigten sich bei den Babys als Erstsymptome schrilles Schreien, starkes Erbrechen, Krampfanfälle und Apathie. Da sich die Zustände nicht besserten bzw. sogar verschlechterten, wurden die Kinder in ein Krankenhaus eingewiesen. Als dann eine Hirnschwellung oder Hirnblutung festgestellt wurde, schlussfolgerte man dort, dass diese Symptome „nur auf Misshandlung zurückzuführen sein konnten“ – und die Mühlen der Behörden begannen zu mahlen.

„Schütteltrauma“ als Folge der 6-fach-Impfung?

Mit dem Thema beschäftigt Marion Kammer sich seit über 20 Jahren, ursprünglich wegen der Geburt ihrer eigenen Kinder. Intensive Recherchen über die Risiken des Impfens führten dazu, dass sie ihre Söhne nicht impfen ließ. Außerdem nahm Marion Kammer öfter Pflegekinder in ihre Obhut. 2008 bekam sie ein Pflegekind, dessen Eltern vorgeworfen wurde, sie hätten das Kind misshandelt. Doch Frau Kammer wurde hellhörig, als sie erfuhr, dass das vier Monate alte Kind im Krankenhaus gewesen war. Die Diagnose lautete „Schütteltrauma“. Die engagierte Sozialpädagogin recherchierte daraufhin. Ihr Anfangsverdacht war, dass das ein Symptom vielleicht im Zusammenhang mit einer Impfung stehen könnte. Zu ihrem Entsetzen stellte sie fest, dass alle Schütteltraumasymptome mit potentiellen Impffolgen identisch sind: Hirnschwellung, Hirnblutung, Krampfanfälle, Atemprobleme und Apathie.

Marion Kammer im Interview

Frage: Nachdem sich der Verdacht bestätigte, die Symptome könnten eine Impffolge sein, informierten Sie die für den Jungen zuständige Sachbearbeiterin des Jugendamtes. Wie ging es weiter?

Marion Kammer: Ich erklärte der Mitarbeiterin, die selbst auch Zweifel an der Diagnose Schütteltrauma hatte, dass auch Impfungen solche Nebenwirkungen haben können und fragte, ob sie wisse, ob der Junge kurz vorher geimpft wurde. Tatsächlich hatte der Junge kurz vorher eine 6-fach-Impfung (Infanrix Hexa®) sowie die Pneumokokkenimpfung mit dem Impfstoff Prevenar®. Die Ärzte verneinten jedoch diesen Erklärungsansatz. Der Mitarbeiterin blieb dann nichts anderes übrig, als den Jungen in Obhut zu geben. So kam der Junge dann zu mir.

Frage: Wann bekam der Junge die Impfung, was passierte dann?

Marion Kammer: Der Junge wurde an einem Freitag geimpft und er erbrach bereits am Abend. Als er weiter erbrach, gingen die Eltern mit ihm am nächsten Tag ins Krankenhaus, da es zudem recht heiß war (Juli) und sie Angst hatten, er könne austrocknen. Der Junge blieb dann zur Beobachtung im Krankenhaus. Erst dort verschlechterte sich sein Zustand dramatisch. Es wurden Einblutungen im Auge entdeckt. Der Ultraschall zeigte eine beginnende Hirnschwellung. Die Ärzte warteten noch ab und hofften, dass die Schwellung zurückgehen würde. Da sie jedoch stärker wurde, musste das Kind operiert werden. Das war am sechsten Tag nach der Impfung.

Frage: Den Ärzten muss doch aufgefallen sein, dass das so kurz nach der Impfung passierte?

Marion Kammer: Eben nicht. Ich schrieb ans Jugendamt, bat um Überprüfung der Diagnose und erläuterte meine Zweifel. Dass die Verletzung vor der nachweislich stattgefundenen Impfung geschehen sein sollte, wie im Entlassungsbericht stand, konnte nicht falscher sein, denn dann hätte doch dem Arzt etwas auffallen müssen. Indem er den Jungen impfte, bestätigte er ja, dass alles in Ordnung war; einen nicht gesunden Jungen hätte er gar nicht impfen dürfen!

Frage: Gab es weitere Zweifel an der Diagnose „Schütteltrauma“?

Marion Kammer: Jede Menge. Der Junge wirkte überhaupt nicht wie ein misshandeltes Kind. Er war ausgeglichen, fröhlich. Auch bei seinen Eltern, und selbst bei seinem Vater war er unverändert entspannt. Sein körperlicher Zustand war altersgemäß – und auch in den Wochen, in denen er bei uns war, ging die Entwicklung ganz normal weiter.

Frage: Es gab ja dann ein Gutachten. Welches Ergebnis brachte es?

Die Fontanelle ist ein noch nicht geschlossener Bereich des Schädelknochens beim Neugeborenen, der sich erst nach der Geburt allmählich schließt. Kommt es zu einer Hirnschwellung, wölbt sich die Fontanelle nach außen.

Marion Kammer: Mein Verdacht einer Impffolge bzw. die Zweifel an einer Misshandlung wurden durch das Gutachten bestätigt! Ich zitiere: „[…] begann sich der klinische Zustand von D. erst während des stationären Aufenthalts zu verschlechtern. Es kam zu einer zunehmenden Steigerung des Hirndrucks mit Vorwölbung der Fontanelle, was am 17. Juli 2008 zu einer operativen Druckableitung des Hirnwassers zwang. Diese Hirndrucksteigerung entstand
also wenige Tage nach der Kombinationsimpfung, und noch immer dachte niemand an die Möglichkeit einer Impfkomplikation, obwohl gerade nach Anwendung der Sechsfachkombinationsimpfstoffe Fälle solcher Hirndrucksteigerungen beobachtet und auch veröffentlicht worden waren. Selbst bei einem so auffälligen zeitlichen Zusammenhang scheint die Impfung als kausaler Faktor, der zur Entstehung von lebensbedrohlichen Symptomen geführt haben kann, nicht wahrgenommen, geschweige denn gemeldet worden zu sein.“

Frage: Wer hat denn das Gutachten in Auftrag gegeben?

Marion Kammer: Da die Eltern kein Geld für ein Gutachten hatten, fragte ich in meinem impfkritischen Bekanntenkreis nach Spenden für das Gutachten. Als die Finanzierung stand, konnten wir das Gutachten in Auftrag geben.

Frage: Ohne Sie hätte es das Gutachten also nicht gegeben?

Marion Kammer: Ganz genau. Und der Junge wäre dann auch niemals zu den Eltern zurückgekommen.

Frage: Der Kinderarzt, der den Jungen geimpft hatte, hätte doch Verdacht schöpfen müssen?

Marion Kammer: Das sollte man meinen! Ich fuhr zur nächsten U-Untersuchung zu ihm, weil ich wissen wollte, ob er ihn wieder impfen würde. Denn selbst ohne eine Impffolge zu vermuten, müsste man doch dem Umstand Rechnung tragen, dass der Junge eine Hirnschwellung gehabt hatte, so dass man die Impfung zumindest verschieben würde. Und tatsächlich, der Arzt hätte ihn wieder geimpft! Als ich ihm dann sagte, dass der Junge jetzt nicht geimpft wird, weil ich eine Impfreaktion vermutete – da war vielleicht ‘was los! Er wurde laut und meinte, nicht er habe das Kind geschädigt, sondern der Vater habe es misshandelt. Das ist das, was ich bei allen Fällen erlebe: Die Kinderärzte fallen den Eltern in den Rücken. In keinem Fall halfen sie den Eltern!

Frage: Wie ging es in diesem Fall dann weiter?

Marion Kammer: Durch das Gutachten wurde die Rückführung des Jungen zu seinen Eltern eingeleitet. Er kam um seinen ersten Geburtstag herum zurück. Er ist heute 10 Jahre alt, ihm geht es sehr gut. Ein aufgeweckter, charmanter Junge, ein richtiger Sonnenschein, dem die Herzen zufliegen. Genau so stellt man sich ja ein schwer misshandeltes, traumatisiertes Kind vor (ironisch)! Nein, wirklich, auch dadurch ist sonnenklar, dass er nie misshandelt wurde!

Frage: Was unternahmen Sie dann noch in diesem Fall?

Marion Kammer: Ich meldete dies dem Landesjugendamt und der Bezirksregierung. Ich plädierte dafür, dass man im Falle eines Schütteltraumas unbedingt einen Blick in den Impfausweis werfen und die Jugendämter davon unterrichten solle. Aber das passierte meines Wissens nicht. Ich begleitete die Eltern zum Anwalt, um die Klinik wegen dieser Falschdiagnose zu belangen. Ich bin auch an TV-Sender herangetreten, aber denen ist das Thema zu heiß. Mir wurde ein kritischer Journalist empfohlen. Ihm habe ich mehrmals geschrieben – keine Reaktion. Auch die Mutter hat Kontakt aufgenommen und die gleiche Blockade erfahren. In den Medien geht da gar nichts.

Frage: Wie kam es, dass sich dann immer mehr betroffene Eltern an Sie wandten?

Marion Kammer: Ich stand ja schon zu diesem Zeitpunkt in Kontakt mit den meisten impfkritischen Personen, Aktivisten und Vereinen. Und so verbreitete sich die Geschichte. Immer, wenn es um ein „Schütteltrauma“ ging, wurden die Eltern an mich verwiesen. So auch der nächste Fall: Maya.

Frage: Dazu gibt es einen Film im Internet (YouTube: „Der Fall Maya: Die dunkle Seite der ‘heilen’ Impf-Welt“). Haben Sie der Mutter von Maya auch geholfen?

Marion Kammer: Ja. Kurz nachdem das Gutachten des ersten Falles vorlag, wandte sich die Mutter von Maya an mich. In diesem Fall war kein Mann greifbar, so wurden der Mutter zwei „psychische Erkrankungen“ unterstellt. In einer Eltern-Kind-Therapie, in die sich die Mutter freiwillig begab, wurden diese „Erkrankungen“ jedoch nicht bestätigt! Auch dieser Fall zeigt deutlich, dass man lieber die Väter als kriminell hinstellt (bzw. der Mutter eine psychische Erkrankung unterstellt), bevor man die Impfung „beschuldigt“. Daher rate ich auch Vätern dringend, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, denn in der Regel sind sie es, die auf der Anklagebank landen.

Frage: Wie lange dauerte es, bis Maya zurückkam?

Marion Kammer: Etwa 8 Monate. Die Mutter war ja aber in einer Mutter-Kind-Einrichtung, so dass es zu keinem kompletten Beziehungsabbruch kam (nur anfangs war Maya in einer Pflegefamilie).

Frage: Sie sagten, dass die Symptome entweder im Beipackzettel stehen oder an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI, Bundesinstitut für Impfstoffe) gemeldet werden. Das ist doch eigentlich ein klarer Hinweis auf eine Impfnebenwirkung, oder?

Marion Kammer: Ja, aber das interessiert niemanden, nicht die Klinik, nicht das Jugendamt und meist auch nicht das Familiengericht. Wenn sich die Eltern an mich wenden, solange das Kind noch in der Klinik ist, rate ich ihnen, dass sie von den Klinikärzten eine schriftliche Begründung fordern sollen, warum eine Impffolge ausgeschlossen wird. Aber die Ärzte geben einfach keine schriftliche Begründung ab! Es heißt einfach lapidar: „Solche Impffolgen gibt es nicht!“ Obwohl sie ja im Beipackzettel vermerkt sind! Auch wenn man dem Jugendamt/Gericht die Beweise liefert, dass es solche Impfnebenwirkungen tatsächlich gibt – z.B. Todesfallmeldungen an das Paul-Ehrlich-Institut oder die Veröffentlichung einer Münchner Pathologengruppe – dann wird auch dies ignoriert!

Frage: Also selbst unumstößliche Fakten werden ignoriert?

Ein tatsächlich misshandeltes Kind zeigt andere Anzeichen als „nur“ eine Hirnblutung. Für die Diagnose „Schütteltrauma“ schreibt u.a. die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin vor, dass neben den traumatischen Hirnschäden auch Faktoren zutreffen, wie: • Blutungen in der Netzhaut, • Begleitverletzungen, die für eine Misshandlung sprechen, • elterliche Risikofaktoren wie Drogenabhängigkeit oder • frühere Misshandlungen.

Marion Kammer: Ja! Demgegenüber ist es aber so, dass es sich bei der Diagnose „Schütteltrauma“ in der Regel um eine Vermutung handelt. Wenn ein Kind nach einer Impfung im Krankenhaus landet, muss man doch eigentlich zuerst von einer Impfreaktion ausgehen. Denn die Impfung ist Fakt, die Misshandlung aber nur Vermutung. Es ist ja richtig, dass man auch die Möglichkeit einer Misshandlung überprüft, das gehört zur Sorgfaltspflicht. Aber es braucht harte Fakten, um eine Misshandlung festzuschreiben. In all den Fällen, die ich begleite, war es aber anders herum: Es wurde eine Hirnschwellung oder Hirnblutung festgestellt (oder auch Fleckblutungen in der Netzhaut), und schon wurde eine Misshandlung zementiert, die Diagnose „Schütteltrauma“ gestellt, womit die Impffolge ausgeschlossen wurde! Und dies ohne jegliche Begründung! D.h. die harten Fakten für eine Misshandlung fehlten fast immer komplett!

Frage: Was wären konkrete Fakten für eine Misshandlung?

Marion Kammer: Äußere Verletzungen, Auffälligkeiten im Nackenbereich, typische Verhaltensauffälligkeiten: ängstlich, panisch, weinerlich, schreckhaft. Auffällig ist ja bei vielen Fällen, dass es den Kindern nach der Operation sofort wieder gut geht. Das allein schließt schon eine so schwere Misshandlung aus. Aber die Rechtsmediziner, die eingeschaltet werden, schauen oft gar nicht das Kind an, sondern urteilen nur aufgrund der Aktenlage.

Frage: Wenn es den betroffenen Kindern so schnell wieder besser ging, hätte man doch schon deshalb an einer Misshandlung zweifeln müssen?

Marion Kammer: So ist es. Man muss bedenken, dass es ja durchaus schwere Schäden (bis hin zum Tod) als Impfreaktionen gibt.

Frage: Wie ging es dann weiter?

Marion Kammer: Es ging richtig los nach der Dokumentation von Michael Leitner „Wir Impfen Nicht!“ (WIN), wo ich diese Problematik darlege. Sie ist kostenfrei auf YouTube einzusehen. Da kamen 9 Fälle dazu. Zusammen mit den ersten beiden Fällen also 11. Hier konnten wir erreichen, dass die Kinder in ihre Familien zurückkamen. Allerdings ist es leichter, die Diagnose „Schütteltrauma“ zu erschüttern, als die Symptome als Impfschaden anerkennen zu lassen. Mit positiven Erziehungsfähigkeitsgutachten kamen diese Kinder zurück zu ihren Eltern. Dann fragt niemand mehr, warum die Kinder überhaupt diese gesundheitlichen Probleme hatten! Der logische Erklärungsansatz, dass es eine Impffolge war, wird einfach unter den Teppich gekehrt. Niemand will wahrhaben, dass man den Eltern ein riesiges Unrecht angetan hat. Aber es war ein monatelanger Alptraum für Eltern und Kind, da ja immer ungewiss war, ob das Kind in die Familie zu-rückkommen würde.

Frage: Welcher Fall war für Sie am schlimmsten?

Marion Kammer: Besonders schlimm ist es, wenn den Eltern noch ein weiteres Kind entzogen wird. Das war in vier Fällen so. Der schlimmste Fall war der von Lukas. Da mussten sich die Eltern tatsächlich von ihrem Kind verabschieden. Er kam gleich am Tag nach der Impfung ins Krankenhaus, weil es ihm nicht gut ging. Nach knapp einer Woche wurde er entlassen. Zwei Wochen später hatte er dann Atemstillstand, der Vater reanimierte ihn. Er kam ins Krankenhaus, aber schaffte es nicht. Er starb 4 Wochen nach der Impfung. Das allein ist ja schon schrecklich genug, aber da man die Diagnose „Schütteltrauma“ stellte, wurden den Eltern auch die beiden Töchter genommen.

Die Mädchen kamen in zwei Pflegefamilien. Im Oktober durften sie dann mit der Mutter in eine Einrichtung. Zuletzt entschied der Richter, dass Mutter und Kinder wieder in die Wohnung zurückgehen könnten, allerdings müsse der Vater ausziehen. Was hier besonders auffällt, ist, dass der Obduktionsbericht 9 Monate lang nicht herausgegeben wurde. Auch eine Klinik weigert sich, die Krankenakte herauszugeben. Die muss jetzt herausgeklagt werden. Da fragt man sich dann schon, ob da was vertuscht werden soll. Im Übrigen haben wir das öfter, dass Unterlagen nicht herausgegeben werden.

Frage: Welche Erfahrungen machten Sie mit Rechtsanwälten?

Marion Kammer: Schlechte, denn die meisten kennen sich mit dieser Problematik nicht aus. Glücklicherweise habe ich nun eine Anwältin, die sich anhand meiner Unterlagen gut eingearbeitet hat. Wir haben jetzt auch einen Verein gegründet, um den Eltern noch besser helfen zu können. Wir müssen die Anwälte regelrecht zwingen, dass sie unserem Rat folgen, weil es sonst vergebene Liebesmüh ist. In einem Fall nutzte der Anwalt unsere Unterlagen und Notizen gar nicht. Folge: Der Vater wurde zu drei Jahren Haft verurteilt (es wurde dann Berufung eingelegt). Ich riet dann zu einem anderen Anwalt. Wir müssen auch die Eltern anleiten. Viele denken, „der Anwalt wird es schon richten“. Aber das läuft so nicht, man muss die Anwälte fordern. Ein schlechter Anwalt zeichnet sich z.B. dadurch aus, dass er kaum erreichbar ist und nicht zurückruft. Dann raten wir zu einem Wechsel. Das gleiche Problem haben wir mit Gutachtern. Fast alle meiden das Thema Impfschäden. Es ist ihnen zu heiß. Man weiß ja auch, dass sie Druck bekommen.

Frage: Was Sie berichten, ist erschütternd …

Marion Kammer: Nun, dass den Eltern das Kind oder sogar mehrere Kinder weggenommen werden, ist ja schon schlimm genug. Aber es gibt noch weitere Gefahren.

Frage: Welche?

Marion Kammer: Drei …

1. Die Staatsanwaltschaft wird eingeschaltet, es kommt zu einem Ermittlungsverfahren, zu einer Anklage und einer Gerichtsverhandlung. Neben einem Anwalt für Familienrecht wird dann auch noch einer für Strafrecht benötigt. Man kann sich vorstellen, welche finanziellen Belastungen auf die Eltern zukommen (die Eltern von Jonas hat das fast 15.000 Euro gekostet). Und zu der Angst, ob man sein/e Kind/er zurückbekommt, kommt dann noch die Angst vor einer möglichen Gefängnisstrafe.

2. All das ist natürlich eine große Belastung für die Paarbeziehung. Leider gab es auch Trennungen in dieser schweren Zeit. Es ist ungewiss, ob es dazu auch gekommen wäre ohne diese traumatischen Geschehnisse. In einigen Fällen war es auch so, dass die Mütter gezwungen wurden, sich vom Vater zu trennen, um ihr Kind oder ihre Kinder behalten zu können. Das hatte in einem Fall zur Folge, dass die Mutter mit ihren Kindern dann von Sozialhilfe leben musste. So werden Familien zerstört!

Der Beipackzettel des Sechsfach-Baby-Impfstoffs Infanrix Hexa führt u.a. folgende Nebenwirkungen auf: Bauchschmerzen, Erbrechen, Verstopfung (gelegentlich), Bronchitis, Husten, Schnupfen (häufig), Unruhe (häufig), Krampfanfälle (sehr selten), allergische Reaktionen (sehr selten), Kollaps/schockähnlicher Zustand (sehr selten), ungewöhnliches Schreien (häufig), Hautausschlag, Dermatitis (häufig), Durchfall, Darmentzündung (häufig), Benommenheit, abnorme Schläfrigkeit (gelegentlich), Abgeschlagenheit, Reizbarkeit (sehr häufig), Candida-Infektion (häufig), Gastroenteritis (Magen-Darm-Grippe, Brechdurchfall, häufig), Bindehautentzündung (häufig).

3. Manchmal wird den Eltern auch das Sorgerecht entzogen, was zur Folge hat, dass sie nicht mehr über Gesundheitsfragen mitentscheiden dürfen. Teils werden die Kinder dann auch weiter geimpft! Es ist ja bekannt, wenn ein Kind stark auf eine Impfung reagiert, dass man dann vorsichtig sein soll, weil bei einer weiteren Impfung die Reaktion noch stärker ausfallen kann. In einigen Fällen erlitten die Kinder auch weitere Impfschäden. Charlotte z.B. wurde nach der Inobhutnahme wieder geimpft, obwohl sie Netzhautblutungen hatte. Nach der Impfung bekam sie eine Bindehautentzündung und dann einen Krampfanfall. In diesen Zustand wurde hineingeimpft! Nun ist sie blind. Jonas hatte auch Netzhautblutungen. Da prognostizierte die Ärztin, dass er mit Sicherheit blind sein wird. Die Blutung bildete sich aber in den nächsten Monaten zurück und der Junge sieht ganz normal. Hätte man Charlotte nicht weiter geimpft, hätte sie die Chance gehabt, sich zu erholen. Es ist so offensichtlich, dass die wiederholte Impfung den Schaden gesetzt hat!

Frage: Weiß man, wie viele solcher Fälle es gibt?

Marion Kammer: Im SPIEGEL stand, dass es jährlich ca. 100 bis 200 Todesfälle durch Schütteltrauma gäbe. Ich habe dann mal gegoogelt und fand einen Bericht, aus dem sich ergab, dass ca. 60 Prozent davon Falschdiagnosen (also möglicherweise Impffolgen) sein könnten.

Wenn man bedenkt, dass Impfnebenwirkungen, die wie „Schütteltrauma“ aussehen, mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:10.000 angeführt werden, ergibt dies bei 700.000 Geburten ca. 70 schwerwiegende Reaktionen – pro Impfung. Die erste Sechsfachimpfung im 2. Lebensmonat wird im 3. und 4. Lebensmonat wiederholt und noch einmal zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat. Wenn bei der ersten Impfung schon ein kleiner Schaden gesetzt wurde, treten bei einer weiteren Impfung mit größerer Wahrscheinlichkeit solche Nebenwirkungen auf. Wenn man jetzt weiß, dass solche Impffolgen geleugnet werden, kann man erahnen, dass 200-300 Fälle pro Jahr denkbar sind. Im Grunde müsste man jeden Schütteltraumafall routinemäßig zuerst mit dem Impfpass abgleichen. Schließlich könnte man eine Impffolge nur dann ausschließen, wenn das Kind keine Impfung bekam.

Frage: Was ist, wenn in einem Fall das Kind keine vorausgehende Impfung erhielt, können Sie den Eltern dann nicht helfen?

Guthkelch selbst mahnte in jüngerer Zeit zur Vorsicht. Es ist falsch, Eltern und Gerichte nicht darüber zu informieren, dass es sich bloß um Hypothesen handelt und nicht um medizinisch oder wissenschaftlich bewiesene Fakten. Guthkelch gibt zu bedenken, dass mit den heutigen radiologischen Möglichkeiten zunehmend mehr subdurale Hämatome bei Säuglingen festgestellt werden; laut einer Studie haben 46 Prozent aller symptomlosen Säuglinge subdurale Blutungen nach normalen Geburten.

Abgesehen davon ist die Diagnose „Schütteltrauma“ eine sog. Ausschlussdiagnose, also eine Diagnose, die gefällt wird, nachdem alle anderen möglichen Ursachen ausgeschlossen wurden. Man bedenke, dass bei fast jedem zweiten Kind Hirnblutungen festgestellt werden! Die Zweifel an der Diagnose „Schütteltrauma“ haben wir uns also nicht aus den Fingern gesogen. Dennoch geht dieser Wahnsinn quasi automatisch los, sobald ein Kind eine Hirnschwellung oder Hirnblutung nach einer Impfung erleidet.

Frage: Gab es auch Fälle, in denen es keine so eindeutige Impffolge war und der Vorwurf der Misshandlung eventuell tatsächlich hätte zutreffen können?

Marion Kammer: Das ist ja die große Angst vieler impfkritischer Personen und Organisationen, man könne mal einen wirklichen Misshandler unterstützen. Aber die Gefahr ist gering, da man beide Zustände gut unterscheiden kann. Wir sehen ja die Krankenunterlagen. Zudem bekommen wir Auskünfte von den Anwälten. So kann man die Sache einschätzen. Oft waren die Eltern nach der Impfung auch mehrmals beim Arzt, und es wurde nichts herausgefunden, d.h. auch keine neurologischen Probleme, wie sie bei einem misshandelten Kind auftreten. Ebenso telefoniere ich lange mit der Mutter und bestehe darauf, mit dem Vater zu telefonieren, um mir eine Meinung zu bilden.

Frage: Was erschwert die Beurteilung solcher Fälle für Sie?

Marion Kammer: Schwer ist es immer, wenn von Knochenbrüchen die Rede ist. Da versuche ich klären zu lassen, ob es echte Brüche sind. Dazu gibt es ja eine Ausarbeitung von Viera Scheibner, die erklärt, dass jede Impfung ein Vitamin-C-Killer ist und skorbutähnliche Zustände zur Folge haben kann. Da gibt es auch Auffälligkeiten bei den Knochen, die aber keine Brüche sind, aber manchmal als solche fehlgedeutet werden.

2003 bekam ich z.B. eine Pflegetochter, und es hieß, sie habe zwei „Schädelbrüche“ erlitten. So wurde es seitens der Klinik ans Jugendamt berichtet. Als ich das Mädchen abholte, fragte ich den Arzt, worauf ich achten müsse. Daraufhin meinte der Arzt, ich müsse auf nichts Besonderes achten, denn es wären keine richtigen Schädelbrüche, sondern nur Haarrisse. Es war also nichts. Aufgrund dieser angeblichen Schädelbrüche wurde der Mutter das Kind weggenommen!

Frage: Sie erwähnten, dass Sie einen Verein gegründet haben, welchen Zweck verfolgt er konkret?

Marion Kammer:Ja, er heißt IN-ES, das steht für Impf-Nebenwirkung Elterlicher Sorgerechtsentzug . Im Vorstand sind der Arzt Rolf Kron sowie eine betroffene Mutter. Eine Mutter unterstützt mich bei der Betreuung der Eltern wie auch Jürgen Friedrich von Libertas & Sanitas .

Ich war ja lange Einzelkämpferin, umso glücklicher bin ich, dass es diesen Verein gibt. Es erleichtert meine Arbeit ungemein. Wir hoffen, dass wir diese Problematik in die Öffentlichkeit bringen und dadurch mehr Eltern helfen können. Wir sind für jede Unterstützung dankbar. Wir brauchen natürlich auch Gelder, weil manche Betroffenen schlicht und einfach nicht so viel Geld haben für die Anwaltskosten oder Gutachten.

Da hat Hans Tolzin über AGBUG (Arbeitsgemeinschaft Bürgerrecht und Gesundheit, agbug.de), bei zwei Gutachten ausgeholfen.

Eben so sind wir ja immer auf der Suche nach Anwälten, Gutachtern, Rechtsmedizinern, Neuroradiologen, Osteologen (wegen der angeblichen Knochenbrüche).

Frage: Es scheint hier großer Handlungsbedarf zu bestehen. Was können Eltern tun?

Marion Kammer: Informieren, informieren, informieren! Ich habe auch Unmengen an Büchern gelesen und im Internet recherchiert. Wenn man „Impfkritik“ eingibt, kommt man auf die Seite von Hans Tolzin . Da sind z.B. alle Beipackzettel zu finden. Man kann dort auch Elternstammtische in der Nähe finden. Da bekommt man Unterstützung.

Frage: Möchten Sie abschließend noch etwas sagen?

Marion Kammer:Ja, ich möchte darauf hinweisen, dass Schicksale, wie die erwähnten, wirklich jedem passieren können, zwar in erster Linie den Eltern, aber anderen Betreuungspersonen ebenso. So las ich Ende letzten Jahres von einer Tagesmutter, der dies vorgeworfen wurde. Sie kam sogar in Untersuchungshaft. Vielleicht hat sie das Kind ja wirklich misshandelt? Aber was wäre, wenn es kurz vorher geimpft wurde? Im Ermittlungsverfahren wird ja überprüft, wer alles Kontakt mit dem Kind hatte. Wenn eine Tante während dieses Zeitraumes das Kind beaufsichtigt hat, wird auch sie verdächtigt. Man muss also nicht unbedingt Kinder haben. Es reicht, wenn man diese als Verwandter, Bekannter oder Betreuungsperson nur einmal beaufsichtigt. Jeder kann in Verdacht geraten und angeklagt werden!

Michael Kent: Dann hoffe und wünsche ich Ihnen, dass Ihre Arbeit viel Unterstützung findet!

Michel Kent

Schriftsteller und Buchautor

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Die MeinungsmacherVon Michael Kent, basierend auf einem Artikel von Dr. Tim O‘Shea

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Von Michael Kent, basierend auf einem Artikel von Dr. Tim O‘Shea

(Aus Depesche 05/2003)

Haben Sie sich schon einmal überlegt, wer die Art, wie wir über bestimmte Dinge denken, prägt und formt? Wieso denken die Menschen heutzutage über bestimmte Themen auf annähernd oder gänzlich identische Weise? Wieso glauben die meisten von uns, Milch sei gesund und Fleisch ein Stück Lebenskraft? Wieso glauben wir, eine Grippeimpfung könnte uns vor Grippe schützen (obwohl es seit Jahren Geimpfte erwischt wie Ungeimpfte), Krebs sei eine tödliche Krankheit und nur die Schulmedizin könne helfen (wobei die Todesrate in der Schulmedizin nach sieben Jahren bei rund 95 Prozent liegt und in der Alternativmedizin deutlich besser ist)? Wieso haben Pharmaunternehmen zumeist einen so guten Ruf? Wieso trauen die Menschen immer noch denselben Politikern, obwohl sie seit vielen Jahrzehnten auf identische Weise betrogen werden? Woher kommt die Idee des menschengemachten Klimawandels, der schmelzenden Polkappen (das Gegenteil ist wahr), woher kommen gesellschaftliche Strömungen wie die Homo-Ehe oder das sog. Gender-Mainstreaming? Was immer Sie denken, nach der Lektüre des folgenden Artikels könnten Sie möglicherweise etwas anderes denken!

Die Fesseln der Filterung unserer Wahrnehmung und der gesellschaftlichen Konditionierung sind heute schwerer abzustreifen denn je. Wir sind die wahrscheinlich programmiertesten Wesen, welche die Welt je gesehen hat. Nicht nur, dass unsere Gedanken und Einstellungen kontinuierlich geformt und gestaltet werden, unser ganzes Bewusstsein scheint subtil und unerbittlich ausgelöscht zu werden.

Es ist allgemein kaum bekannt, wie „Allgemeinwissen“ über Tausende Medienclips ins öffentliche Bewusstsein gepflanzt wird. Daher möchte ich ein wenig Basiswissen über die Informationshandhabung in der westlichen Welt zur Verfügung stellen. Sobald die Grundlagen verdeutlicht wurden, wird der Leser in der Lage sein, jeden beliebigen Bericht in den heutigen Nachrichten in Frage zu stellen.

Die erste Regel lautet: „Wenn jedermann an etwas glaubt, ist es vermutlich falsch.“ In der westlichen Welt ist Alltagsweisheit mit Massenakzeptanz – um es auf einen kurzen Nenner zu bringen – zumeist so entstanden: Jemand hat dafür bezahlt.

Beispiele: • Medikamente machen gesund. • Impfungen machen immun. • Bei Infektionen braucht man Antibiotika. • Chemotherapie und Bestrahlung sind effektive Behandlungsmethoden gegen Krebs. • Krankenhäuser sind sicher und sauber. • Tierisches Eiweiß ist wichtig für unsere Ernährung. • Ob man dick wird oder nicht, hängt davon ab, wie viel man isst (Kalorien zählen)! • Milch ist ein guter Kalzium-Lieferant. • Aspirin schützt vor Herzinfakt. • Die Bundesbehörde für Medikamentenzulassung prüft alle Medikamente eingehend, bevor sie auf den Markt kommen. • Schwangerschaft ist ein medizinischer Zustand. • Das Ziel der Gesundheitsvorsorgeindustrie ist Gesundheit. • HIV ist die Ursache von AIDS. • ADHS entsteht durch eine Stoffwechselstörung im Gehirn (und die Lösung dafür heißt Ritalin & Co.) • Ohne Impfungen würden die Seuchen zurückkehren. • Chronische Schmerzen sind eine normale Alterserscheinung. • Soja ist Ihre gesündeste Proteinquelle. • Insulininjektionen heilen Diabetes. • Wenn wir Ihre Gallenblase entfernt haben, können Sie essen, was Sie wollen. • Arthrose ist nicht heilbar. • Deutschland ist Jodmangelgebiet usw.

Diese Liste von Illusionen hat Milliarden gekostet, um herbeibeschworen zu werden. Haben Sie sich je gefragt, warum die meisten Leute über die hier aufgeführten Dinge in gleicher Art und Weise denken?

Wie es begann!

Im Buch „Trust Us We’re Experts“ („Vertrauen Sie uns, wir sind Experten“) haben die Autoren John Stauber & Sheldon Rampton verblüffende Informationen zusammengetragen, welche die „Wissenschaft“ der Erzeugung einer „öffentlichen Meinung“ beschreiben. Sie verfolgen die moderne öffentliche Beeinflussung zurück bis in das frühe vorige Jahrhundert und beleuchten dabei die Arbeit von Typen wie Edward L. Bernays, dem Vater der Verdrehung. Aus Bernays Buch „Propaganda“ lernen wir, wie er die Ideen seines berühmten Onkels Sigmund Freud übernahm und sie auf die gerade entstehende „Wissenschaft der Massenbeeinflussung“ anwendete. Der einzige Unterschied war, dass Bernays die Prinzipien nicht dazu benutzte, um verborgene Motive im menschlichen Unterbewusstsein aufzudecken, sondern um Illusionen zu schaffen, welche die Menschen zu Profitzwecken betrogen und Tatsachen verfälschten.

Ein Leitgedanke der frühen Massenbeeinflusser wie Edward Bernays war: „Demokratie ist zu gut fürs Volk. Man muss ihm sagen, was es denken soll, weil es von sich aus nicht zu rationalem Denken fähig ist.”

Der Vater der Verdrehung

Bernays dominierte die PR -Industrie seit den 1930ern und war weitere 40 Jahre lang eine bedeutende Kraft. Er nahm Hunderte verschiedene Aufträge an, um die öffentliche Wahrnehmung einer Idee oder eines Produkts zu erschaffen oder zu (ver-)formen. Als Neueinsteiger beim Ausschuss für Öffentliche Informationen war einer seiner ersten Aufträge, der amerikanischen Öffentlichkeit den Ersten Weltkrieg mit der Vorstellung zu verkaufen, „die Demokratie auf der Welt zu sichern.“ (Ein Prinzip, das bis heute für jeden US-Krieg herhalten muss.)

Während der nächsten Jahrzehnte entwickelte Bernays die Prinzipien, mit denen Menschenmassen durch hundertfach wiederholte Nachrichten beeinflusst werden können. Bernays beschrieb die Öffentlichkeit als eine „Herde, die geführt werden muss“. Das Herdendenken mache die Leute „empfänglich für Führung“. Er wich dabei nie von seinem Grundprinzip ab, „die Massen ohne ihr Wissen zu kontrollieren“, da dies die beste PR sei.

Diese frühen Massenbeeinflusser posierten, als würden sie einen moralischen Dienst für die Menschheit leisten: Demokratie ist zu gut fürs Volk; man muss ihm sagen, was es denken soll, weil es von sich aus nicht zu rationalem Denken fähig ist. Hier ein Auszug aus Bernays Buch Propaganda: „Wer die verborgenen Mechanismen der Gesellschaft manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes darstellt. Wir werden regiert, unser Verstand geformt, unser Geschmack gebildet und unsere Ideen größtenteils von Männern suggeriert, von denen wir nie gehört haben. Dies ist ein logisches Ergebnis der Art, wie unsere Demokratie organisiert ist. […] In fast jeder Handlung unseres Lebens – ob in der Politik oder bei Geschäften, im sozialen Verhalten und unserem ethischen Denken – werden wir durch eine relativ geringe Zahl von Personen beherrscht, die die mentalen Prozesse und Verhaltensmuster der Massen verstehen!“

Bernays glaubte, dass nur einige wenige den nötigen Einblick ins Gesamtbild haben, um mit dieser „heiligen Aufgabe“ betraut zu werden. Zufällig hielt er sich für einen davon.

Geld kommt ins Spiel

Sobald die Möglichkeiten der Anwendung der Freudschen Psychologie auf die Massenmedien erkannt wurden, hatte Bernays mehr Konzernkunden, als er bewältigen konnte. Globale Konzerne strömten aus allen Richtungen herbei, um den neuen Imagemacher zu hofieren. Es gab Hunderte Güter, Dienstleistungen und Ideen, die einer empfänglichen Öffentlichkeit verkauft werden sollten. Über die Jahre haben diese Konzerne das Geld gehabt, um ihre Vorstellungen wahr werden zu lassen: Philip Morris (Tabak, Marlboro), Pfizer (Pharmahersteller, Viagra), Union Carbide (Chemie), Allstate (Versicherungen), Monsanto (Agrar, Gentechnik). DuPont (Chemieriese), Eli Lilly (Pharma, z.B. Prozac), Novartis (Pharma, Ritalinhersteller), Coors (Brauerei), Shell Oil, Standard Oil (Rockefeller), Procter & Gamble, Boeing, General Motors, Dow Chemical (Agrar, Pharma, Medizin, Chemie, Öl), General Mills (Getreideprodukte) u.v.a.

Die Spieler

Hunderte PR-Firmen sind entstanden, um die Nachfrage zu befriedigen. Darunter Edelman, Hill & Knowlton, Burson-Marsteller, Kamer-Singer (GCI-Group), Ketchum, Ogilvy PR … Obwohl dieselben innerhalb der PR-Industrie wohlbekannt sind, kennen wir diese Namen kaum – aus gutem Grund. Die beste PR ist die unbemerkte. Seit Jahrzehnten haben sie Meinungen geschaffen, mit denen viele von uns groß geworden sind, zu praktisch allem, was irgendeinen kommerziellen Wert hat: zum Berufstand der Ärzte, zu Impfstoffen, zur schlechten Meinung über Alternativmedizin, zur globalen Erwärmung, Gentechnik, zu Fertiggerichten, zur Meeresverschmutzung, zum Image von Berühmtheiten – sowie im Krisen- und Katastrophenmanagement usw..

Lektion 1

Bernays lernte schnell, dass die effektivste Weise, um Glaubwürdigkeit für ein Produkt oder eine Vorstellung zu schaffen, eine Beurteilung durch eine „unabhängige dritte Partei“, ein „unabhängiges Gremium“ sei. Es ist ein Unterschied, ob eine Aussage zum Umweltschutz von General Motors kommt oder ob ein vermeintlich unabhängiges Forschungsinstitut mit dem glaubwürdig klingenden Namen „Globale Klima-Koalition“ einen Forschungsbericht vorlegt. Daher gründete Bernays mehr Institute und Stiftungen als Rockefeller und Carnegie zusammen. Unauffällig durch jene Industrien finanziert, deren Produkte bewertet wurden, sprudelten diese „unabhängigen Gremien und Forschungseinrichtungen“ „wissenschaftliche Studien“ und Pressemitteilungen heraus, die das Image erzeugen, das ihre Macher haben wollen. Solche Frontgruppen bekamen hochtrabende Namen: Verbraucherschutz, Klimaforschungsstiftung, Internationaler Rat für Lebensmittelinformation, Stiftung für saubere Luft, Zentrum für Produktqualität, Cato-Institut (Denkfabrik in Washington), Amerikanischer Rat für Wissenschaft und Gesundheit, Globale Klima-Koalition, Allianz für bessere Ernährung, Manhattan-Institut …

Nachrichtenkonserven

Diese und zahllose ähnlich klingende Organisationen sind Frontgruppen mit der Aufgabe, das Image der globalen Konzerne zu verbessern. Dies geschieht u.a. über einen Strom von Pressemeldungen, die „bahnbrechende neueste wissenschaftliche Forschungsergebnisse“ an Sender und Zeitungen verbreiten. Viele dieser Konservenberichte lesen sich wie echte Nachrichten und wurden absichtlich ins Nachrichtenformat gebracht. Dies erspart Journalisten die Mühe, das Thema selbst zu recherchieren – vor allem bei Themen, von denen sie kaum Ahnung haben. Ganze Beiträge können ohne redaktionelle Bearbeitung, aber mit Verfasserangabe des Reporters, der Zeitung oder des Senders übernommen werden – Fertignachrichten, geschrieben von PR Unternehmen! Dies geschieht so jeden Tag, seit den 1920ern, als die Idee der Nachrichtenmeldung durch Ivy Lee erfunden wurde. Manchmal basiert die Hälfte der Berichte eines Wall Streets Journal (zweitgrößte Tageszeitung der USA) allein auf solchen PR-Meldungen – sie werden gezielt unter ordentlich recherchierte Berichte gemischt. Solange Sie nicht selbst Journalist sind oder eigene Rechercheerfahrung besitzen, werden Sie den Unterschied kaum bemerken können.

Die Sprache der Verdrehung

Wie die Meinungsmacherpioniere Erfahrungen sammelten, lernten sie, dass die „Psychologie des Pöbels“ sich auf Emotionen konzentriert und nicht auf Tatsachen. Gute PR stütze sich daher nicht auf Logik, sondern auf die Präsentation. Hier einige ihrer zentralen PR-Grundsätze: • Technologie ist im Grunde Religion. • So lange das Volk zu rationalem Denken fähig ist, ist wahre Demokratie gefährlich. • Wichtige Entscheidungen sollte man Experten überlassen. • Beim Zurechtrücken von Angelegenheiten halten Sie Abstand zur Substanz, erschaffen Sie Bilder. • Äußern Sie keine eindeutig beweisbaren Lügen.

Worte werden aufgrund ihrer emotionalen Wirkung sehr sorgfältig gewählt. Hier ein Beispiel: Eine Frontgruppe namens „Internationaler Rat für Lebensmittelinformation“ kümmert sich um die öffentliche Abneigung gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel. Die Öffentlichkeit fürchtet sich instinktiv vor neuen Schöpfungen, deren Erbsubstanz manipuliert ist. Der Rat möchte die Öffentlichkeit jedoch von der „Unbedenklichkeit“ genmanipulierter Lebensmittel überzeugen, also vermeidet er Worte wie: Franken-stein, Biotechnologie, chemisch, DNA, Experimente, Bestrahlung, Gen-Roulette, Zufall. Stattdessen enthält PR für Genlebensmittel Wörter wie: Kreuzung, natürliche Ordnung, Schönheit, Wahl, Artenkreuzung, Vielfalt, organisch … Die Tatsache, dass genmanipulierte Lebensmittel keine Kreuzungen sind, die der langsamen und sorgfältigen wissenschaftlichen Methode der Kreuzzucht unterworfen waren, spielt keine wirkliche Rolle. Hier haben wir es mit Pseudowissenschaft, nicht mit echter Wissenschaft zu tun. Was meinen Sie, wer den „Internationalen Rat für Lebensmittelinformation“ finanziert? Richtig: Monsanto, DuPont, Coca Cola, Nutrasweet – alle, die aus genmanipulierten Lebensmitteln Gewinn ziehen.

Eigenschaften guter Propaganda

PR-Firmen entwickelten Richtlinien für effektive Massenkontrolle, von denen ich Ihnen einige vorstellen möchte:

  • Entmenschlichen Sie die angegriffene Partei, indem Sie sie beim Namen nennen und dann als … abstempeln.
  • Sprechen Sie in prachtvollen Allgemeinplätzen mit emotional positiven Worten.
  • Wenn Sie etwas zugestehen müssen, reden Sie nicht Klartext, lenken Sie ab.
  • Holen Sie Beurteilungen von Berühmtheiten, Kirchen, Sportlern, Straßenvolk ein – von jedermann, der keine Fachkenntnisse zum Thema parat hat.
  • Der Kniff fürs ‘Fußvolk’: Unsere Milliardäre sind auch nur Menschen wie wir.“
  • Wenn Sie Gräuel verharmlosen, sagen Sie nichts Denkwürdiges, heben Sie den Nutzen des Geschehenen hervor, vermeiden Sie moralische Fragen.

Wenn Sie also verlogene PR entdecken wollen. dann fangen Sie einfach an, nach diesen Techniken Ausschau zu halten!

Wissenschaft zu vermieten

PR-Firmen sind sehr geschickt bei der Vorbereitung von Nachrichtenmeldungen geworden. Sie haben gelernt, die Namen berühmter Wissenschaftler mit der Forschung zu verknüpfen, Wissenschaftler allerdings, die ihre Nase vielleicht kein einziges Mal in die betreffende Forschungsarbeit hineingesteckt haben. Auf diese Weise wird Redakteuren oft nicht mal bewusst, dass einzelne Berichte völlige PR-Fabrikationen sind.

1922 entdeckte General Motors (GM), dass die Beigabe von Blei zum Benzin mehr PS erbrachte. Als es Bedenken gab, bezahlte GM das Bergbauamt dafür, Versuche durchzuführen und unechte Forschungsergebnisse zu veröffentlichen, die „bewiesen“, dass das Einatmen von Blei harmlos sei. Stellen wir in diesem Zusammenhang Herrn Charles Kettering vor. Derselbe war nicht nur Gründer des weltberühmten Sloan-Kettering-Gedächtnisinstituts für medizinische Forschung, sondern „zufällig“ auch Vorstand bei GM. „Zufällig“ brachte das Sloan-Kettering-Institut Berichte heraus, die besagten, dass Blei von Natur aus im Körper vorkomme und dass der Körper die Möglichkeit habe, geringe Mengen davon wieder auszuscheiden.

Durch ihre Verbindung zur „Stiftung für industrielle Hygiene“ und zum PR-Riesen Hill & Knowlton boykottierte Sloan-Kettering jahrelang alle Anti-Blei-Studien mit Erfolg. Ohne organisierten wissenschaftlichen Widerstand wurde in den nächsten 60 Jahren mehr und mehr Benzin verbleit, bis in den 1970ern schon 90 Prozent des Benzins verbleit waren. Nach Jahren unermüdlicher, unabhängiger Aufklärungsarbeit wurde die Schädlichkeit von Blei schließlich zu offensichtlich und verbleites Benzin wurde ab den 1980ern langsam abgeschafft. Aber in insgesamt 60 Jahren wurden über 30 Millionen Tonnen Blei staubförmig auf unseren Straßen freigesetzt.

„Ramschwissenschaft“

1993 schrieb ein gewisser Peter Huber ein Buch namens „Galileos Rache. Darin prägte er den Begriff der Ramschwissenschaft. Hubers flache These lautete, dass „wahre Wissenschaft“ Technologie, Industrie und Fortschritt fördere. Alles übrige sei Ramschwissenschaft. Das Buch wurde durch das industriegestützte Manhattan-Institut gefördert, nachdem es zuvor kaum beachtet worden war – nicht nur, weil es schwach geschrieben war, sondern auch, weil Huber nicht verstand, dass wahre wissenschaftliche Forschung ohne Schlussfolgerung beginnt. Wahre Wissenschaftler suchen die Wahrheit, weil sie diese noch nicht kennen.

Echte Wissenschaft geht so: (1) Man bildet eine Hypothese, (2) trifft Vorhersagen für diese Hypothese, (3) prüft die Vorher-sagen im Versuch, (4) verwirft, bestätigt oder revidiert die Hypothese aufgrund der Forschungsergebnisse.

Der Bostoner Universitätswissenschaftler Dr. David Ozonoff erklärt, dass Ideen in der Wissenschaft wie „lebende Organismen“ seien, die genährt, gepflegt und mit (Finanz-)Mitteln kultiviert werden müssten, damit sie wachsen und erblühen könnten. Große Ideen, die diese finanziellen Mittel aufgrund kommerzieller Betrachtungswinkel nicht erhalten, fallen daher kaum auf, sie verkümmern und sterben ab.

Ein weiteres Indiz, anhand dessen Sie oft wahre und falsche Wissenschaft voneinander unterscheiden können, ist, dass wahre Wissenschaft auf Mängel in ihrer Forschung hinweist. Falsche Wissenschaft heuchelt, dass es keine Mängel gäbe.

Echte Ramschwissenschaft

Durch Konzerne gesponserte Forschung, ob im Bereich der Medikamente, der genmanipulierten Lebensmittel oder der Chemie, beginnen immer mitbeabsichtigten Schlussfolgerungen. Es wurde daher Aufgabe des modernen Wissenschaftlers, die „Wahrheit“ dieser vorab gewünschten und geforderten „Schlussfolgerungen“ nachträglich zu „beweisen“, weil dieser „Beweis“ der geldgebenden Industrie wirtschaftliche Vorteile einbringt! Diese ärgerliche Prostitution der Wissenschaft hat den gesamten Schwerpunkt der Forschung während der letzten 50, 60 Jahre drastisch verschoben – wie jeder aufrichtige Wissenschaftler bereitwillig bestätigen wird. Wissenschaftler klagen, dass die einst objektive Forschung heute zum käuflichen Handelsgut verkommen sei.

Hauptziele aufrichtiger Wissenschaft

Konzern-PR stellt sich unabhängiger Forschung, welche die öffentliche Gesundheit oder die Umwelt schützen will, oft entgegen. Mit dem Wort „Ramsch-wissenschaft“ (engl. “Junk Science”) werden da diejenigen diffamiert, welche die Bedrohung unserer Umwelt oder der Gesundheit aufdecken. Industrie und Politik kommt es zur Vermarktung ihrer Produkte und Ideen nur darauf an, die Illusion von Gesundheit bzw. des Umweltschutzes zu erzeugen.

Und Geld wechselt nur dann den Besitzer, wenn Forschungsinstitute das gewünschte Ergebnis liefern, egal, ob es nach streng wissenschaftlichen Kriterien wahr ist oder nicht. Echte Gesundheit und wirklicher Umweltschutz haben keinen Marktwert! Es ist ironisch, dass ausgerechnet die selbsternannten „Entlarver der Ramschwissenschaft“ meistens selbst keine Wissenschaftler sind. Wozu auch Wissenschaftler sein? Die Aufgabenstellung heißt ja nicht Wissenschaft, sondern „Image“!

Angriffssprache

Wenn PR-Firmen anerkannte Umweltgruppen und Vertreter der Alternativmedizin angreifen, verwenden sie Wörter, die einen emotionalen Hieb austeilen: grausam, gefährlich, dubios, krude, skurril, Quacksalber, Unruhestifter, verantwortungslos, Phobie (wie z.B. in homophob), Hysterie … Wenn Sie das nächste Mal einen entsprechenden Artikel lesen, beachten Sie, wie der Autor seine Voreingenommenheit durch den Gebrauch solcher Vokabeln zeigt.

Eine weitere PR-Taktik ist, die (positive) Sprache der Umweltschützer zu verwenden, um ein gefährliches, unerprobtes Produkt zu verteidigen. Dies sehen wir z.B. bei der „Nebelwand“, die Gentechnik umgibt. Es heißt, dass dieselbe nötig sei, um mehr Nahrung produzieren zu können, den Welthunger zu bekämpfen usw. Der Groschen fällt, wenn Sie erkennen, dass fast alle Gennahrungsmittel von Herbizid-/Pestizidher-stellern geschaffen wurden, damit die Pflanzen noch größere Dosen aushalten können.

Vorabprüfung!

„Veröffentlichen oder Untergehen“ lautet das Dilemma jedes Forschungswissenschaftlers. Wer sein Forschungsprojekt finanziert bekommen möchte, muss in den besten wissenschaftlichen Magazinen publizieren. Wir wissen, dass die wissenschaftlichen Magazine wie das „JAMA“ (Journal of the American Medical Association, Publikation der amerikanischen Ärztevereinigung), das „New England Journal of Med.“ (NEJM), „British Med. Journal“ usw. eine Vorabprüfung durchführen. Das bedeutet, dass alle Artikel, die zwischen den vollfarbigen Medikamentenwerbungen veröffentlicht werden, von schlauen Typen mit einer Menge Empfehlungsschreiben überprüft werden.

Manch Leichtgläubiger würde annehmen, dass die Voraussetzung dafür, dass es ein Artikel durch die Vorabprüfung schafft, jene ist, dass die darin enthaltenen Erkenntnisse hieb- und stichfest nachgeprüft worden sind. Doch obwohl sogar prestigevolle, ehrwürdige medizinische Magazine heucheln, objektiv und nicht bestechlich zu sein, ist die Wahrheit, dass sie die gleiche Sache berücksichtigen müssen wie alle Hochglanzmagazine: „Leg’ dich nicht mit deinen Inserenten an!“ Ganzseitige Werbung in den besten Magazinen kosten Millionen! Wie lange würde ein Pharmakonzern wohl für Werbefläche in Magazinen zahlen, die in ihren Artikeln die Sicherheit des Medikaments angriffen, das auf der Doppelseite in der Heftmitte zu bewundern ist?

Eine Richtlinie medizinischer Magazine besagt, dass alle finanziellen Beziehungen zwischen Autor und Produktherstellern im Artikel offengelegt werden müssen. In der Praxis kommt das jedoch nie vor! In einer Studie aus dem Jahre 1997 wurde in 147 Medizinmagazinen nicht eine einzige Erklärung gefunden (Wall Street Journal, Feb. 99). Eine Studie des New England Journal of Medicine (NEJM) von 1998 zeigte, dass 96 Prozent der vorabgeprüften Artikel finanzielle Beziehungen zu den Medikamenten hatten, die untersucht wurden.

Dann gibt es den offensichtlichen Kauf von Seiten. Eine Medikamentenfirma kann einfach mal 100.000,- an ein Magazin zahlen, damit ein wohlwollender Artikel gedruckt wird. Betrug in vorabgeprüften Magazinen ist nichts Neues. 1987 brachte das NEJM einen Artikel, der über 7 Jahre lang die Forschung von Dr. med. R. Slutsky verfolgte. In dieser Zeit veröffentlichte Slutsky 137 Artikel in vorabgeprüften Magazinen. Das NEJM fand heraus, dass in mindestens 60 dieser 137 Artikel Beweise für einen groß angelegten Wissenschaftsbetrug und etliche Fehldarstellungen zu finden waren, einschließlich Berichte von Daten aus Expe-rimenten, die niemals durchgeführt worden waren.

Dr. phil. Dean Black beschreibt, was er in Anlehnung an den Turmbau zu Babel den „Babel-Effekt“ nennt. Dazu komme es, wenn pseudowissenschaftliche Angaben in vorabgeprüften Magazinen von anderen Forschern ungeprüft übernommen oder zitiert werden, diese wieder von anderen usw. Einer schreibt vom anderen ab und die Quelle war ein vorabgeprüfter Bericht.

Fernseher wegwerfen?

Ich hoffe, dieses Kapitel hilft Ihnen, Zeitungs- und Magazinartikel anders zu lesen und Nachrichtensendungen mit einer anderen Einstellung zu sehen. Fragen Sie sich: „Was verkaufen die da gerade?“ und: „Wer verkauft es?“ Sie können Ihr Leben verbessern, indem Sie sich einfach weigern, Ihren Verstand den Massenmedien auszusetzen. Richtig verstanden – keine Zeitungen, keine Fernsehnachrichten, keine Nachrichtenmagazine. Denken Sie daran, was Sie mit der zusätzlichen gewonnenen Zeit anfangen könnten.

Glauben Sie, dass Sie alles wissen müssen, „was in der Welt vor sich geht“? Denken Sie eine Minute über die Nachrichten der letzten Jahre nach. Was hat es Ihnen real gebracht, dies alles zu wissen? Glauben Sie, dass die Nachrichten tatsächlich berichten, „was draußen in der Welt vor sich geht“? Denken Sie, dass es sonst nichts gibt – neben der erfundenen Energieknappheit, den gefilterten Berichten über ausländische Gewalt und Katastrophen und den ganzen anderen „Unberichten“?

Der Zweck der Nachrichten ist es, die Öffentlichkeit in Furcht und Unsicherheit zu halten, damit sie auch morgen wieder einschaltet und der gleichen Werbung ausgesetzt ist. Das ist das Kennzeichen der Massenmedienherrschaft. Edward Bernays sagte: „Das Volk muss gesteuert werden, ohne dass es das weiß!“ Furcht und Unsicherheit – das lässt die Leute immer wiederkommen, um mehr zu erfahren. Was würden Sie verlieren, wenn Sie ganz damit aufhören würden? Würde Ihr Leben finanziellen, moralischen, intellektuellen, spirituellen oder akademischen Verlust erleiden? Müssen Sie sich Ihre persönlichen Werte ständig mit dem Löffel zufüttern lassen? Sind diese Shows wirklich amüsant? Nennen Sie nur ein Beispiel, wie sich Ihr Leben verbessert hat durch Fernsehnachrichten oder das Lesen des Abendblattes! Welchen messbaren Gewinn hat es gebracht?

Planet der Affen?

Keine Frage, dass wir von Jahr zu Jahr dümmer werden. Schauen Sie nur auf die Präsidenten! Reichen Sie einem beliebigen Studenten ein Buch von Henry Dumas oder Jane Austen und bitten Sie ihn, von einer zufällig aufgeschlagenen Seite nur einen Absatz laut vorzulesen. Die Skalen der Eignungstests werden immer weiter herabgesetzt, um zu vertuschen, wie dumm und dümmer Kinder werden. 10 Prozent haben eine attestierte „Lernunfähigkeit”, die mit Tabletten behandelt wird. Beachten sie die Tendenz des intellektuellen Niveaus bei Kinofilmen.

Das mangelnde Bildungsniveau erleichtert der PR-Industrie die Arbeit ungemein. Nicht nur, dass kaum einer mehr seine Aufmerksamkeit auf den Vorgang der Konditionierung richtet; eine sogar noch geringere Minderheit der Bevölkerung ist in der Lage, die Sache zu verstehen, wenn man sie ihr erklärt!

Teepause in der Cafeteria

Stellen Sie sich vor, Sie sind in einer überfüllten Cafeteria und kaufen eine Tasse Tee. Als sie sich gerade hinsetzen wollen, sehen sie am anderen Ende des Raumes einen Freund. Sie stellen Ihre Tasse ab, gehen durch den Raum und plaudern ein paar Minuten mit ihm. Wenn Sie zu Ihrem Tee zurückzukommen, werden Sie ihn trinken? Ein überfüllter Ort und Sie haben ihn einige Minuten unbeaufsichtigt gelassen. Jeder in diesem Raum hatte Zugang zu Ihrem Tee. Mit Ihrem Verstand verhält es sich nicht anders. Aktivitäten wie das Einschalten des Fernsehers oder die täglich unkritisch absorbierten Massenpublikationen erlauben praktisch jedem den Zugang zu Ihrem Verstand – jedem mit einem Ziel und den Mitteln, über populäre Medien eine öffentliche Meinung zu bilden.

Die Moral von der Geschicht’: Wie die Tasse Tee, so ist auch Ihr Verstand es wert, bewacht zu werden, und wert, nicht jeden heranzulassen. Dies ist Ihr Leben, Ihre Zeit. Warum sollten Sie beides verschwenden, indem Sie erlauben, Ihr Potential, Ihre Persönlichkeit und Ihre Werte nach den Launen der Massenausbeuter formen, bearbeiten und einschränken zu lassen? Es gibt viele wichtigere Entscheidungen, die für unser physisches, mentales und spirituelles Wohlsein entscheidend sind, Entscheidungen, die Information und Forschung erfordern. Wenn Geld im Spiel ist, sind objektive Daten nicht einfach zu erhalten. Merken Sie sich dies: Wenn jeder eine Sache weiß, dann ist das Image gekauft und bezahlt worden.

Wirkliches Wissen zu erreichen, ist etwas aufwendiger, als TV zu schauen! Ein wenig „Ausgrabungsarbeit“ ist nötig. Man muss dazu mindestens ein „Stockwerk“ tiefer buddeln als bis zu dem, „was jeder weiß“.

Wie „Krankheiten“ erfunden werden, um „Medikamente“ zu vermarkten!Und wie sich die Presse dabei prosituiert!

Wie „Krankheiten“ erfunden werden, um „Medikamente“ zu vermarkten!
Und wie sich die Presse dabei prosituiert!

Wie „Krankheiten“ erfunden werden, um „Medikamente“ zu vermarkten!
Und wie sich die Presse dabei prosituiert!

In den letzten Jahrzehnten tauchten vermehrt neue „psychische Krankheiten“ wie aus dem Nichts auf. Plötzlich spricht alle Welt über „Hyperaktivität bei Kindern“ oder über eine „Bipolare Störung“ usw. Sind wir tatsächlich alle „kränker“ oder sind wir einfach nur raffinierten Strategien aus den Marketing-Etagen der Pharmamultis auf den Leim gegangen? Dieser Artikel beschreibt das todsichere Marketingkonzept der Pharmastrategen, vergleicht es mit der „Hyperaktivitätskrankheit“ (ADHS) bei Kindern und beleuchtet die Rolle, die käufliche Massenmedien dabei spielen.

Wir alle kennen Kinder, wie sie Heinrich Hoffmann schon 1845 in seinem Kinderbuch beschrieb: Den Struwwelpeter, den Suppen-Kaspar, den Hanns Guck-in-die-Luft und den Zappelphilipp; wurde Hoffmanns Buch doch eben deshalb populär, weil es Dinge beschrieb, die viele Eltern an ihren eigenen Kindern beobachten konnten und wofür sie keine Erklärung oder Lösung finden konnten.

Kinder tun, wie alle Menschen, oft seltsame Dinge. Und so lange der Mensch sich nicht selbst versteht, wahre Ursachen und Lösungen nicht kennt, so lange können rücksichtslose Geschäftemacher die Unwissenheit und die daraus resultierende Unsicherheit der Menschen zu Profitzwecken ausnutzen.

Im Laufe der letzten 100 Jahre entwickelte sich daraus eine unheilige Allianz aus Psychiatern und Herstellern von „pharmazeutischen Produkten für die Psyche“, die aus eben dieser Unwissenheit und Unsicherheit einen der profitträchtigsten Absatzmärkte der Welt erschufen: den Markt der „mit Psychopharmaka zu behandelnden psychischen Störungen“. Jene Allianz hat ihre Absatzstrategie in den letzten Jahrzehnten verfeinert und ein beinahe todsicheres Erfolgsrezept für immer neue Milliardenumsätze – zum Schaden der Menschheit – entwickelt, das sich wie folgt darstellt:

Todsicheres Erfolgsrezept für Milliardengewinne

  1. Man nehme einige typisch menschliche Verhaltensauffälligkeiten, Schwierigkeiten, Marotten, Schwächen und schnüre sie zu einem Paket, einem sog. „Syndrom
  2. Man erstelle eine Liste aller mit diesem Syndrom in Zusammenhang stehenden sog. „Symptome“.
  3. Man mache „eine Störung im Gehirn“, einen „genetischen“, einen „biologischen Defekt“ (oder alles zusammen) für eben dieses „Syndrom“ verantwortlich oder mitverantwortlich.
  4. Man bezeichne das Syndrom mit mehreren verschiedenen lateinischen und/oder griechischen Fachbegriffen.
  5. Man kürze diese neu erfundenen Namen mit drei oder vier Buchstaben ab.
  6. Man entwickle ein Präparat mit sympathisch klingendem Namen (das in der Herstellung wenige Cent kostet) und von dem man behauptet, es sei in der Lage, die „Symptome“ des sog. „Syndroms“ zu lindern.
  7. Man lasse gekaufte Psychiater, Ärzte und Wissenschaftler (intern „Mietmäuler“ genannt) „Fachartikel“ schreiben, sorge für deren Veröffentlichung in Fachorganen, halte Kongresse ab und fache eine breite öffentliche Diskussion darüber an.
  8. Man bringe Artikel über das neu entdeckte „Syndrom“ und die „dabei helfenden Präparate“ in der Presse unter (lukrative Anzeigenaufträge der Pharmaindustrie in den jeweiligen Zeitschriften erleichtern die Bereitschaft zu redaktionellen Gefälligkeiten (siehe z.B. Recherche von Frontal 21, ZDF, vom 09.12.2008: „Das Pharma-Kartell – wie Patienten betrogen werden“).
  9. Man initiiere oder unterstütze die Gründung von sog. „Selbsthilfegruppen“ und offeriere großzügige finanzielle Zuwendungen, wenn diese im Gegenzug auch die gewünschten Pharmazeutika empfehlen.
  10. Wenn jemand der Sache auf die Schliche kommt, schütze man sich, indem man auf wissenschaftliche Studien verweise und auf die Kompetenz der Psychiatrie usw. Hilft das nichts, diffamiere man den Enthüller als „unwissenschaftlichen Verschwörungstheoretiker“, als „dubiosen Spinner“, „Scharlatan“, als „rechts- oder anderweitig Radikalen“ oder als „eifernden Sektenanhänger“ und beschuldige ihn (Beweise sind überflüssig), eigennützige Absichten zu verfolgen.
  11. Falls sich wegen zu häufiger fataler „Nebenwirkungen“ eine zu breite Front gegen das vermarktete Medikament bildet, hat man bereits die Formel fürs Nachfolgemedikament im Safe, das „die Nachteile des ersten nicht mehr aufweist“, dafür aber doppelt so teuer, doppelt so schädlich und doppelt so suchterzeugend ist. Das ursprüngliche Medikament verkauft man derweil fröhlich unter neuem Namen in die Dritte Welt (wie das z.B. bei Contergan u.v.a. geschehen ist, siehe Enthüllungsbuch von H. Ruesch: „Die Pharma-Story“).
  12. Man investiere die Hälfte aller derart erzielten Einnahmen in die Sicherung zukünftigen Geschäfts, indem man die teuersten und besten PR-Firmen und Werbeagenturen kauft, um sich über Jahrzehnte hinweg einen hervorragenden Ruf aufzubauen sowie Ärzte zu umschmeicheln. Dann wird jeder, bei dem die Medikamente für schwere Nebenwirkungen sorgen oder schlicht nicht funktionieren, glauben, dass sein jeweiliger Fall eine bloße Ausnahme von der Regel sei.

Krankheitsmarketing

Ich möchte Ihnen nun anhand eines erfundenen Beispiels aufzeigen, wie so eine Krankheits- und Medikamentenerfindung in der Realität ablaufen könnte, während Sie dies bitte stets im Hinterkopf damit vergleichen, was Sie bereits über die „Hyperaktivität“ (ADHS) usw. gehört haben.

Punkt 1: Wir würfeln willkürlich ein paar menschliche Marotten zusammen. So kennen wir alle ja Menschen, die immer maximal anders sein müssen. Sie haben Schwierigkeiten, sich in Gruppen zu integrieren, bezahlen schleppend Steuern, und wenn alle bei Beerdigungen Schwarz tragen, marschieren sie in Blau auf. Sie fahren ein Karman Ghia Cabriolet, rauchen eine Zigarillo-Marke, deren Name Sie nie gehört haben und gehen nach Estland in Urlaub. Eine solche „Symptombeschreibung“ wäre eine Basis für Punkt-1 der Formel zur Erzeugung einer neuen psychiatrischen Diagnose plus anschließendem Marketingpakt mit der Pharmaindustrie: Man nimmt typisch menschliche Schwächen, schnürt sie zu einem Paket zusammen (= Punkt 1) und verkauft das Ganze als neues „Syndrom“ (= Punkt 2).

Dann behauptet man, eine genetisch bedingte Stoffwechselstörung im Gehirn sei dafür verantwortlich (Punkt 3), konkret, der vordere Teil der Großhirnrinde, wo sich die Individualität befinde, sei bei diesen Menschen übermäßig aktiv und dominant.

Nun erfindet man (das ist Punkt 4) mehrere Fachbegriffe, die mit drei oder vier Buchstaben abzukürzen sind (Punkt 5), z.B.  Multilaterale Cortex-Hyperfunktion (MCH), Cortexhyperplasie (CHP), Vorderlappenhyperaktivität (VLH) oder Chronisches Individualisierungs-Syndrom (CIS).

Nun lässt man „Wissenschaftler“ (Psychiater) eine Liste erstellen, welche die Symptome dieser „CIS“ summiert und solche Charakteristika nennt wie:

  • Kann sich nicht in Gruppen integrieren,
  • verspürt den Drang, sich extrem zu kleiden,
  • muss auffallen,
  • zahlt Steuern ungern und unpünktlich (das Finanzamt freut sich und steigt als Verbündeter ein),
  • bezeichnet Mitmenschen als „Lemminge“ (macht die Masse zum Verbündeten),
  • beschuldigt die Regierung der Verschwörung (macht Politiker zu Verbündeten) usw.

Damit das Ganze wissenschaftlicher klingt, erfindet man als Zusatzvariante die CIS mit Kommunikationsdefizit = CISK. Natürlich wäre auch jede andere Variante denkbar. Hauptsache die Sache klingt verwirrend! Die CISK zeichnet sich dadurch aus, dass die daran „erkrankten“ wenig kommunizieren, in sich verschlossen sind („zu 78,7 Prozent sind Männer betroffen“, das klingt schön wissenschaftlich), während bei der anderen Form das Gegenteil der Fall ist: Dort zeigt sich zwanghafte Kommunikation, sie platzen anderen ins Gespräch, lassen keinen zu Ende sprechen usw.

Der Trick ist, dass es die beschriebenen Phänomene gibt! Es gibt Leute, deren Fahrrad nur gut ist, wenn der Lack lindgrüne Punkte auf violettem Untergrund aufweist. Aber: Es gibt da kein Syndrom, keine Krankheit, keine genetische Veranlagung, keine Störung im Gehirn – und folglich kann es auch keine Medikamente geben, die gegen die vorgebliche Störung wirksam wären.

Vergleich: Wenn Kinder zappelig sind, dann haben sie vorher Zucker gegessen, Fernsehen geschaut, Schadstoffe abbekommen oder sie verzweifeln an einer verrückten Erwachsenenwelt – es gibt konkrete Probleme in der realen Welt! Aber keine Störung im Gehirn (die ja auch nie bewiesen wurde), kein Syndrom – und Ritalin ist quasi synthetisches Kokain. Jeder, auch jeder Erwachsene, kann sich anfangs besser konzentrieren, wenn er Kokain nimmt. Doch wie bei Kokain, so lässt auch die Wirkung bei Ritalin irgendwann nach, es werden größere Dosen nötig, mittelfristig entsteht Abhängigkeit.

Zurück zum „Chronischen Individualisierungssyndrom, CIS“: Nachdem man das Syndrom definiert hat, sorgt man dafür, dass Psychiater Fachartikel darüber schreiben (Punkt 7, siehe auch unser Themenheft „Massen-Medien-Manipulation“), die man zuerst in Fachpublikationen und später auch in Massenmedien unterbringt (Punkt 8). Plötzlich spricht alle Welt über CIS mit K und ohne. Man kann Leute mit CIS-Symptomen sehen. Es ist real – im Gegensatz zum künstlich erschaffenen „Syndrom“.

Die Pharmaindustrie hat zuvor bereits eine Chemikalienmixtur hergestellt, die eben jene Symptome erzeugt, die in der Syndrombeschreibung des CIS angegeben werden. Da hätten wir z.B. ein wenig Fluor, das als Sondermüll der Aluminiumindustrie kostenlos zu kriegen ist (weil es sonst teuer als Sondermüll entsorgt werden müsste), dann noch ein wenig Jod, das bei der Druckfarbenherstellung abfällt. Man mischt das Ganze mit einer dämpfenden, synthetischen Droge, nennt es INVADIL F forte („mit viel gesundem Fluor drin“) – und schon hat man ein neues „Medikament“.

»Psychopharmaka wirken im Gehirn so undifferenziert wie wenn eine Kanonenkugel auf Spatzen abgeschossen wird!« C. Alasen-Hinrichs, Toxikologe, Kiel

Abgerundet wird dies durch „Forschungsstudien“, „Fachkongresse“ und Testreihen. Man stellt fest, dass INVADIL F die Leute nicht gleich umbringt (was die Ärzte freut), ihre Arbeitsfähigkeit erhält (was das Finanzamt freut) und den Zwang zu sonderbarem Verhalten fördert. Übrigens: Laut AOK-Magazin 4/1998 gibt es auf dem deutschen Markt 24.000 (!) Pharma-Präparate ohne nachgewiesene Heilwirkung! Wie viele es heute wohl schon sind?

Wie die Krankheit „offiziell” wird!

Mehrere Dutzend Schwulenverbände haben sich (erfolgreich) dagegen gewehrt, dass die Homosexualität ins offizielle Verzeichnis der psychischen Störungen namens DSM aufgenommen wurde.

Der nächste Schritt besteht nun darin, die „CIS“ zu einer „gültigen“ Krankheit werden zu lassen. Hierzu muss sie Aufnahme ins DSM bzw. in die ICD  finden, in die internationalen Verzeichnisse aller existierenden Krankheiten! Wenn die CIS darin auftaucht, „gibt es sie wirklich“ und „jeder weiß, dass sie echt ist“.

Wie kriegt man die CIS ins DSM? Ganz einfach: Beim nächsten psychiatrischen Weltkongress stimmt man darüber ab. Kein Witz, das ist wirklich so! So geschah das z. B. einmal mit der Homosexualität. Sie wurde als „psychische Störung“ ins DSM aufgenommen. Als die Schwulenverbände zu starken Druck ausübten (und vielleicht auch, weil unter den Psychiatern zu viele Betroffene waren), wählte man die Homosexualität einfach wieder ab.

Wenn Sie sich einmal die Mühe machen, einen Blick in diese Werke zu werfen, werden Sie feststellen, dass ulkige „Krankheiten“ darin verzeichnet sind – genügend, um auch Sie, ja Sie, sofort in die Psychiatrie zu bringen und/oder auf Medikation zu setzen.

„Schöne, neue „Krankheiten“

Im DSM auf Seite 50 finden wir z.B. eine sog. „Mathematikstörung“ = Rechenprobleme. Halten Sie es für möglich, dass diese durch eine Pille behoben werden? Ich würde meinen, gute Nachhilfe wäre besser. Auf der nächsten Seite die „Störung des schriftlichen Ausdrucks“ und auf Seite 55 „Störung des sprachlichen Ausdrucks“. Wie wäre es, Unterricht nachzuholen, anstatt eine „Störung“ zu definieren? Auf Seite 85 die Totschlagvokabel, unter die alles fallen kann: Verhaltensstörung! Bohren Sie häufig in der Nase? Verhaltensstörung! Haben Sie oft Streit mit Ihrer Schwiegermutter? Verhaltensstörung!

Lustig wird’s auf Seite 212. Dort finden wir die „Koffeinstörung“, d.h. übermäßigen Koffeingenuss. Wahrscheinlich ist hierfür auch eine Fehlschaltung im Gehirn verantwortlich?

Gefährlich wird es, wenn wir in der neuesten ICD auf S. 351 die Störung: „Missbrauch von Kräuterheilmitteln oder volkstümlichen Heilmitteln“ finden! Wer bitte definiert, wo der Missbrauch anfängt? Dies legt den Grundstein dafür, um jeden Patienten eines Heilpraktikers zu einem Psychiatriepatienten zu stempeln.

Der eigentliche Skandal!

Nachdem man die „CIS“ als solche erst einmal etabliert hat, beginnt die Vermarktungskampagne, die auf den Verkauf von INVADIL F forte abzielt. Populärwissenschaftliche Artikel zur CIS erscheinen. Die Liste der Symptome wird abgedruckt, anhand derer jeder selbst testen kann, ob er „erkrankt“ ist. Es gibt Sorgentelefone, Kontaktadressen und „fachkompetente“ Anlaufstellen. Das ist gleichzeitig der eigentliche Skandal.

Dass es unmoralische Firmen, machtbesessene Konzerne und profitgeile Bonzen gibt, die über Leichen gehen, ist auf dieser Welt ja nichts Neues. Doch wozu haben wir eigentlich eine „freie Presse“? Ihre vornehmste Pflicht wäre gemäß ihres eigenen Kodex‘, aufrichtig zu recherchieren, die Bürger zu schützen, den Skandal aufzudecken und die Öffentlichkeit aufzuklären.

Das Fatale jedoch ist, dass ausgerechnet Chemie- und Pharmakonzerne aber die finanzstärksten Anzeigenkunden der Massenmedien sind. Psychiatrie- und pharmakritische Artikel wären für die großen Medien also eher „wenig opportun“.

Doch die maßgeblichen, großen Zeitschriften verschweigen ihren Lesern ja nicht nur die Wahrheit, sie gehen einen Schritt weiter und prostituieren sich, um ihren zahlungskräftigen Kunden gefällige Artikel zu schreiben bzw. von den PR-Agenturen der Pharmafirmen fix und fertig abgefasste Artikel abzudrucken (siehe ausführliche Artikel in unserem Themenheft „Massen-Medien“-Manipulation“) – und bringen damit ebenso handfeste wie schädliche Lügen in Millionenauflage unters Volk – mit der Folge, dass Menschenleben ruiniert sowie unnötige Schicksale und sogar der Tod vieler billigend in Kauf genommen werden, nur um die Portemonnaies zu füllen. Näheres dazu finden Sie in unserem Themenheft PHARMA-Industrie.

Krankenkassen

Die Krankenkassen, die aus Kostengründen – ursprünglich – eigentlich „Freunde der Menschen“ d.h. an echter Heilung interessiert sein sollten, können hier nicht helfen.

Ein guter Bekannter von mir zog vor Jahren einmal von Kasse zu Kasse und wollte (gute) Vorträge über Gesundheit halten. Bei sämtlichen Stellen kam er nicht weiter als bis zur Eingangstür. Nachdem er erschöpft ca. die zwanzigste Kasse abgeklappert hatte, landete er in einer kleinen AOK-Niederlassung in der Nähe von München. Der Chef empfing ihn und meinte abschließend: „Lieber Herr S… Sie wissen, dass Ihre Vorträge nützlich wären und ich weiß es. Wir haben vor Jahren selbst solche Vorträge organisiert, doch das wurde uns verboten!“ Auf den fragenden Blick meines Bekannten erwiderte er: „Es gibt Firmen, die gewisse Dinge verkaufen, und diese Firmen zahlen Geld an die Regierenden!“

Warum Ärzte mitspielen

Gut 70 Prozent der Bundesbürger haben Vertrauen in ihren Arzt! Wenn es stimmt, „was der Kent da schreibt“, würden Ärzte doch nie so gefährliche Pharmaka verschreiben, oder? Tatsächlich würde nur eine sehr geringe Zahl von Ärzten einem Kind von sich aus Ritalin verschreiben (wie jene fanatische Kinderärztin im Allgäu, die bereits Eineinhalbjährigen das Mittel verschreibt, wie mir neulich zugetragen wurde). Aber durch den Schachzug immenser Medienpräsenz gelingt es, sozialen Druck zu erzeugen. Beleuchten wir, wie das funktioniert:

Die (ver)öffentlich(t)e Meinung

Der deutsche Schriftsteller Sigmund Graff verglich die öffentliche Meinung mit einem Schlossgespenst: Niemand habe es je gesehen, aber alle ließen sich durch es tyrannisieren.

Die Medien geben vor, die Meinung der Allgemeinheit wiederzugeben, in Wahrheit erzeugen sie aber erst das, was sie dann als solche bezeichnen. Tatsächlich gibt es keinen einzigen deutschen Bürger, der dieselbe Meinung vertreten würde, wie die, die man die „öffentliche“ nennt, und das gilt sogar für die Journalisten selbst! Noch nicht einmal jene Geldgiganten, welche die Medien in ihrem Sinne beeinflussen, glauben an das, was sie diktieren. Sie verfolgen damit nur einen Zweck. Die „öffentliche Meinung“ ist nur ein Kniff, mit dem die Strippenzieher die Politik erpressen.

Paul Sethe, der aus Protest zurückgetretene Mitherausgeber der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung), sagte seinerzeit: „Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“ Zwar mutig, aber noch nicht ganz ins Schwarze getroffen. Denn tatsächlich ist Pressefreiheit die Freiheit von maximal 10 reichen Leuten, das verbreiten zu lassen, wovon sie wünschen, dass es die Masse als öffentliche Meinung akzeptieren soll. Ein Trick, um jeden davon zu überzeugen, er stünde mit seiner jeweiligen, intelligenten Meinung alleine da, was gleichzeitig dazu führt, dass sich der Einzelne vor seinen Mitmenschen zurückzieht, isoliert und abkapselt.

Sprechen Sie mit Ihren Mitmenschen. Ihr Nachbar hat bloß Angst, dass Sie glauben, er sei verrückt, wenn er Ihnen sagen würde, was er wirklich denkt, also hält er seinen Mund. Alle lassen sich vom Schlossgespenst einschüchtern. Doch wenn Sie sich herantasten, Bälle zuwerfen, dann werden Sie schnell feststellen, dass der andere gar nicht so arg anders denkt. Es ist dieser Druck der fingierten „öffentlichen Meinung“, der dafür sorgt, dass Ärzte Psychopharmaka bereits an Kleinkinder verschreiben. Abgesehen davon werden auch Ärzte mit Aufmerksamkeiten gebauchpinselt, mit kostenlosen Proben versorgt, mit „Ausbildungswochenenden“ im vornehmsten Hotel von Dubai, mit „Kongressen“ auf den Kanaren …

Wenn Eltern Ritalin fordern, versuchen viele Ärzte erst einmal, sie davon zu überzeugen, es mit anderen Möglichkeiten zu versuchen; dankbar nehmen sie jede Information auf, die ihnen hilft, Eltern vor den Gefahren von Ritalin o.ä. zu warnen. Doch was, wenn täglich neue Mütter kommen, die im Verlogenen Blatt gelesen haben, wie toll Ritalin funktioniere? Wenn man täglich dasselbe erklären soll? Ich kann die Resignation einiger Ärzte da verstehen.

Dem Beipackzettel von Ritalin ist zu entnehmen: »Die Art und Weise, wie Ritalin im Menschen wirkt, wird noch nicht ganz verstanden… es gibt keinen spezifischen Beweis, der die Mechanismen nachweist, wie Ritalin mentale und verhaltensmäßige Effekte auf Kinder hervorruft … eine genaue Ursachenlehre dieses Syndroms ist unbekannt, und es gibt keinen einzigen Diagnosetest.

DIE PRESSE-KAMPAGNE!

Untersuchen wir nun, wie Eltern zum Glauben gelangen, sie sollten ihren Kindern eine süchtig machende, bewusstseinsverändernde Droge geben (synthetisches Kokain), wo doch jedem klar sein sollte, dass Chemie niemals Seelen- oder Lebensprobleme beheben kann. Wie also bringt man Eltern dazu, dass sie von ihren Ärzten fordern, was die Pharmaindustrie wünscht?

»Ritalin = legalisiertes Kokain« Dr. Block

Hierzu bedarf es einer ausgeklügelten Medienkampagne. Man beginnt mit unwichtigen Blättchen und vorsichtigen Aussagen und endet bei den größten deutschen Tageszeitungen. Hier seien nun die tatsächlichen Ereignisse geschildert im Zusammenhang mit der medialen Bewerbung von Ritalin zu Anfang des neuen Jahrtausends.

„SCHLECKER-REVUE“

Die Kampagne begann vorsichtig mit einem Testartikel in der Kundenzeitschrift einer Drogeriemarkt-Kette. Der Chefredakteur dort hat den gleichen Nachnamen und dieselbe E-Mail-Adresse wie die Sorgentante im Heft, die Psychiaterin ist. Der Artikel gesteht zu: „Trotz Forschung konnte eine definitive Ursache nicht ermittelt werden.“ Gleichzeitig findet sich aber die berüchtigte „Symptom“-Liste im Heft, die jede Mutter überzeugen soll, ihr Kind leide an ADHS:

  • Kann nicht zuhören
  • Bringt nichts zu Ende
  • Wird in der Schule oft wegen seines Verhaltens angemahnt
  • Stört andere Kinder beim Spielen
  • Macht viele Sachen kaputt
  • Hat häufig Unfälle mit dem Fahrrad oder Roller
  • Befolgt weder Ihre noch die Anweisungen des Lehrers

»Ritalin ist hoch suchterzeugend. Es handelt sich um Speed« T. Benedick, Ohio State Pharmacy Board

Als vermutete Ursachen müssen Erbfaktoren und Störungen der chemischen Gehirnabläufe herhalten (und wodurch werden die verursacht?). Aber Ernährungsfehler und Allergien halten „wissenschaftlichen“ Untersuchungen (der Pharmaindustrie) nicht stand.

Jede Mutter gerät in Panik, wenn sie das liest, weil sie höchstwahrscheinlich ihr Kind irgendwo darin wiederfindet. Es ist eine bösartige Taktik, denn jede Mutter will nur das Beste für ihr Kind. So rennt sie zum Arzt und zitiert, was im Käseblättchen stand: „…gerade bei ADS haben sich bestimmte stimulierende Medikamente als erfolgreich erwiesen (z.B. Ritalin).“ Die Mutter denkt: „Wenn es in der Zeitung steht, kann es doch nicht gelogen sein!“ Falls sie auf einen Arzt trifft, der resigniert hat, fällt wieder mal ein Kind der Ritalin-Lüge zum Opfer.

Unartige „Laura“

Kurz nach der Schlecker-Revue erscheint ein mehrseitiger Artikel im Frauenblättchen Laura. Nie gehört? Das Heft mit (damals) 461.960 Auflage kostete DM 1,50 (Auflage im Jahr 2018: 98.554)  und wird im Bauer-Verlag, Hamburg, herausgegeben, der viele für die Gesellschaft nützliche Zeitschriften publiziert – BRAVO, neue Post, tina usw. – und zu 31,5 % am Sender RTL-II beteiligt ist.

»Stark süchtig machend« Amerikanische Drogen-Kontrollbehörde FDA über Ritalin

Laura hat es nicht geschafft, mir ein Muster ihrer Nr. 19/2001 zuzusenden. Trotz zweimaligen telefonischen Nachhakens und erneuter Bestellung per E-Mail – sechs Wochen, ohne dass das Heft bei mir eingetroffen wäre. Ein Armutszeugnis.  Kein Wunder, dass Laura auch inhaltlich den Vogel abschießt. Tenor der Geschichte: Bevor die Kinder Psychopharmaka bekamen, waren sie schrecklich, die Eltern verzweifelten. Seitdem die Kinder Drogen (Ritalin) nehmen, kommen sie wieder lachend und fröhlich aus der Schule. Schöne, heile Welt durch tolle Chemie. Da die Kinder solche Erfolge hatten, merkten auch die Eltern, „dass sie selbst betroffen (krank) sind“, nehmen nun selbst Chemie – und alles wurde wunderbar bunt.

Auch die Laura kommt nicht ohne Selbstdiagnoseliste aus, dieses Mal allerdings speziell für Erwachsene:

  • Es fällt schwer, sich zu konzentrieren
  • Alltagsorganisation fällt schwer
  • Man schiebt alles vor sich her
  • Es gibt häufigen Stellen- und Berufswechsel
  • Geringes Selbstwertgefühl
  • Dauernde Erschöpfung
  • Innere Unruhe
  • Probleme mit Reizüberflutung

Bei der Frage nach der Ursache ist sich die zitierte Fachfrau inzwischen schon sicher: „Eine genetisch bedingte Stoffwechselstörung im Gehirn.“ Und selbstverständlich gibt es inzwischen auch schon zwei Arten von ADS, die mit Hyperaktivität und die ohne.

Irre auch, mit welchen Weichklopfern Laura arbeitet: „Ich wollte wie die anderen sein, aber ich gehörte nicht dazu“ oder: „Für mich ist es sehr wichtig, dass ich eine Erklärung habe, jetzt weiß ich, dass ich nicht dumm bin.“ oder: „Heute kann ich ganz anders mit Leuten umgehen, kann planen und habe ein besseres Zeitgefühl.“

Nachdem man sich seitens der Laura beharrlich weigerte, mir die Nr. 19 zuzusenden, habe ich mir mal die Nr. 20 am Kiosk gekauft. Ist ja eh ein Heft wie’s andere. Darin enthalten 11 Werbeanzeigen von Chemie- und Pharmaunternehmen: Bayer, Boehringer, Pharmaton und natürlich Novartis München (Ritalinhersteller). Ist es nur ein Zufall, dass die Ritalin befürwortende Psychiaterin in Heft 19 ebenfalls aus München kam?

»Vielleicht ist eher eine Gesellschaft psychisch krank, die bedenkenlos ihre Jugend mit legalen Drogen vollstopft und sich viel zu wenige Gedanken um die Folgen macht.« raum&zeit 111, Ehlers Verlag GmbH

„Blöd“ am Sonntag

Auch der Artikel in der „Laura“ geht durch. Keine Beschwerden oder Krawalle. Der „dumme Pöbel“ schluckt’s. Nun wagt man sich an die Blöd am Sonntag, die immerhin schon mehrere Millionen Leser hat(te) – heute, 2018, gerade noch eine Million. Wenn’s schief geht, „stand es ja bloß in der Blöd!“ Und was hat Blöd am Sonntag zu vermelden: Im kindlichen Gehirn versage ein Filter, die Eltern können nichts dafür, keine falsche Erziehung (uff, nochmal Glück gehabt). Es sei auch nicht wahr, dass Ritalin suchterzeugend sei (das hat ja auch bloß das US-Justizministerium behauptet).

»Alle Zweige der Armee lehnen Aspiranten ab, die Ritalin oder ähnliche Drogen nehmen oder genommen haben, die das Verhalten ändern.« Peter R. Breggin zitiert das Pentagon

Ritalin erleichtere auch nicht den Einstieg in eine spätere Drogenkarriere, sondern wirke ihr entgegen. Die Neigung zur Sucht würde um bis zu 95 Prozent gesenkt (wussten Sie übrigens schon: Die Chance, einen Schnupfen zu kriegen, sinkt um 95 Prozent, wenn man schon einen hat).

Dann kommen Krankenkassenblätter wie das DAK-Magazin, die seriöser anmutende „Welt am Sonntag“, Tageszeitungen, wie die Winnender Zeitung (in Winnenden hat eine große Landespsychiatrie ihren Sitz). Am Ende dann Spiegel und FAZ. Und Erfahren wir Neues? Ja:  Angeblich schrecken Deutschlands Kinderärzte vor der Verordnung sog. Stimulanzien zurück und würden falsch behandeln, so der herbeizitierte Experte. ADHS sei zu lange falscher Erziehung angelastet worden. Jetzt soll ein Kongress für die Gehirnwäsche der Ärzte sorgen. Ach: Und bis zu 10 Prozent aller Kinder leiden an dieser „Krankheit“ (im Schlecker-Artikel waren es noch 4 Prozent). „Die Datenverarbeitung im Gehirn“ sei gestört.

Prima, machen Sie das doch mal mit Ihrem Computer: Wenn die Datenverarbeitung gestört ist, streuen Sie einfach Kokain auf die Festplatte. Wundern Sie sich aber nicht, wenn seltsame Farben am Bildschirm auftauchen.  Man könnte ewig weiterzitieren. Immer dieselbe Drehorgel. Der eine „Experte“ behauptet dies, der andere jenes. Doch wahre Experten würden dafür sorgen, dass es immer weniger Krankheiten und Beschwerden gibt, nicht aber immer mehr.

Wahre Experten würden für eine Lösung der tatsächlichen Probleme sorgen, bräuchten also keine giftigen Chemikalien.

Fazit

Analog zur Geschichte von ADHS und Ritalin wurden und werden Tausende schädliche Medikamente und legale Drogen in den Markt eingeführt. Die Sache funktioniert nicht nur bei Psychoproblemen und Psychopillen, sondern fast überall im Bereich der Schulmedizin.

Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, lesen Sie unser Themenheft „PHARMA – die verschwiegenen Skandale der Saubermänner“ oder schauen Sie sich die hervorragend recherchierten DVDs an, die wir Ihnen auf www.sabinehinz.de vorstellen.  Alsdann könnten Sie erkennen, dass fast überall dasselbe Erfolgsrezept verwendet wird. Es wird Zeit, dass wir dieses Betrugsmanöver beenden!

Links: „Ein Milliardengeschäft – gefährliche Psychopharmaka”: 8 von 13 Schießereien an US-Schulen wurden von Teenagern begangen, die vor ihrer Tat Psychopharmaka bekamen, von denen bekannt ist, dass sie als „Nebenwirkungen“ Gewaltausbrüche, den Drang zu zerstören und zu töten auslösen können. Die DVD (Spieldauer 94 Min.) beinhaltet 8 Filme und 175 Interviews mit Aussteigern der Pharmaindustrie, Gesundheitsexperten, Familienangehörigen von Psychiatrieopfern und Überlebenden. Es ist die Geschichte einer 330 Milliarden Dollar schweren psychiatrischen Industrie, die nicht einen einzigen Heilerfolg vorweisen kann. Stattdessen sterben jedes Jahr ungefähr 42.000 Menschen an den Folgen der Einnahme von Psychopharmaka – Tendenz steigend.

Mitte: „Die Vermarktung erfundener Krankheiten – sind wir alle psychisch krank?“: Die ideale Ergänzung zu diesem Artikel. Der Film (Spieldauer: 180 Minuten!) schildert die Geschichte der einträglichen Allianz zwischen Psychiatrie und Pharmaindustrie, die zu einem 80-Milliarden-Dollar-Umsatz mit Psychopharmaka geführt hat. Diese DVD deckt den Betrug psychiatrischer Schwindel-Diagnosen auf, mittels derer sie ihre Psychopharmaka auch an normale Leute zu verkaufen versucht.

Rechts: „Die Todesfalls – wie Psychopharmaka Ihr Kind töten können!“: Ein zutiefst erschütternder Dokumentarfilm, der aufzeigt, wie verheerend – und tödlich – sich Psychopharmaka auf Kinder und Familien auswirken können. Hinter den schrecklichen Statistiken der Todesfälle, Selbstmorde, Geburtsfehler und schwerwiegenden schädlichen Nebenwirkungen stehen die menschlichen Schicksale dieser Psychopharmaka-Epidemie: die persönlichen Erfahrungen von Verlust und Mut jener Menschen, die diesen schrecklichen Preis zahlen mussten. Psychiater behaupten, dass ihre Psychopharmaka für Kinder sicher seien. Sobald Sie gehört haben, was acht tapfere Mütter, ihre Familien, Gesundheitsfachleute, Drogenberater und Ärzte zu sagen haben, werden Sie von einer Sache überzeugt sein: Die Psychiatrie und die von ihr verschriebenen Psychopharmaka sind eine Todesfalle! (Spieldauer 90 Minuten, Beilage: 36-seitiges Heft: „Was Sie tun können“).

Michel Kent

Schriftsteller und Buchautor

Erfahren Sie mehr:

Themenhefter Pharma

Die verschwiegenen Skandale der Saubermänner

DVD: Klima der Angst

Hier geht es um falsche Ansprüche, Korruption, schädigende Behandlungsmethode uvm.
Packende Dokumentation mit vielen Interviews.

DVD: Der unsichtbare Feind

Der heimliche Plan der Psychiatrie

DVD: Diagnostisches und Statistisches Manual (DSM)

Tödliches Blendwerk der Psychiatrie

DVD: Psychiatrie

Tod statt Hilfe

DVD: Die Todesfalle

Wie Psychopharmaka Ihr Kind töten können

600ER DEPESCHEN-STICK

Alle originalen Depeschen von Ausgabe 1- 600 (in Farbe) auf einem USB-Stick (4 GB)