Lebe Dein Leben

Lebe Dein Leben

Lebe Dein Leben

 

Hast Du schon einmal ein Kind beobachtet, wie es Schmetterlingen hinterherläuft oder Muscheln sammelt am Strand? Die Augen des Kindes strahlen. Voller Staunen erlebt es jeden Augenblick. Jede Blume, jeder Stein, alles ist bedeutsam. Für das Kind ist alles ein Wunder. Eines ist sicher: Das Kind lebt im Paradies. Nicht etwa, dass das Paradies ein besonderer Ort wäre. Es ist einfach der klare Zustand unseres Bewusst-Seins – unser natürlicher Zustand. Das Paradies befindet sich nicht irgendwo „dort“, es ist immer „hier und jetzt“! Ein Kind ist noch ohne Ego*, es kennt nur die Gegenwart. Deshalb besitzt es etwas, was der Erwachsene verliert. Dieses „Etwas“ muss wieder gefunden werden, denn es ist das Kostbarste auf der Welt – unser wahres Sein.

Dieser Artikel ist eine Erinnerung, dass das Kostbarste in jedem von uns nur darauf wartet, wieder entdeckt zu werden. Egal in welcher Situation wir uns im Leben befinden, egal welche Erfahrungen hinter uns liegen, in dem Augenblick, in dem wir uns für unser wirkliches Leben entscheiden, beginnt der Neuanfang. Schluss damit, ständig in den Rückspiegel zu blicken! Was vor uns liegt, zählt – und wir sind frei, in diesem Augenblick, ein neues Leben zu beginnen. Glück ist nichts, was man im Außen suchen muss. Wir haben unser Glück immer noch in uns, nur „aus den Augen verloren“, wir haben vergessen, wer wir wirklich sind. Wir sind „eingeschlafen“ und haben uns mit allerlei Meinungen „betäubt“ – und identifiziert. Wir glauben zu wenig an uns selbst und zu sehr an das, was andere über uns sagen. Die gute Nachricht ist: Wir brauchen uns nur an uns zu „erinnern“. Wer sich an sein wahres Selbst erinnert hat, der lacht über seine bisherige Selbstvergessenheit und spielt das Spiel des Lebens erwacht und mit Freude. Diese Zeilen sind für Menschen, die bewusst und frei leben und ihre Vision verwirklichen wollen.

Die Odyssee

Eine Odyssee ist eine Irrfahrt, eine lange, mit vielen Hindernissen verbundene Reise. Ist nicht auch unser Leben eine Reise durch unbekanntes Land? Ein ständiges Wandern und Suchen, ohne wirklich zu wissen, wonach man eigentlich sucht?

Der Fisch im Wasser ist nicht durstig – das weiß jeder. Nimmt man den Fisch aber aus dem Wasser, dann wird er sich zum ersten Mal bewusst, dass er im Wasser war, dass das Wasser seine Existenz bedeutet, dass es sein ganzes Leben ist. Jetzt entsteht die Sehnsucht, der Fisch ist „durstig“, er will zurück.

Auf die gleiche Weise verliert ein Kind seine Kindheit, seine Unschuld, seine Ursprünglichkeit, sein Klarheit – und nach langer Suche muss dieses Wie-ein-Kind-Sein wiedergefunden werden. Der tiefe Wunsch, nach Hause zu kommen – das ist das Gold, nach dem die Alchemisten gesucht haben, eine zweite Geburt, eine zweite Kindheit.

Ein Lachs kann einen Süßwasserstrom riechen, selbst wenn er viele Meilen weit draußen im Ozean schwimmt. Der Lachs kann sogar erkennen, dass dieser Frischwasserstrom sein Geburtsort, sein zu Hause war. Genau wie dieser Fisch dem feinen Geruch in einem riesigen Ozean folgt, so müssen auch wir unserem Herzen folgen zu unserem wahren Zuhause. In Wirklichkeit haben wir unser Zuhause nie verlassen, außer in unserem Traum. Diesen Traum – für viele ist es ein Alptraum – diese Illusion nennt man das „Ego“.

Das Ego ist ein ganz natürliches Stadium in der menschlichen Entwicklung, aber es ist nicht das Ziel, sondern nur ein Durchgang, eine Passage. Es geht noch weiter. Solange wir aber diese Illusion aufrechterhalten, leben wir als jemand, der wir in Wirklichkeit gar nicht sind. Deshalb gibt es so viele unglückliche Menschen auf der Welt, denn als Ego zu leben, heißt, unendlich leer zu sein. Ein Ego findet nie Erfüllung.

Erst wenn wir „genug“ davon haben, wenn wir den Alptraum des Egos nicht mehr aushalten und die Sehnsucht in uns erwacht, wirklich aufzuwachen, zu Bewusstsein zu kommen, authentisch als Individuum zu leben und wir selbst zu sein, erst dann fällt alles Falsche und von außen Aufgesetzte von uns ab – und das wirkliche Leben kann beginnen!

Erkenne Dich selbst!

Dieser Artikel soll Dich daran erinnern, dass das, wonach Du Dich tief in Deinem Herzen sehnst, ganz real existiert, dass es Erfüllung wirklich gibt.

Ganz sicher wirst Du Dich auf den nächsten Seiten wiederfinden. Du bist richtig „hier“, sonst hieltest Du diese Depesche nicht in der Hand. Betrachte es als eine Einladung, Dein Versprechen, das Du Dir selbst einmal gegeben hast, einzulösen. Dieses Versprechen heißt: Erkenne Dich selbst! Sei Du selbst! Lebe Dein Leben! Verwirkliche Deine Vision!

Wenn Du fragst, wie Du das herausfinden sollst, hast Du auch die Antwort – in Dir! Du hast sie nur vergessen. Und wenn Du sie vergessen hast, brauchst Du Dich nur zu erinnern. Wenn Du bereit bist aufzuwachen und Deine Wahrheit zu leben, dann komm, und folge – zu Dir. Folge Dir in eine wunderbare Welt voller Möglichkeiten. Wenn Du beginnst, Dich selbst anzunehmen, dann erschließt sich immer mehr von dem, was in Dir darauf wartet, sich zu entfalten. Mit dem menschlichen Geist verhält es sichwie mit einem Fallschirm: Er nützt nur etwas, wenn er sich entfaltet.

Der versteckte Schatz

Die Götter haben den größten Schatz des Universums im Menschen selbst versteckt. Wer nach Innen geht und sich er-innert, der ist der wahrhaft reichsteMensch auf der Welt.

Träumen und erwachen, vergessen und erinnern, davon handeln diese Zeilen – und ich bin mir sicher, am Ende des Artikels sagst Du mit Freude: „Ich lebe mein Leben – und ich fange jetzt damit an!“ Und wenn ich Dich bei der Verwirklichung Deiner Wünsche, Ziele und Visionen begleiten und unterstützen kann, dann lass es mich wissen, denn „darum“ bin ich hier.

Das einzige Glück heißt, Du selbst zu sein

Es ist Dein Leben. Du musst niemanden um Erlaubnis fragen, um glücklich zu sein. Befreie Dich von allem, was Dich davon abhält, Dein Leben zu leben. Lass nutzlose Überzeugungen los! Lass Dich nicht länger daran hindern, Du selbst zu sein! Es braucht Mut, seinen eigenen Weg zu gehen, denn die Leute reden … lass’ sie! Dieser Artikel wird Dich daran erinnern, dass es nur eine Wahrheit und eine Stimme gibt – DEINE.

Die Blume liebt sich selbst, sonst könnte sie nicht wachsen. Ist diese Blume deshalb egoistisch? Ist der Vogel egoistisch, weil er sein eigenes Lied singt? Ist Die Sonne egoistisch, weil sie scheint? Nein, es ist natürlich und authentisch. Folge Deiner wahren Natur. Jeder hat Wünsche, Ziele, eine Vision, einen Lebenstraum. In Wahrheit sind wir alle Zauberer, aber wir sind eingeschlafen, haben uns vergessen und das Zaubern verlernt. Daher dieser Weckruf an den Zauberer in Dir: Wach auf und lebe Dein Leben! Ein weiser Mann hat einmal gesagt: „Ihr seid alle schlafende Götter.“ Diese Zeilen sind für Götter, die erwachen wollen.

Ein Weckruf an Dich

Alle Bäume, Blumen, Vögel, Lebewesen leben ihr Leben – echt, ehrlich und authentisch. „Lebe Dein Leben“ – ist daher das Natürlichste der Welt.

Eigentlich sollte die Aufforderung: „Lebe Dein Leben!“ eine Selbstverständlichkeit beschreiben, aber es ist offensichtlich, dass es nicht so ist. Überall in der Natur ist es normal, außer beim Menschen. Nur selten einmal gelingt es einem Menschen, wirklich zu seiner wahren Größe heranzuwachsen.

Der Mensch scheint das einzige Lebewesen zu sein, das sich gegen seine wahre Natur entscheiden kann – bzw. Sich dazu verleiten lässt. Das mag die Freiheit des Menschen sein. Menschen können wählen, sie können „gegen sich selbst kämpfen“, Tiere können das nicht. Darum sind die Tiere so glücklich, weil sie als eine natürliche, gesunde Einheit leben. Tiere sind eins mit sich selbst, Menschen sind oft entzweit, gespalten.

Das Genie, das in jedem Menschen darauf wartet zu erwachen, ereignet sich deshalb so selten, weil niemandem erlaubt wird, seiner natürlichen Bestimmung zu folgen und als der zu leben, der er wirklich ist. Meinst Du, Du kannst zufrieden sein, wenn Du versuchst, die Erwartungen anderer zu erfüllen?

Glaubst Du, Deine Bestimmung darin zu finden, den Weg der Anpassung zu gehen und Dein wahres Wesen zu verleugnen? Kannst Du wirklich glücklich sein, wenn Du als jemand lebst, der Du gar nicht bist?

Die Antworten auf diese Fragen sind sehr einfach. Und dennoch verbiegen sich viele Menschen. Anstatt als befreite Individuen zu leben, sind sie unglücklich im Gefängnis von Meinungen und Überzeugungen, die sie daran hindern, ihre Grenzenlosigkeit zu erkennen und zu leben.

Unglück ist auch der Preis der Anpassung, denn der gemeinsame Nenner der Masse ist das niedrigste Niveau. Anstatt ehrlich ihren individuellen Weg zu gehen, funktionieren viele Menschen heute wie Maschinen in einer Fabrik, wie Rädchen in einem System – ganz so, als hätten die Menschen keine Seele.

Seit meiner Kindheit frage ich mich: „Warum?“ Warum leben Menschen nicht ihr Leben? Warum leben sie nicht natürlich? Warum tragen Sie Masken? Warum finden sich die meisten damit ab, ein durchschnittliches Leben zu leben? Warum leben viele fremdbestimmt von außen nach innen? Ein schöpferischer Mensch lebt von innen nach außen – gemäß der eigenen Vision, die er in seinem Herzen trägt.

Wovor haben die Menschen Angst? Ja, es braucht Mut, und Mut ist eine Eigenschaft des Herzens. Offensichtlich gibt da der Kopf den Ton an, obwohl er dem Herzen dienen sollte.

Freiheit oder Sklaverei

Es gibt zwei sehr unterschiedliche Ansichten über den Menschen. Die eine Ansicht wird von Menschen vertreten wie von Dir und mir. Diese Menschen nennen sich Individuen*. Das bedeutet: Du bist von Natur aus frei! Frei, Dein Glück zu finden, frei, Dein Leben zu leben und selbst über Dich zu bestimmen, frei, Deine Originalität auszudrücken und authentisch zu sein, eben der oder die zu sein, der DU wirklich bist. Diese Sichtweise spiegelt sich in einem Leben wider ohne Bevormundung, ohne Einschüchterung, ohne Zwänge.

Die zweite Ansicht ist die, dass der Mensch kein Individuum ist. Das heißt, dass Du nicht frei bist und Dein Leben nicht selbst bestimmen kannst oder darfst. Nach dieser Ansicht bist Du einfach nur eine „Nummer im System“, ein „menschlicher Rohstoff“, der kontrolliert und benutzt werden muss für „das große Ganze“. Das heißt auch, Dein Körper, Deine Arbeitskraft, Dein Geist und Deine Talente gehören nicht Dir, sondern sind Eigentum der „Gesellschaft“ und ihrer Vertreter, welche die Herde führen und sie bevormunden. Wer sich dort wiederfindet, der wird früher oder später zu einem Opferschaf, natürlich „für eine gute Sache“ – zum Wohle der Gemeinschaft.

Thomas Jefferson, der dritte Präsident der USA, hat einmal gesagt: »Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf entscheiden, was es zu Essen gibt«. 

Demokratie ist also offenbar nicht Dein Freund! Der einzige Ausweg, um nicht wie ein Schaf geschoren zu werden, ist, kein Herdenschaf, sondern ein wirkliches Individuum zu sein. Deshalb ist die beste Wahl, Dein Leben bewusst selbst zu bestimmen, denn sonst bestimmen andere darüber. Glaubst Du nicht auch, selbstbestimmt und frei zu leben, ist eine gute Idee!?

Priester, Politiker, Eliten – alle lieben die Kontrolle

Früher saßen die Patrioten in den Parlamenten und die Kriminellen im Gefängnis. Heute sitzen die Patrioten im Gefängnis und die Kriminellen … Wie die Zeiten sich ändern. Natürlich gibt es Ausnahmen. Aber 95 Prozent der Eliten, der Priester, Politiker und „Global-Player“ missbrauchen die Menschen für ihre eigenen kranken Ziele.

Sie wissen seit Langem, wie man Menschen beherrscht und unterdrückt: Man halte sie unwissend über die wirklichen Zusammenhänge, zerstöre ihr Selbstvertrauen, lehre sie Angst und Gier. Angst vor der Hölle und Gier nach dem Himmel.

Da Priester falscher Religionen inzwischen altmodisch geworden sind, haben die Politiker deren Rolle mehr und mehr übernommen. Die Politiker haben von den Priestern gelernt und setzen ihre hässliche Tradition fort. Der König sagte einst zum Bischof: „Du hältst sie dumm, ich halt sie arm.“ Heute sagt der Präsident bzw. Kanzler zum Medienmogul* dasselbe.

Machthaber, Politiker und Priester wissen genau, dass man Menschen am besten unten halten (unterhalten) und missbrauchen kann, wenn man sie programmiert. Heute leichter als früher „Soma* für alle!“ 24 Stunden am Tag durch Fernsehen und Nachrichten. Und wenn die Köpfe der Menschen erst einmal voll von fremden Programmen sind, dann funktionieren sie wie Automaten im Sinne ihrer Programmierer.

Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Nur der Kopf bzw. Der Verstand kann programmiert werden, das Herz nicht. Das ist das Schöne am Herzen, es kann nicht konditioniert* werden. Sobald man wieder im Herzen verwurzelt ist, ist der Spuk der Fremdbestimmung vorbei! Jetzt weiß man, wer man wirklich ist und man geht seinen Weg des Herzens.

Selbstvertrauen

Es fällt den meisten Menschen leichter, an Außerirdische zu glauben, als an sich selbst. Auch den Neuzeitpriestern (den sprechenden Köpfen in den Nachrichten) glaubt man mehr als der Wahrheit des eigenen Herzens. Und so lange das so ist, so lange leben die meisten Menschen nicht ihr Leben, sondern führen wie Sklaven fremde Befehle aus.

Goethe hat einmal gesagt: »Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein.« Viele halten sich für frei, weil sie keine physischen Ketten tragen, aber dafür haben sie andere Fesseln. Da meine ich nicht einmal Schulden bei der Bank, emotionale oder finanzielle Abhängigkeit von anderen Menschen oder vom Staat. Die Freiheit, die es braucht, das eigene Leben wirklich authentisch zu leben, ist die innere Freiheit. Wer in einem geistigen Gefängnis lebt, der ist ein Gefangener seiner eigenen Konditionierungen und Programme.

Frei sein und Grenzen überschreiten

Wir leben wie in einem Zoo, einem menschlichen Zoo – eingezäunt von unseren Überzeugungen – und wir haben Angst, über diese Grenzen hinauszugehen. Aber es ist möglich, nicht immer ganz leicht, aber möglich. Freiheit beginnt mit Bewusstheit. Wie bewusst willst Du sein? Die Entscheidung für ein bewusstes, für ein erwachtes Leben ist das größte Geschenk, das man sich selbst und der Welt machen kann.

Wenn Du still wirst, wenn die fremden Stimmen im Kopf verschwinden, dann vernimmst Du eine leise Stimme. Deine! Jetzt kannst Du die Herde verlassen ohne zu leiden, denn Du weißt, dass Du Deinen individuellen Weg gehen musst. Und das Schöne am eigenen Weg ist, dass man auf einmal immer mehr Menschen begegnet, die sich auch dafür entschieden haben, authentisch zu leben. So lange man sich angepasst hat, so lange war man umgeben von Angepassten, die den Zustand der Anpassung an ein krankes System noch verstärkt haben. Sobald man sich auf den Weg macht und ein befreites und glückliches Leben zum Ziel hat, trifft man auf Gleichgesinnte.

Im Wörterbuch findet man unter dem Begriff Freiheit Aussagen wie: »Freiheit ist die Möglichkeit, ohne Zwang zwischen verschiedenen Möglichkeiten auswählen und entscheiden zu können«. Also ein Zustand der Autonomie* eines handelnden Menschen. So weit so gut. Nur ist den meisten Menschen offensichtlich nicht bewusst, dass sie wählen können. Mit „Wahl“ meine ich hier natürlich nicht die Kommunal-, Landtags- oder Bundestagswahl – dort wählt man ja nur unter ähnlichen Übeln aus. Darum heißt es auch so schön: „Wer seine Stimme abgibt, der hat keine mehr.“

Die wichtigste Wahl ist die bewusste Entscheidung, wirklich zu leben, frei und glücklich zu sein. Offensichtlich ist oder war den meisten Menschen bisher aber „etwas anderes“ wichtiger als Freiheit und Glück, sonst wäre diese Welt freier und glück-licher. Statt dessen ist die Welt eine Welt der Abhängigkeiten.

Benjamin Franklin hat einmal gesagt: »Wer seine Freiheit opfert, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.«

Leider entscheiden sich die meisten Menschen für das Leid bringende Bekannte, das scheinbar „Sichere“ und „Traditionelle“. Sie wählen Politiker statt Selbstverantwortung, Bequemlichkeit statt Wahrheit, Abhängigkeit statt Verantwortung, Gewohnheiten statt Bewusstsein, Moral statt Erleuchtung, Sicherheit statt Freiheit, Glauben statt Selbsterkenntnis, Gesetze und Verträge statt Liebe.

Befreit zu leben, ist die Absicht jedes Menschen, nur manchmal kommt etwas dazwischen. Das ist nicht weiter schlimm. Erst mit dem Verlust der Freiheit lernt man sie noch mehr zu schätzen und setzt alles daran, sie wieder zu erlangen.

Traurig wird es nur, wenn man Freiheit einbüßt, ohne sie sich wieder zu holen. Auf den nächsten Seiten wird gezeigt, „wie“ Freiheit verloren geht und wie man sie sich wieder zurückholt. Auch geht es darum zu erkennen, warum unser Leben so ist, wie es bisher war und was man selbst tun kann, um es so zu gestalten, wie es einem wirklich entspricht. Freiheit ist ein unabkömmliches Fundament, auf dem man ein märchenhaftes Leben erschaffen kann.

Lebensreise des Menschen

Ein Kind wird geboren, aber es darf nicht werden, was es gekommen ist zu sein. Es wird konditioniert und angepasst – alles „zu seinem Besten“. Es wächst heran, hat bald vergessen, wer es wirklich ist, denn sein natürliches Zentrum hat man ihm weggenommen. Weil man aber ohne Zentrum nicht leben kann, bekommt das Kind ein neues Zentrum von der Gesellschaft „geschenkt“. Dieses Zentrum ist ein künstlicher Ersatz.

Ab da lebt das Kind als Ego, als Person, trägt eine Maske. Seine Natürlichkeit, seine Individualität ist weit dahinter versteckt. So weit entwickelt (verwickelt) sich jeder Mensch ganz mühelos, denn die Masse lebt diese Tradition ungefragt vor, und es liegt in der Natur der Dinge, dass Kinder alles nachmachen, was sie vorgelebt bekommen.

Dann kommt das längste Seminar im Leben – die Schule. Im heimlichen Lehrplan ist vorgesehen, dass das Kind lernt, die Dinge so zu nehmen, „wie sie sind“. Hier verlernt es die natürliche Freude am Lernen und wird mit totem Wissen vollgestopft. Genau so, wie man in den Medien Unwesentliches hochspielt, um nicht über Wesentliches zu berichten, oder alle Zuschauer mit Negativität überhäuft, so lernt das Kind in der Schule alles, was sich für einen Menschen gehört, der ein künstliches Leben führt, alles, was den Menschen noch weiter von seiner Natur entfernt.

Wenn das Kind dann aus der Schule kommt, ist sein Kopf zu groß für sein Herz. Jetzt, mit 18, hat es seine Klarheit verloren, jetzt ist es erwachsen und hat so viel Verwirrung angesammelt, dass es an den Geschäften der Welt teilnehmen und die Volksvertreter wählen darf.

Dann folgen Beruf, Familie, Karriere – eben ein „normales Leben“ als jemand, der man gar nicht ist. Viele Menschen schlafen an dieser Stelle ganz ein. Deshalb verwundert es nicht, wenn die meisten Menschen im Alter zwischen 20 und 30 sterben, aber erst mit 70 oder 80 Jahren begraben werden. In der Zwischenzeit werden viele einfach nur alt oder besser gesagt, sie leben nicht länger, sie sind nur länger krank.

Künstliche Gesellschaft –Zwangsjacke für die Seele

Aber es geht noch weiter. Das Wachstum ist noch nicht beendet, nur weil der Körper 18 und älter ist. Die geistige Entwick-lung des Menschen setzt sich unaufhörlich fort! Die normale Gesellschaft ist nur eine Passage. Kein Platz, um sich häuslich einzurichten. Eine Gesellschaft ist wie eine Brücke. Auf einer Brücke wohnt man nicht, dort baut man kein Haus. Man geht über die Brücke. Das Ziel liegt auf der anderen Seite.

Die Raupe eines Zitronenfalters verpuppt sich irgendwann, aber das Ziel ihres Lebens ist nicht der Kokon, sondern das Leben als Schmetterling. Bleib nicht stecken im Kokon der Gesellschaft. Spiel eine Weile mit und dann geh darüber hinaus! Geh einfach weiter! Erkenne, dass du nicht Deine „Persönlichkeit“ (Maske, Rolle) bist, lass sie fallen, damit sich Deine Individualität entfalten kann.

Die Rolle, die Du im Theaterstück des Lebens verkörperst, bist nicht Du. Du wurdest mit einem ursprünglichen Gesicht geboren, ohne Maske! Deine Individualität ist Dein Wesen, das bist Du. Dieses natürliche Wesen hat Dir die Existenz geschenkt. Und das Lied, das Du in Deinem Herzen trägst, kannst Du erst singen, wenn Du das Falsche losgelassen hast. Deine Individualität beginnt sich in dem Moment zu entfalten, wo Du die Meinung der anderen, wo Du die Masse hinter Dir lässt.

Es braucht sehr viel Mut, Du selbst zu sein. Erst wenn Du nur noch eins willst – Du selbst sein um jeden Preis –, wenn es Dir egal ist, ob Du verurteilt wirst und Dein Ansehen verlierst, wenn Du bereit bist, all das in Kauf zu nehmen und aufzuhören ein anderer zu sein, dann wird Dein wahres, ursprüngliches Wesen wachsen und Deine Individualität wird aufblühen. Von dem Moment an hat der Herdenzwang für Dich keine Bedeutung mehr, Du bist neu geboren und frei. Jetzt brauchst Du keine Maske mehr, Du kannst einfach Du selbst sein!

Im Leben am falschen Platz zu sein tut weh

Anstatt natürlich und befreit zu leben, sind wir an tausend unsichtbare Stricke gefesselt. Unbewusst bewegen wir uns nach längst veralteten Programmen. Wie in Zwangsjacken, die uns gerade so viel Luft holen lassen, dass wir geistig und seelisch nicht ersticken, schlafwandeln wir umher und nennen das „unser Leben“. Wir sind gefangen in Verhaltensmustern, Gewohnheiten oder von außen aufgesetzten Idealen. Und unsere Träume sind irgendwo unterwegs verloren gegangen. Deshalb können wir nicht wir selbst sein und schon gar nicht gesund und glücklich.

Wenn aber unser Leben daraus besteht, die krankmachenden Erwartungen der anderen zu erfüllen, wenn wir nicht „nein“ sagen können und anderen erlauben, sich in unser Leben einzumischen oder unsere Freiheit zu beschneiden, wenn wir versuchen, es jedem recht zu machen, wenn wir anderen blind oder nicht selbstbestimmt folgen, dann sind wir „am falschen Platz.“ Dann ist das ganze Leben ein langsames Sterben, quasi ein Warten auf den Tod.

Natürlich können wir unsere Unzufriedenheit verstecken und andere täuschen, wir können ein Lächeln aufsetzen, können sagen, wie großartig es uns geht, obwohl uns zum Weinen ist, aber wir wissen, dass unser Lachen nicht echt ist. Wir wissen innerlich ganz genau, dass unser Leben leer ist und dass wir uns etwas vormachen. Andere können wir vielleicht täuschen, uns selbst aber nicht.

Mal Hand aufs Herz: Kann ein Mensch glücklich sein, wenn er als jemand lebt, der er gar nicht ist? Unzufriedenheit, ein Gefühl innerer Leere und Leid sind die Folge. Aber kaum jemand fragt sich dabei ernsthaft:

Warum leide ich?

Wie es Selfmade-Millionäre gibt, gibt es auch Selfmade-Leidende. Diese Millionäre haben aus Nichts etwas gemacht, sind selbst dafür verantwortlich. Niemand hat ihnen etwas geschenkt. Sie haben ihren Erfolg selbst verursacht. Misserfolg ist auch selbstverursacht, denn wir alle spielen das Spiel des Lebens eingebettet in universelle Gesetze. Das wichtigste Gesetz lautet: Ursache und Wirkung. Wenn mir Wirkungen in meinem Leben nicht gefallen, muss ich die Ursachen ändern, mich! Denn ich bin die Hauptursache in meinem Leben. Jeder hat die gleichen Voraussetzungen, aber nicht jeder wendet die Gesetze des Lebens richtig an. Nur wer die ganze Verantwortung für sein Leben übernimmt, kann alles verändern. Wenn wir leiden, dann ist die Ursache dafür bei uns selbst zu finden.

Wir leiden,

wenn wir vergessen oder verleugnen, wer wir wirklich sind, wenn wir uns anpassen, denn Anpassung an eine kranke Masse bedeutet Tod für die Individualität.

Wir leiden,

wenn wir uns durch die Augen der anderen werten, wir unsere wahren Ziele aus den Augen verlieren, wir den Sinn unseres Lebens nicht (er)kennen, wir unsere Vision vom Leben nicht verwirklichen, wir uns oder einen Teil von uns ablehnen, wir unsere Einzigartigkeit nicht wertschätzen, • wir um Bestätigung, Anerkennung, Aufmerksamkeit betteln,
wir die Meinung der anderen für zu wichtig halten, wir unsere Ursprünglichkeit verstecken und Masken tragen, wenn wir versuchen, die Erwartungen der anderen zu erfüllen, wir eine Rolle spielen, für die wir nicht bestimmt sind, wir im Leben Dinge tun, die wir nie tun wollten und wenn wir mit Menschen zusammen leben, mit denen wir nicht zusammen sein wollen.

Wir leiden,

wenn wir blind nachmachen, was andere vormachen, wenn wir glauben, wir müssten die Dinge so nehmen, wie sie sind,  wir unser Leben nicht selbst bestimmen (denn dann bestimmen andere darüber). Wir leiden,  wenn wir uns gegen die Natur entscheiden und ein künstliches Dasein vorziehen,  wenn wir unsere Gedanken nicht beherrschen, sondern davon beherrscht werden,  wenn wir an der Vergangenheit festhalten und nicht loslassen können,  wenn wir erwarten, dass andere uns gesund, reich oder glücklich machen,  wir uns ohne unser Wissen programmieren oder manipulieren lassen,  wir die meiste Zeit in Gedanken sind und unbewusst leben  und wenn wir durch Sorgen, Zweifel oder Angst unsere Lebensenergie aufbrauchen.

Und wir leiden, weil wir uns immer wieder dafür entscheiden, indem wir das Gestern, das „Bekannte“ immer wiederholen, weil es sicher scheint, weil wir uns darin auskennen.

Wir leiden also auch, weil es eine Gewohnheit geworden ist, sich immer wieder dafür zu entscheiden. Vielleicht sind uns unsere Entscheidungen nicht bewusst? Vielleicht sind wir die meiste Zeit unbewusst und fahren auf „Autopilot“? Dann bewegen wir uns ganz sicher in eine falsche Richtung: nämlich weg von uns und unserer Erfüllung. Leider wird diese „Tradition“ von Generation zu Generation weitergegeben. Von „Erziehung“ kann keine Rede sein, denn Kinder machen alles nach. Am meisten machen sie das nach, was die Eltern vorleben. Es ist, als ob die ganze Menschheit einen tiefen Dornröschenschlaf schläft.

Träumen und erwachen!

Das ist ein Weckruf an Dich. Gefällt Dir Dein Leben? Wenn nicht, dann tu’ etwas! Ändere es, wenn Du willst. Wach auf! Wach auf aus dem Alptraum, den die Masse der Menschen träumt. So lange Du anderen folgst und ihnen gleich unbewusst lebst, lebst Du noch nicht, sondern die anderen leben Dich. Unbewusst zu leben bedeutet, dass Deine unbewussten Gedanken Dich unter Kontrolle haben. Das, was andere in Dich hineinprogrammiert haben, bestimmt Dein Leben.

Du kommst gar nicht in Deinem Leben vor – und wenn, dann als Nebenrolle. Das ist jedoch kein Leben, sondern ein Schlafen mit offenen Augen und bestenfalls ein „Überleben“. Gerade nur so zu überleben, ist aber nicht das Ziel Deines Lebens. Da ist noch sehr viel mehr, was in Dir und auf Dich wartet. Komm und folge – Dir! Auch wenn der Verstand noch zögert, Dein Herz weiß den Weg. Das Herz kann nicht konditioniert werden, nur der Kopf. Dein Herz ist frei, vertrau’ Dir.

Zugegeben, die Gesellschaft lässt niemanden das sein, wozu er von Natur aus bestimmt ist. Sie macht es einem nicht gerade leicht zu erblühen. Aber die Gesellschaft ist nicht allmächtig, und sie zwingt auch niemanden, ihr zu folgen, sondern sie macht nur „Angebote“. Du kannst sagen: „Nein, danke!“ Letztendlich ist jeder für sich und sein Leben selbst verantwortlich. Jeder Mensch, auch Du!

Jeder entscheidet selbst darüber, authentisch zu leben oder sich anzupassen. Jeder bestimmt selbst, ob er wirklich bewusst und lebendig ist oder ob er mechanisch und vorhersagbar wie eine Maschine funktioniert. Diese Entscheidung treffen wir in jedem Augenblick neu, bewusst oder unbewusst.

Wir haben immer die Wahl. Wir haben es nur vergessen, dass wir selbst wählen können! Natürlich ist es leichter, mit der Masse zu treiben, aber um welchen Preis? Ein Leben ohne Freude, Liebe, inneren Frieden? Ohne Poesie im Herzen? Ohne Sinn und Erfüllung?

Wenn Du die Wahl hättest (und Du hast die Wahl), also wenn Du jetzt wählen könntest zwischen Liebe und Frustration, zwischen Abenteuer und Routine, zwischen Freude und Drama, was würdest Du wählen? Die meisten Menschen antworten spontan: Liebe, Abenteuer, Freude. In ihrem Leben jedoch wiederholen Sie immer wieder dieselben Dramen. Immer wieder die alten Geschichten – in der Partnerschaft, beruflich, gesundheitlich oder finanziell. Diese Wahl geschieht offensichtlich nicht bewusst.

Oft haben diese Menschen das Gefühl, als ob ein Teil in ihnen ihre besten Absichten und Ziele sabotiere. Deshalb geben viele Menschen zu früh auf.

Wenn Du den tieferen Grund verstehen und Deine Wahl der Freude im Leben verwirklichen willst, dann bietet Dir mein Seminar „Lebe Dein Leben“ die dazu notwendigen Werkzeuge an. Einfache, praktische Techniken für den Alltag, um alte, falsche Muster umzuwandeln in das, was Du wirklich erleben willst: Freude, Gesundheit, Erfolg, Erfüllung. Der erste Schritt heißt: Falsches loslassen! Loslassen, was nicht glücklich macht. Loslassen, was nicht zu Dir gehört.

Der zweite Schritt beinhaltet, Deine wahre Vision zu erkennen und zu verwirklichen, beinhaltet das Erschaffen solcher Lebensumstände, die Dir entsprechen; beinhaltet, ganz bewusst zu bestimmen, wie Dein Leben aussehen soll. Und vergiss dabei nie: Die Meinung der anderen ist unwichtig. Lebe Dein Leben, lebe als Du selbst, denn das ist Deine wahre Bestimmung. Du bist in dieser Welt, um Deiner Einmaligkeit Ausdruck zu verleihen, um Deinen Platz im Leben bewusst und mit Freude zu erfüllen.

Der beste Weg ist der Weg zu Dir selbst

Es gibt nur ein einziges Glück und das heißt, Du selbst zu sein. Die Wurzel allen Unglücks ist, jemand zu sein, der man gar nicht sein will und nicht sein kann; ist, Dinge zu tun, die dem eigenen Wesen nicht entsprechen, oder mit Menschen zusammen zu sein, mit denen man nicht zusammen sein will.

Und trotzdem: Jeder täuscht vor, ein anderer zu sein, jeder versteckt sich – und eben weil keiner er selbst ist, schämen sich alle für das, was sie sind. Unsere Welt könnte ein Garten sein voller Blumen, Blumen mit ihren eigenen Blüten und ihrem eigenen Duft. Aber wir haben aus der Welt eine Fabrik gemacht, die jeden manipuliert. Das Motto für alle lautet: „Sei ein anderer! Du darfst nicht Du selbst sein!“ In diesem seltsamen „Züchtungslabor“ werden Orchideen gezwungen, die Blüten von Tulpen zu tragen. Es klingt absurd, wie sollen die Orchideen das machen? Egal wie sie sich anstrengen, sie werden ihre natürliche Energie unterdrücken, sie werden gegen ihren Ursprung kämpfen, aber das macht sie nicht zu Tulpen. Und richtige Orchideen werden sie auch nicht, denn sie graben sich selbst das Leben ab. Tief im Inneren werden sie weinen und sich schämen, dass sie nicht den Mut hatten zu protestieren und gegen die Herde und ihre kranken Absichten zu rebellieren. Das ist das ganze Unglück.

Jeder hat die ihm eigenen Energien, jeder birgt in sich echte Blüten, doch diese echten Blüten darf er nicht zeigen. Man bringt ihm alles andere bei, nur nicht, authentisch zu sein. Eine Gesellschaftsform, die alle unglücklich macht, ist hässlich – normal, aber hässlich!

Reinhard Mey besingt das treffend: »Kinder werden als Riesen geboren, doch mit jedem Tag, der dann erwacht, geht ein Stück von ihrer Kraft verloren, tun wir etwas, das sie kleiner macht. Kinder versetzen so lange Berge, bis der Teufelskreis beginnt, bis sie wie wir, erwachsene Zwerge, endlich so klein wie wir Großen sind …«

Wir alle werden mehr oder weniger schon als kleines Kind von uns selbst, unserem Ursprung und unseren wahren, eigenen Zielen, wirklich zu leben, abgelenkt. Man macht uns blind für unsere eigene Bestimmung, bringt uns bei, unsere Natur zu leugnen – und wir haben gelernt, unsere Gefühle zu unterdrücken, anstatt echt und authentisch zu sein. „Nur wenn wir uns anpassen, werden wir geliebt und bekommen Aufmerksamkeit und Bestätigung von den Eltern und anderen“, meinen wir fälschlicherweise. Denn Anpassung führt letztendlich dazu, als jemand zu leben, der man gar nicht ist.

Und wenn sich erst einmal die Einstellung breit macht, dass das Leben aus faulen Kompromissen besteht – die Gesellschaft sagt: „Lebe wie die anderen, sei nicht Du selbst!“ – wenn diese Art zu leben zur „Normalität“ wird, wenn ein Kind schon mit Beginn des Lebens gefälligst so sein soll wie die anderen, die „Akzeptierten“, dann ist eines sicher: In dem Maße, wie ein Mensch sich mit der Lebenseinstellung der Masse infiziert und identifiziert, wird er auch das Gleiche wie sie erben: Ein Leben ohne Erfüllung.

Ganz egal, wie viel man erreicht hat oder besitzt. Solange man im Grunde seines Herzen spürt: „Ich bin nicht ich selbst, es gibt keine Liebe, keine Poesie, keine Freude in meinem Leben“, so lange wird man leiden – selbst das Lachen wird aufgesetzt sein, denn man hat die Sprache der Welt gelernt. Und diese Sprache heißt in Kurzform: „Jeder macht jedem etwas vor!“

Äußerer Reichtum ist bedeutungslos ohne inneren Reichtum, denn ohne inneren Reichtum fühlt man sich leer. Man bleibt ein Bettler, egal wie viel man besitzt. Erst wenn man die Dinge gefunden hat, die man nicht kaufen kann, erst wenn man Liebe, Erkenntnis, Weisheit, Bewusstheit, Vitalität und pulsierendes Leben gefunden hat, erst dann hat äußerer Reichtum Bedeutung.

Ein Schlusswort

Jeder Mensch trägt ein Lied in seinem Herzen, hat eine individuelle Bestimmung, eine innere Vision. Wir sind hier, um unserer wahren Natur zu folgen, um unser eigenes Lied zu singen und unsere Vision in Wirklichkeit zu verwandeln. Wirkliches Leben kann sich ohne Freiheit nicht entfalten. Damit sich unser Potential verwirklichen kann, müssen wir frei sein von physischer Sklaverei und, noch viel wichtiger, frei von geistiger Versklavung. Erst diese Freiheit ermöglicht uns, unseren eigenen Zielen und Träumen zu folgen und das zu erreichen, was uns am Herzen liegt.

Warum leben manche Menschen ihr Leben und andere nicht? Warum erreichen manche ihre Ziele und andere nicht? Warum sind manche gesünder, erfolgreicher, glück-licher als andere? Eine Frage an Dein Herz: Bist Du bereit, alles dafür zu tun, damit Du in Freiheit leben und Deine Vision verwirklichen kannst? Alle Herzen antworten immer spontan mit einem „Ja“! Das ist das Schöne am Herzen. Aber dann kommt noch eine Stimme, der „Kopf“ und sagt: „ABER!“ Und schon ist bei vielen das Wort vor dem Komma, das „Ja!“, vergessen.

Und alles, was nach dem Komma (nach dem „ABER“) kommt, wird zum „Bestimmer“. Es „kontrolliert“ uns und hält uns fest. Diese Begrenzungen machen uns krank und unglücklich. Das Heilmittel dafür heißt, das Falsche, das Begrenzende, loszulassen und frei zu sein.

Was wäre, wenn man all die „Wenn“ und „Aber“ auflösen könnte? Wenn man Zweifel verbrennen könnte, damit sich all unsere Kraft auf das lenken lässt, was wir wirklich wollen? Bist Du bereit, Dein „Ja!“ zu einem befreiten Leben so stark werden zu lassen, dass Zweifel verschwinden und dafür Klarheit, Selbstbestimmung und Selbstvertrauen Regie führen?

Wenn Du bereit bist, nimm meine Einladung an und entscheide Dich unwiderruflich dafür, Dein Leben befreit zu leben.

HERZliche Grüße, Marco

Marco Leonardo wurde nach einer handwerklichen Lehre zum Unternemensberater und Motivationstrainer. Als Gründer mehrerer erfolgreicher Firmen mit zuletzt über 150 Mitarbeitern verließ er dann den Weg von Karriereleiter und Geschäftsidealen und widmete sich dem Geheimnis ganzheitlichen Erfolges und wahrer Erfüllung. Er besuchte viele Länder undsammelte bei seinen Studien und Reisen praktische Einsichten. Diese gibt er seit 1996 in Beratungen,„Befreit leben“ und „Lebe Dein Leben“-Seminaren an Jugendliche und Erwachsene weiter und motiviert sie, bewusst zu leben, sie selbst zu sein sowie sich ein auf allen Ebenen erfüllendes Leben zu gestalten.

 

Überlebensregeln für Aufklärer und Wahrheitssucher

Überlebensregeln für Aufklärer und Wahrheitssucher

Überlebensregeln für Aufklärer und Wahrheitssucher

Das Internet ist voller verwirrender Sichtweisen. Was davon ist wahr? Was unwahr? Was vernünftig? Was verrückt? Glücklicherweise gibt es einige Regeln, anhand derer sich erkennen lässt, was man vor sich hat: einen Missionar, Eiferer, Verkäufer, politischen Agitator, Rechthaber – oder einen aufrichtigen Vermittler wichtiger Informationen und Hintergründe. Diese Grundregeln sagen einem nicht nur, mit wem man es zu tun hat, sie helfen auch zu überleben, wenn man selbst wirksame Aufklärungsarbeit im Dschungel der widersprüchlichen Meinungen leisten will.

Regel 1: Konzentrieren Sie sich aufs Ziel und nicht auf die Hindernisse

Entdecker, Genies, Erfinder und Aufklärer erfahren naturgemäß Anfeindung, da sie den Status Quo gefährden. Sie fordern Widerspruch heraus und sehen sich manchmal mit rechtlichen Konsequenzen konfrontiert. Werden die Angriffe zu stark, kann jemand beginnen, sich auf diese Anfeindungen zu konzentrieren anstatt auf sein eigentliches Anliegen. Er kann sich z.B. so ungerecht behandelt fühlen, dass er sein Hauptaugenmerk darauf richtet, die Ungerechtigkeit zu beseitigen. Und je mehr er sich darauf konzentriert, desto fixierter kann er werden.

Beispiel: Der beim großen Automobilkonzern beschäftigte Ingenieur Müller steht kurz davor, Reifen zu entwickeln, deren Profil gute hunderttausend Kilometer hält. Vor seinem geistigen Auge sieht er sich bereits als Chefingenieur mit Ehrentitel, Auszeichnungen und dickem Jahresgehalt. Um seine Entwicklung jedoch zur Serienreife zu bringen, benötigt er eine eigene Abteilung und ca. eine Million Forschungsmittel. Das Konzernmanagement jedoch – sich des drohenden Konflikts mit der Reifenindustrie und der Werkstättenlobby bewusst – genehmigt diese Mittel nicht und versetzt Müller „sicherheitshalber“ auf einen unbedeutenden Posten.

Anstatt sich um die Verwirklichung seiner Idee zu kümmern, bekämpft Müller nun das Management. Er schreibt böse Briefe, verschickt anklagende Memos, verteilt Hetzschriften vor den Werkstoren. Das bringt ihm natürlich Abmahnungen ein, woraufhin er einen Anwalt einschaltet usw. Alles dreht sich alsbald nur um seinen Kampf!

Er hat sich aufs Stoppen konzentriert anstatt darauf, seine Idee weiterzuverfolgen, und ab da passiert etwas Entscheidendes: Alle Menschen in Müllers Umgebung, die sich seinem Kampf nicht anschließen, werden in seinen Augen zu Feinden: Die ehemaligen Kollegen, die Müller zwar verstehen, aber ihren Job behalten wollen, die Freunde am Stammtisch, die genervt sind, dass er nur noch ein Gesprächsthema hat, selbst die Ehefrau, die meint: „Schatz, nimm’s doch nicht sooo ernst!“

Müller macht weiter – und wird gefeuert. Doch nicht nur das: Damit er seine Erfindung nicht bei der Konkurrenz zur Serienreife bringen kann, werden vorsorglich Lügen bei den Personalabteilungen der Konkurrenzkonzerne über ihn verbreitet. Wo er sich auch bewirbt, blitzt er ab.

Bald sieht er sich gezwungen, seine Ersparnisse anzugreifen, aber nicht, um seine Reifen weiterzuentwickeln, sondern um seinen Kampf weiterzukämpfen. Er stellt trotzig einen Blog ins Internet, schreibt beleidigt ein Buch über sein Schicksal – und findet Anhänger, die denken wie er, die versuchen, Unrecht zu beseitigen! Müllers Zwischenbilanz: Job verloren, Ersparnisse aufgebraucht, Haus verkauft, Schulden angehäuft, Ehefrau davongelaufen – Reifenprojekt jedoch noch immer unverwirklicht. Im Zeitalter des Internets findet Müller schnell Mitstreiter, private Geldgeber. Es bilden sich Arbeitskreise, und zwischendurch leuchtet ein Silberstreif am Horizont – scheinbar, denn während es so aussieht, als wolle Müller neue Reifen auf den Markt bringen, will er in Wahrheit etwas anderes: Vergeltung! Würde sein einstiger Brötchengeber sich bei ihm entschuldigen: „Müller, wir haben Ihnen Unrecht getan“, dann würde er sofort zusammenfallen wie ein Kartenhaus.

Da er selbst andere Interessen verfolgt als vorgegeben, werden sich falsche Freunde um ihn scharen, etwa Spione der Industrie. Daher kann Müller niemandem trauen und muss sich selbst um alles kümmern.

Kurz nachdem er schließlich seine Reifen zur Serienreife bringt und zu vertreiben versucht, überrascht ihn „Machelin“ mit der Markteinführung eines beinahe identischen Modells. Nun glaubt Müller, dass „Machelin“ ihm sein Patent gestohlen habe. Die Welt ist voller Betrüger. Natürlich entlässt Müller sogleich alle Mitstreiter, die je „Machelin“-Reifen benutzt haben!

Aus einem einzigen Feind, den Müller zwanghaft bekämpfte, wurden am Ende „alle Leute“: Alle sind schlecht, jeder hat etwas mit seinem Ex-Arbeitgeber oder mit „Machelin“ zu tun! Alle, die herkömmliche Reifen benutzen, „sind die schlimmsten“, denn „sie fördern durch ihre Dummheit das Machtsystem der Reifenlobby“. Die wenigen wahren Freunde, die Müller noch zur Seite stehen, die Heinzelmännchen, die emsig im Hintergrund an der Förderung seiner (Reifen-)Idee arbeiten, wird Müller nicht mehr erkennen, ihnen keine Verantwortung übertragen oder ihnen sogar – auf Wahnvorstellungen beruhende – Prozesse anhängen!

Die Zahl derer, die so jemand mit sich in den Abgrund  zieht, ist oft immens. Ich könnte auf Anhieb 20 Namen nennen, die von Monat zu Monat aggressiver werden, mit Leidenschaft einstige Weggefährten bekämpfen usw. Daher ist es wichtig, dass wir nicht Kämpfern folgen, sondern uns auf die Sache konzentrieren. Unterstützen wir also nicht „gerechte Missionen“, sondern fördern wir die Verbreitung von gutem Wissen bzw.machen bei Aktionen mit, die uns sinnreich erscheinen.

Regel 2: Aufklären, statt eifern!

Es gibt einen Unterschied zwischen einem Eiferer und jemandem, der aufrichtig aufklären will. Das Wort Eifer leitet sich von eivar ab, was scharf, bitter bedeutete, im Sinne von Erbitterung. Ursprünglich war yfer die Eifersucht, und unter eifern verstand man heftig, mit blinder Leidenschaft für oder gegen etwas sprechen, was früher gleichbedeutend mit eifersüchtig sein war und einen tadelnden Beiklang hatte, denn Eifersucht wird definiert als das kranke Streben nach Alleinbesitz.

Aufklärung hingegen bedeutet: jemandem (frei von eigenen Vorteilen) Kenntnisse und tiefere Einsichten zu vermitteln. Das Wort stammt aus der Seemannssprache und bedeutete ein Aufklaren, später dann auch übertragen gebraucht als ein Aufhellen des Gemüts. Und hieraus ergibt sich der sichtbarste Unterschied zwischen einem Eiferer und einem Aufklärer: während Sie sich im Kontakt mit einem Eiferer unwillkürlich schlechter fühlen, beschert einem wahrhafte Aufklärung unwillkürlich ein gutes, eben klareres Gefühl.

Der Eiferer versucht, Menschen zu bekehren (zu besitzen), während der Aufklärer nützliches Wissen zu den Menschen bringen möchten, damit es ihnen besser gehe. Ob es ihm bewusst ist oder nicht, strebt der Eiferer an, dass es ihm besser gehe, während der Aufklärer das für andere möchte. Daher kann es der Aufklärer akzeptieren, wenn Menschen das angebotene Wissen nicht annehmen (er überlegt sich höchstens, ob er etwas hätte besser machen können), der Eiferer hingegen mag „keine anderen Götzen neben sich“ und sieht in jedem, der sein Wissen ablehnt oder „falsches Wissen“ gelten lässt, einen Feind. Wenn der Aufklärer entmutigt wird, vermag er sein Feuer neu zu entzünden. Der Eiferer hingegen gerät oft in eine Falle, wo er nichts Positives mehr erschafft, sondern zwanghaft gegen „alles Böse“ vorgeht. Während er dies tut, wird er zu dem, was er bekämpft: Die Inquisitoren, die den Teufel bekämpften, wurden zu lebenden Teufeln! Ein beträchtlicher Prozentsatz aller Brandstifter entstammt den Reihen der Feuerwehr! Psychiater werden eher früher als später selbst verrückt: Der Mensch wird zu dem, was er bekämpft – wenn er verliert!

Daher lebt der Eiferer riskant!  Wer sich auf ihn einlässt, läuft Gefahr, in den Strudel seines Kampfes gesogen zu werden und damit konfrontiert zu werden, sich entweder dem Kampf „gegen all das Böse“ anzuschließen oder bald selbst zu den „Bösen” gerechnet zu werden.

Regel 3: den ganzen Weg bis zum Ziel gehen

Wer aufklärt, bringt Lügen zum Verschwinden und löst damit eine Kette von Folgegeschehnissen aus. Wer ins Wespennest sticht, rechnet damit, dass es bald turbulent zugeht. Wenn wir etwa Impflügen aufdecken, surren die Impfer bald wild herum und fordern ein Gesetz, dass niemand mehr in Wespennester stechen darf. Da sie die Wahrheit nicht auf ihrer Seite haben, werden sie Fehler begehen, was es den Aufklärern dann leicht macht. Impfaufklärung ist dann abgeschlossen, wenn Impfungen nur noch als medizinischer Irrtum in den Geschichtsbüchern zu finden sind. Wer einen gesellschaftlichen Lügenbereich bloßstellt, hat einen Weg eingeschlagen, auf dem es kein Zurück gibt. Mittendrin stehen zu bleiben, wäre Selbstmord für die Beteiligten wie für die Sache. Was auf dem Weg passiert, passiert. Man nimmt es zur Kenntnis, bleibt dabei und macht weiter.

Ein Sprichwort sagt: Was deine Feinde nicht schaffen, das erledigen deine Freunde! Gerade im Hinblick auf die Fortsetzung eines eingeschlagenen Weges ist das von Belang, vor allem dann, wenn es brenzlig wird und Sie Ratschläge zu hören bekommen, wie: „Du legst Dich da mit Leuten an, die gefährlich werden können.“ usw. Doch wenn Sie auf halbem Weg anhalten, verwendet der Gegner Ihre bisher verwendete Energie gegen Sie! Die Lösung ist, den eingeschlagenen Weg nicht abzuändern, wenn man angegriffen wird, und etwa 10 Prozent seiner Kapazitäten für die Bereinigung von Angriffen zu verwenden, während man 90 Prozent seiner Kraft auf das ursprüngliche Ansinnen richtet.

Ein Trick unterdrückerischer Kreise besteht darin, hilfreiches Wissen, hilfreiche Dinge und Menschen öffentlich mit Negativassoziationen zu belegen, die verachtenswert genug sind, damit sich niemand mehr getraut, sich dazu zu bekennen. Sie sorgen dafür, dass das, was den „Hexen“ angetan wird, schlimm genug ist, so dass keiner wagt, mit „Hexen“ in Kontakt zu sein. Wenn wir aufklären, wissen wir, dass wir mit Unterdrückung konfrontiert werden (Begleiterscheinung)! Da wir mit der Wahrheit handeln, brauchen wir uns nicht zu fürchten, wie sich auch ein Feuerwehrwagen nicht am Kläffen von Straßenkötern stört, die durch ihn aufgeschreckt werden.

Regel 4: Kämpfen Sie nicht gegen Einzelpersonen

Aufklärung schließt den Kampf gegen Einzelpersonen aus. Das umfasst die Nennung konkreter Namen. Grund: Eine öffentlich angegriffene Person muss sich verteidigen. Und wenn eine angegriffene Person etwas zu verbergen hat, muss sie zu ihrer Verteidigung lügen. Wenn Sie der Angreifer sind, heißt das, dass der Angegriffene über Sie lügen muss! Dann sehen Sie sich bald damit konfrontiert, auf Lügen gegen Ihre Person einzugehen, und schon kommt es zum typischen Szenario A gegen B, bei dem Außenstehende keine Chance haben herauszufinden, wer lügt bzw. die Wahrheit sagt – und die Aufklärungsarbeit ist dahin. Der Kampf gegen Einzelpersonen zieht oft Klagen nach sich (üble Nachrede). Ein falsches Wort kann teuer werden. Das Geld wäre besser in die Aufklärung investiert worden. Wenn Sie überleben wollen, klären Sie sachlich auf und bekämpfen Sie nicht andere!

Regel 5: Beschuldigen Sie nicht, hetzen Sie nicht!

Aufklärungsaktivität entsteht durch das Erkennen unhaltbarer Zustände. Verständlich, dass da auch mal Zorn im Spiel sein kann. So schlimm die Zustände sein mögen, jede Medaille hat zwei Seiten. Wir alle haben es so weit kommen lassen. Wenn wir also von Schuld sprechen, können wir es mit demjenigen halten, der gesagt hat: „Wer frei von Sünde ist, werfe den ersten Stein!” Wer beschuldigt, möchte sich nur von seiner eigenen Schuld freisprechen.

Es geht vielmehr um die Frage, ob wir unseren Teil der Verursachung anerkennen oder einfach zuschauen, wie alles den Bach hinuntergeht. Aufklärung und Beschuldigung sind zwei entgegengesetzte Pole. Wer beschuldigt, ist in diesem Maße kein Aufklärer. Vermeiden Sie daher, beschuldigend mit einem Finger auf andere zu zeigen.

Unser Ziel sollte es sein, gute Gedanken zu fördern, positive Emotionen auszulösen usw. Wenngleich dies bei manchen Themen definitiv nicht immer machbar ist, so sollten Aufklärer zumindest darauf achten, dass kein Hass entsteht. Hetze, Verunglimpfung, Verleumdung und Diffamierung sind tabu.

Hetze: unsachliche, verleumderische Äußerungen und Handlungen, die Hass und feindselige Stimmungen gegen jemanden/etwas erzeugen (hetzen: eigentlich „hassen machen“).

Verunglimpfen: beleidigen, mit Worten herabsetzen, diffamieren, verächtlich machen.

Verleumden: Unwahres über jmd. verbreiten mit der Absicht, seinem Ansehen zu schaden.

Diffamieren: besonders übel verleumden (lat. diffamare, zu: dis-: entzwei, auseinander und fama: Gerede, Ruf; also Gerede, das Menschen entzweit).

Regel 6: Strafgesetzbuch und Politik

Wer wirkliche Zustandsverbesserung möchte, widme sich Themen, bei denen es auch um Zustandsverbesserung geht, und beschäftige sich nicht mit Fragen, die ihn in Konflikt mit dem Strafgesetzbuch bringen! Verschwenden Sie sich nicht, indem Sie sich mit Dingen beschäftigen, die nichts nützen und das einzige Ergebnis haben, dass man Sie ohne Anstrengung ins Gefängnis werfen kann.

Engagieren Sie sich nie gegen Religionen, Gruppen oder Völker, denn es sind immer Einzelpersonen, fatale oder fantastische, welche das Schicksal der Menschheit beeinflussen – niemals Gruppen! Es bringt nichts, Schuld zuzuweisen! Bleiben wir also nicht in der Vergangenheit, kommen wir im Heute an und erschaffen im Hier und Jetzt bessere Bedingungen. Das Herumwühlen in alten Verbrechen hat nur ein Resultat: Jemand, dem es schlechter geht.

Eines Tages, wenn die Zustände besser sind, wenn Menschen eine gute Erziehung genießen und selbst denken können, werden wir lachen über das, was früher so alles auf Planet Erde abgelaufen ist, und es wird keine Rolle mehr spielen, wie die Namen der größten Erzverbrecher lauteten. Worauf Sie Ihre Aufmerksamkeit richten, das werden Sie bekommen! Wollen Sie sich mit Verleumdung, Intrige, Massenmord und Heimlichtuerei herumschlagen oder ein glückliches Leben führen?

Randbemerkung zu politischem Engagement

Wenn ich sehe, wie viel Zeit, Energie und Geld von aufrichtig engagierten Bürgern dafür aufgewendet wird, ob nun Kandidat A oder B „an die Macht kommt“ … was für eine unglaubliche Verschwendung von Mitteln! Hätten sich die Beteiligten in derselben Zeit darum gekümmert, dass es jeweils zwei oder drei Nachbarn besser geht, dann wäre es allen Menschen besser gegangen – und das hätte dann dazu geführt, dass sich die Menschen bessere Politiker verdient hätten!

Regel 7: Laden Sie andere nie zu Unmoral ein

Immer wieder trifft man Menschen, die sich selbst als „Aufklärer“ bezeichnen und darüber referieren, dass Deutschland seit der Wiedervereinigung „in Wahrheit“ eine Firma sei, der Bürger nur deren „Personal“, weshalb es ja auch „Personalausweis“ heiße, und keine Bundesbehörde seit 1990 mehr dazu berechtigt sei, von deutschen Bürgern Steuern, Abgaben und Bußgelder einzufordern usw.

Gerade in heutiger Zeit, wo „die Obrigkeit“ den Bürgern das Leben nicht gerade leicht macht, denkt man dann gerne: „Na, wenn mir keine Behörde ‘was kann, dann zahle ich auch keine Steuern mehr!“ Oder: „Wozu soll ich noch Bußgelder bezahlen?“ Und das ist es, was man in den Reihen der solcherart „Aufgeklärten“ dann auch vorfindet: Menschen, die keine Steuern bezahlen, keine Bußgelder und ohne Fahrerlaubnis Auto fahren. Das Verbreiten solcher Behauptungen könnte im ungünstigsten Fall zu einer Kettenreaktion und zu einem Totalverlust der gesellschaftlichen Ordnung führen. Wer meint, dass dies wünschenswert sei, hat das Szenario nicht zu Ende gedacht!

Das grundlegende Prinzip lautet daher: Laden Sie nie zu Unmoral ein! Je heikler das Thema, desto mehr muss an das Verantwortungsgefühl appelliert werden, desto gezielter muss das Publikum ausgewählt werden! Mit dem eigenen Gewissen lassen sich keine Kompromisse eingehen. Immer dann, wenn man etwas rechtfertigen oder zurechterklären muss, sagt man damit, dass man es lassen sollte. „Warum schlagen Sie Ihr Kind?“ – „Nun, ich habe festgestellt, dass es das ab und zu braucht usw.!“ Müsste derjenige es erklären, wenn er gefragt würde: „Warum helfen Sie Ihrem Kind bei den Hausaufgaben?“ Er würde verdutzt erwidern: „Äh, wie? Tun Sie das etwa nicht?“

Menschen, die andere zur Unmoral einladen, waren es, welche die Aufklärung in Verruf brachten. Kennen Sie Leute, die Sie immer darüber „aufklären“ wollen, wo Sie alles kostenlos bekommen oder wie Sie durchs Nichtstun reich werden? Kennen Sie „Aufklärungsbriefe“ per E-Mail, die zum „Euro-Lotto“ einladen, das ohne Arbeit „fetten Reichtum“ verspricht? Tricks, wie man mit ausländischen Kreditkarten und Firmenbeteiligungen … usw. Oder die „Aufklärung“ über Wunderpillen und -methoden, mit denen sich aaalllles heilen lässt?

Die Gesetze eines Landes sind die Übereinstimmungen, mit denen die öffentliche Ordnung aufrechterhalten wird. Es hat Vorteile, in einem Land zu leben, wo man nicht gleich totgeschlagen wird, wenn man zur Haustüre hinaustritt. Selbst, wenn es nicht nur ungerechte, sondern auch viel zu viele Gesetze gibt, stellt es eine leicht beobachtbare Tatsache dar, dass Menschen ihr Lebensglück verlieren, wenn sie sich absichtlich nicht an Gesetze halten, egal, wie unvernünftig dieselben sein mögen! Steuergelder bezahlen teilweise ja auch nützliche Dinge.

Zustandsverbesserung funktioniert nur, wenn man eine unerschütterliche Basis hat, wo man sich an die allgemein übereingestimmten Gesetze hält und ein aufrichtiges Leben führt. Diese Basis macht einen sodann unangreifbar. Man besitzt damit ein Fundament, von dem aus man die Dinge angehen kann, die im Sinne aller dringend verändert werden müssen. Ohne einen solchen stabilen Rückhalt kann man keine Aufklärung betreiben – oder, wie es ein weiser Mann einmal ausdrückte: „Man baue sein Haus nicht auf Sand!“

Wenn Sie also jemanden treffen, der sich „Aufklärer“ nennt,  aber schreiende Unmoral an den Tag legt, Zusagen nicht einhält, chronisch bei der Steuer trickst, schwarz arbeitet, laufend alles umsonst will, während er in einem Meer von Chaos ertrinkt, wissen Sie gleichzeitig, was derjenige nicht ist! Wenn so jemand Ihnen rät, unbedingt dies oder das zu tun usw., wissen Sie, was Sie tun werden: das Gegenteil.

Ausnahme: Wann man gegen etwas kämpfen muss!

Es reicht nicht, nur an das Gute zu glauben. Auf dieser Welt, zu dieser Zeit ist Wachsamkeit angesagt. Die Freiheit muss verteidigt werden. Es gibt also auch Momente, wo man kämpfen muss! Zu solchen kommt es, wenn man vorher zu lange gewartet und Chancen verschlafen hat! Steht einem ein Krokodil mit aufgerissenem Maul gegenüber, wäre es kaum vernünftig, eine Diskussion über die Gefährlichkeit von Krokodilen anzustrengen! Besser – zumindest für das eigene Überleben – wäre es, ein Gewehr dabei zu haben!

1956 z.B. brachten psychiatrische Lobbygruppen während der Sommerpause ein Gesetz durch den US-Kongress. Diese „Alaska Mental Health Bill“ hätte es jedem Psychiater in den USA erlaubt, unliebsame Bürger in ein Camp nach Alaska verbringen zu lassen. Das Einweisungsverfahren schloss Gerichtsverfahren und rechtlichen Widerspruch aus und hätte es jedem Polizisten, „Freund“, Mediziner und Psychiater ermöglicht, Einweisungsanträge für angeblich „Geisteskranke“ auszustellen! Amerika schlief, doch ein Mann wachte und sorgte durch seine weitreichenden Kontakte dafür, dass ein öffentlicher Kampf entbrannte, an dem sich schließlich halb Amerika und sogar die Presse beteiligte, die den Gesetzesentwurf treffend „Sibirien in Alaska“ schimpfte! Hätte es diesen wachsamen Menschen – sein Name war L. Ron Hubbard – nicht gegeben, würden „aufsässige Elemente“ heute einfach sang und klanglos nach Sibirien, äh, Alaska verbracht. Dies mag uns als Beispiel dafür dienen, wann man gegen etwas oder jemanden kämpfen muss. Daher wachen wir mit Argusaugen, wir behalten gewisse Dinge im Auge, denn nur, wenn wir vorher zu wenig Aufklärung geleistet haben, heißt es hinterher: „Alle antreten zur Mitmachaktion!“

Das positive Prinzip

Alles, was geschieht, kann in einen Vorteil verwandelt werden. Alles ist nützlich, wenn man es richtig verwertet! Beispiel: Nachdem mein erstes Buch öffentlich verkauft wurde, erhielt ich wöchentlich 20, 30 Zuschriften, die – meist recht umfassend – beantwortet werden wollten, Berge von Materialien, ja ganze Bücher, bis es so viel wurde, dass es meine normale Arbeit beeinträchtigte. Dann wendete ich das o.g. Prinzip an – und so entstand die Depesche!  Egal was auf mich zukommt, ich frage mich, wie ich es verwenden kann, um damit allgemeine Verbesserung zu erzielen. Es funktioniert immer!

In der Verkäufersprache heißt dies: „Einen Nachteil in einen Vorteil verwandeln“. Beispiel: Der Kunde sagt: „Ich weiß nicht, dieser Kühlschrank … er ist doch schon recht teuer!“ – (echter) Verkäufer: „Deshalb sollten Sie ihn ja haben!” – Kunde: „Äh, wie?“ – „Der Preis des Kühlschranks beruht einerseits auf der guten Qualität, andererseits verbraucht er nur die Hälfte an Strom. Die anfänglichen Mehrkosten haben Sie nach sechs Monaten wieder drin. Je früher Sie diesen Kühlschrank besitzen, desto früher sparen Sie die Hälfte des jetzigen Verbrauchs! Sollen wir ihn morgens anliefern oder lieber am Nachmittag?“ Sie können alles, was Ihnen widerfährt in Positives verwandeln. Das ist ja gerade die Kunst, die ureigenste Fähigkeit eines lebendigen Geistes – je mehr man sich darin übt, desto lebendiger wird man! Es ist der reinste Zauber! Probieren Sie es aus!

Schlusswort

Gutes Verhalten ist nicht braves Verhalten, es ist, wohinter Sie voll und ganz stehen können.

Wenn Sie diese übergeordnete Regel beherzigen, werden Sie (a) ohne „unerwünschte Nebenwirkungen“ durchs Leben kommen, es wird Ihnen (b) wenig widerfahren, das Sie nicht wünschen und Sie werden (c) ein effektiver Aufklärer sein! Es kann hart sein, NEIN zu sagen oder keine Übereinstimmung zu erhalten, aber es ist der einzige Weg zu Glück und Gesundheit (was nicht bedeutet, dass man nicht auch zeitweise seine Meinung ändern könnte)!

Im Endeffekt sehen wir uns heutzutage nur zwei Aufgaben gegenüber: (1) Alles bekannt zu machen und zu fördern, was die Wachheit, die Bewusstheit, die Fähigkeit, die Moral und den Gesamtzustand des Menschen verbessert, während wir (2) Versuche, die Freiheit des Menschen einzuschränken, unterbinden bzw. Freiheiten zurückerobern! Beurteilen Sie alles, was Sie tun, unter diesen beiden Aspekten! Gemäß meiner Einschätzung werden wir es schaffen! Wäre ich davon nicht überzeugt, würde ich kaum Depeschen herausgeben.

Was uns aufhalten könnte, wäre der Umstand, dass wir uns mit zu vielen Dingen beschäftigen, die nicht wirklich zu den Punkten (1) oder (2) beitragen. Wenn Sie diesen Artikel bis hierher durchgelesen haben, sind Sie ein sehr tapferer Mensch! Dafür möchte ich mich bei Ihnen von Herzen bedanken!

Michael Kent