Lebensschulen für Kinder entstehen

Lebensschulen für Kinder entstehen

In der normalen Schule lernen wir Lesen, Rechnen und Schreiben, erfahren wir, wie lang der Nil ist, wie viele Einwohner New York hat und wie viel Braunkohle in Südost-australien gefördert wird. Aber was wir dort nicht lernen, ist, wie man wirklich lebt. Wie man sich selbst treu bleibt, Träume und Visionen verwirklicht. Wie man den Körper gesund erhält, man zu seiner Berufung oder zum richtigen Partner findet – und wie man mit ihm glücklich wird. Wie man Probleme löst, Krisen bewältigt, Wünsche erfüllt und Ziele sicher erreicht. Und weil einem das niemand beibringt, landen viele am falschen Platz, im falschen Beruf, in der falschen Beziehung – und in Resignation! Marco Leonardo entwickelte das Konzept der „Lebensschulen für Kinder“, um diesem Mangel abzuhelfen. Denn ob wir unsere Leben „lebenslang absitzen“ oder frohen Herzens genießen, bestimmen letztlich nur wir selbst. Wäre es nicht wunderbar, wenn alle Kinder schon frühzeitig lernen könnten, worauf es wirklich ankommt? Das ist Marcos Vision!

wenn ich gefragt werde: „Marco, warum glaubst Du, dass Kinder und Jugendliche eine Lebensschule brauchen?“, antworte ich: „Stell’ dir einmal einen Garten vor mit 10.000 Blumen. Und nur eine einzige Blume blüht. Würdest du diesen Gärtner einen Gärtner nennen? Ist diese Schule wirklich eine Schule? Würdest du einen solchen Lehrer wirklich Lehrer nennen? Nein, denn diese eine Blume blüht nicht wegen des Gärtners/Lehrers, sondern trotzdem. Die Blume hat es geschafft, all die „Behandlung“ zu überstehen, sie konnte sich trotzdem entfalten und werden, was sie gekommen ist zu sein. Wie viele Kinder überstehen die Schule wie diese eine Blume?“

Jeder Mensch ist ein Original und muss als solches geachtet und „behandelt“ werden. Herkömmliche Schulen bringen faktisch jedoch „Kopien“ hervor. Aber als Kopie zu leben, unbewusst und mechanisch, heißt sein Leben zu verfehlen! Kinder sind frei, klar, lebendig und wahrhaftig. Wir müssen den Kindern nicht beibringen zu leben, sie leben ja noch! Wir müssen sie nur davor schützen, dass sie so werden wie wir, so dass sie eigene, neue Wege wagen, das Ihrige tun und leben dürfen als sie selbst.

Kinder brauchen vor allem deshalb die Möglichkeit einer Lebensschule, damit sie nicht die gleichen Lebensfehler machen, die Millionen Menschen vor ihnen gemacht haben.

Es gibt schöne Begriffe, wie „Erziehung“, doch tatsächliche Erziehung findet gar nicht statt, denn Kinder ahmen einfach nach, was sie in ihrer Umgebung sehen. Und wenn das, was sie im Leben vorfinden, nicht „stimmt“, dann machen sie auch das nach, obwohl es andere Möglichkeiten gegeben hätte.

Was gebraucht wird, ist immer wieder die Er-inner-ung an das Wesentliche, nämlich an das Wesen des Kindes selbst, an seine wahre, wirkliche, wesentliche Natur. Dann besteht auch die Chance, dass das Kind ein Leben führen wird, das seinem wahrhaften Selbst entspricht. Ein Recht, das jeder Mensch für sich in Anspruch nehmen und verwirklichen sollte.

Irgendwann stehen wir vor der Aufgabe, unser Leben als Erwachsener zu gestalten, Verantwortung für unser eigenes Leben zu übernehmen und müssen dann erkennen, dass uns das niemand gezeigt hat. Kaiser Hadrian sagte einmal: „Unser Hauptfehler liegt in dem Versäumnis, die in einem Menschen vorhandenen Tugenden zu fördern. Stattdessen verlangen wir von ihm Tugenden, die er nicht hat.“ Die folgende Geschichte beschreibt das auf sehr anschauliche Weise.

Die Schule der Tiere – eine allzu menschliche Geschichte

Eines Tages versammelten sich ein Hase, eine Amsel, ein Eichhörnchen, ein Fisch und ein Wurm im Wald mit dem Zweck, eine Schule zu gründen. Sie bildeten einen Schulrat, und jeder brachte seine Vorstellungen ein.

Der Hase forderte, dass Schnelllauf in den Lehrplan aufgenommen werden müsse, die Amsel bestand darauf, dass Fliegen zum Lehrplan gehöre, das Eichhörnchen meinte, senkrechtes Bäumeklettern sei absolut wichtig, der Fisch plädierte für Schwimmunterricht und der Wurm bestand darauf, dass Löcher in die Erde zu bohren aufgenommen werden müsse.

Sie nahmen alle diese Fächer und Disziplinen in den Lehrplan auf und erklärten es zur Regel, dass jedes Tier alle Fächer belegen müsse. Obwohl der Hase „sehr gut“ im Schnelllauf bekam, stellte sich heraus, dass er ernsthafte Probleme hatte, senkrecht auf die Bäume zu klettern. Er fiel immer herunter. Nach kurzer Zeit war er von den vielen Gehirnerschütterungen geistig nicht mehr auf der Höhe und konnte beim besten Willen nicht mehr so gut laufen wie zuvor. Anstatt einer Eins im Laufen bekam er jetzt eine Vier und natürlich nach wie vor eine Sechs im Bäumeklettern. Die Amsel war ausgezeichnet im Fliegen, aber wenn es darum ging, Löcher in die Erde zu bohren, brach sie sich den Schnabel und verletzte ihre Flügel. Bald bekam sie nur noch eine Vier im Fliegen, eine Sechs im Löcher-in-die-Erde-bohren und beim Schwimmen erging es ihr ganz elend. Aber die Lehrer waren zufrieden, weil jeder sämtliche Fächer belegt hatte, und nannten es Allgemeinbildung.

„Robert, was tust Du? Lernst Du etwas?“ – „Nein, Herr Lehrer, ich höre Ihnen zu!“

Unsere alte Erziehungsstruktur zollt dem Individuum keinen Respekt, sondern zwingt alle in ein Muster. Dieses Muster mag zufällig für ein paar Menschen passen, die Mehrzahl aber geht unter, daran zugrunde oder verliert ihre natürliche Freude am Lernen und fragt sich den ganzen Tag, „was soll ich hier?“

Doch bald gewöhnt man sich daran, und daraus wird eine „Lebensphilosophie“ des Kompromissemachens, denn man verlernt dank der Schulbildung, an seine eigene Vision vom Leben zu glauben – stattdessen lernt man seine Wünsche den vermeintlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Erfordernissen anzupassen.

Kinder sind offen, klar und mutig. Doch je älter sie werden, desto mehr sammeln sie Unsicherheiten, Zweifel und Widerstände an und verlieren ihre Ziele und Ideale irgendwo auf dem Weg zum Erwachsen-Sein aus den Augen. Das nennen wir dann „Entwicklung“. Und genau das führt später im Leben oft dazu, dass viele Menschen tagtäglich Dinge tun, die sie nie tun wollten, sie wählen Berufe, die gar nicht zu ihnen passen.

Im Leben am falschen Platz zu sein, tut weh! Fast jeder ist „am falschen Platz“, denn wer lange genug von seiner wahren Natur abgelenkt wurde, fragt andere, was er im Leben machen soll. Er erfüllt die Erwartungen anderer. Derjenige, der Dichter hätte werden können, steht hinter einem Bankschalter; und ein anderer, der immer malen wollte, wird Steuerberater … Alles steht auf dem Kopf.

Schule von heute ist von gestern!

Lernen ist zu sehr mit Wissen identifiziert worden, Intellekt wird fälschlicherweise für Intelligenz gehalten. Psychologen haben festgestellt, dass jedes Kind intelligent ist, bis es in die Schule kommt. „Normale Schulen“ entfernen uns aus der Wirklichkeit, sie gehen am wirklichen Leben und den Bedürfnissen des Einzelnen vorbei. Immer noch werden die Schüler nach starren Lehrplänen unterrichtet und mit totem Wissen vollgestopft. Es werden sinnlose Informationen auswendig gelernt – Wort für Wort – für eine gute Note oder Prüfung, um sie anschließend wieder zu vergessen; zum Beispiel welche Flüsse wohin fließen, welche Schlachten Alexander der Große geschlagen hat usw. Du lernst fürs Leben, sagt man, alles ist zu deinem Besten, pauke, später wirst du wissen, wofür du es brauchst.

Sehr oft nutze ich die Gelegenheit, Menschen aus vielen Lebensbereichen, darunter Unternehmer, Angestellte, Manager, Künstler, Hausfrauen u.v.a. zu fragen: Was hast du in der Schule effektiv für dein Leben gelernt? Wurdest du von Lehrern je gefragt: Warum bist du hier, was interessiert Dich, was kann ich für dich tun, was willst du lernen, wie kann ich dir helfen, dein Leben zu leben? Hast du den Umgang mit Geld gelernt oder die Gesetze des Erfolges? Hast du gelernt, wie man Krisen meistert, wie man Probleme löst, man Ziele sicher erreicht, man gesund und vital bleibt und seine Talente entwickelt?

Die Antwort ist immer wieder erschreckend, und die Erkenntnis daraus lautet, dass man die wirklich wichtigen Dinge des Lebens immer nur außerhalb des normalen Bildungsweges lernt – oder überhaupt nicht! Auf der Strecke bleiben so oft Herzensbildung, Selbstentfaltung, Kreativität, Kommunikation, Menschenkenntnis und ein klares, waches Bewusstsein, also genau die Werte, die ein erfüllendes Leben ausmachen.

Was wir in der normalen Schule auch nicht lernen (jeder verbringt durchschnittlich 10.000 Stunden dort) ist, wie man seinen Körper gesund erhält, wie man Probleme löst und Ziele sicher erreicht. Aber um genau das geht es im Leben! Eine Schule hat die Aufgabe, den Schüler fit fürs Leben zu machen, sie sollte dem Menschen dienen, ihm helfen, sich selbst zu entfalten und sein schöpferisches Potential zu verwirklichen.

Doch es geht nicht darum, das vorhandene Schulsystem zu kritisieren, sondern vor allem darum, dafür zu sorgen, schnelle Hilfe anzubieten, das Fehlende hinzuzufügen und das Ganze auch finanzierbar zu machen, wie z.B. durch die „Lebensschulen für Kinder“.

So kann eine Lebensschule bereits in der Kindheit (Kindergarten, Grundschule) einsetzen und damit beginnen, im Schüler genau die Eigenschaften anzusprechen und zu fördern, die seinem individuellen Weg entsprechen und seinem Lebenserfolg dienen. Dazu gehört zum Beispiel die Fähigkeit, sich auf Wesentliches zu konzentrieren, ein klares Ziel zu haben, Selbstvertrauen in die eigene Lebensvision, und die Eigenschaft, mit Ausdauer an diesem Ziel festzuhalten. „Lebe Dein Leben – echt, ehrlich und authentisch”, das ist die Botschaft!

Im Grunde strebt jeder Mensch nach Erfüllung. Allerdings gibt es im Leben bei der Geburt keine Gebrauchsanweisung, in der steht, wie man lebt und glücklich wird. Und doch trägt jeder Mensch dieses Wissen in sich, es muss nur geweckt werden.

Es müssen nur die richtigen Bedingungen geschaffen werden, ein Klima des Bewusstseins, das die inneren Anlagen zum Wachstum anregt. Goethe wurde einmal gefragt: „Was ist der Sinn des Lebens?“ Er antwortete: „Das, was die Pflanze unbewusst tut, das tue du bewusst.“ Mit anderen Worten: bewusstes Wachstum, so dass das im Inneren verborgene Potential ans Licht kommt. Das Wort „Erziehung“ kommt von (lat.) educare und bedeutet „etwas herausziehen“. Jeder Mensch bringt ein Geschenk mit auf die Welt, das in ihm schlummert, eine Vision. Diese zu entdecken und zu leben, darauf kommt es an.

Lebensführerschein

Für jedes dusselige Moped braucht man einen Führerschein, aber für so etwas Komplexes und Wichtiges wie das eigene Leben gibt es Gleichwertiges nicht. Deshalb ist es Zeit für Lebensschulen, die den Kindern dienen, denn das Leben ist einfach zu kostbar, um es dem Zufall zu überlassen.

Sucht- und Gewaltprävention

Keine Mutter und kein Vater wollen, dass ihr Kind in etwas „reinrutscht“, wo es schwer wieder rauskommt. Je bewusster ein Mensch schon in der Kindheit ist, desto weniger kann er manipuliert werden durch Medien, Drogen, Gruppenzwänge von außen, aufgesetzten Zielen oder anderen Versuchungen der heutigen Zeit. Die Lebensschule unterstützt die Entwicklung des Bewusstseins. Natürliches Selbstbewusstsein ist die Folge, genau wie Klarheit, Sicherheit und Selbstvertrauen. Jemand, der Sinn und Erfüllung in sich selbst gefunden hat, der braucht keine Drogen, um in Scheinwelten zu flüchten.

Was macht man in der Lebensschule?

Lebensschule ist kein Paukbetrieb, sondern ein spielerisches Erinnern an das, was das Kind in sich schon längst weiß. Es geht also um den „Weg nach Innen“, so dass die Lebensvision und das Selbst-Bewusstsein nicht „verloren gehen“.

Phantasiereisen stärken die Fähigkeit der Imagination und wirken ausgleichend entspannend und harmonisierend.

Übungen, die den Gleichgewichtssinn fördern, wirken sich positiv auf alle anderen Sinne aus und bringen uns selbst in die eigene Mitte, wie zum Beispiel Balancieren, Fühlübungen mit geschlossenen Augen usw. – und das wiederum unterstützt ein waches, weil gegenwärtiges Bewusstsein.

Übungen, welche die Konzentration und Aufmerksamkeit fördern, fördern letztendlich auch ein waches Bewusstsein. Das führt wiederum dazu, dass der Lernprozess einfach wird, weil alle inneren Sinne gleichzeitig beteiligt sind. Durch mehr Gewahrsein und Aufmerksamkeit verbessern sich Schulleistungen und Prüfungsergebnisse fast automatisch.

Wenn Kinder ihr eigenes Zentrum fühlen und darin verwurzelt sind, können sie sich jederzeit daran „er-innern“. Sie finden mühelos in entsprechenden Situationen den Zugang zu einer inneren „entspannten Atmosphäre” und nehmen sich so selbständig (Leistungs-) Druck weg. Lernblockaden und Ängste lösen sich auf!

Schulen reformieren?

Jemand hat einmal gesagt: „Ein Kind nach einem Buch zu erziehen ist gut, nur braucht es für jedes Kind ein anderes Buch.“ Das Schulsystem ist schwerfällig und voller Regulierung. Selbst viele Lehrer sind wie ihre Lehrpläne oder müssen sich daran halten. Es braucht einen frischen Wind, um die Schulen „in die Freiheit zu entlassen“. Vielleicht sind die Lebensschulen ja ein Wegbereiter, denn wenn sie sich erst einmal durchsetzen, zeigt sich schnell, welche Vorteile sie bieten.

Und dann bräuchte es eine neue Definition der Lehrerfunktion. Jeder kann bekanntlich nur geben, was er hat. Erziehung heißt vor-leben, selbst sein, den Weg selbst gehen. Wenn ich andere (speziell Kinder) motivieren will, sie selbst zu sein, sich zu lieben, sich zu achten und ihr Leben authentisch zu leben, dann sollte ich als Lehrer (oder besser noch, Begleiter und Freund) ein Beispiel sein.

Was die Umsetzung betrifft, so kann ich aus meiner eigenen Erfahrung berichten, dass die Lebensschule nicht viel Zeit und Geld in Anspruch nimmt, um trotzdem Sinnvolles zu leisten.

Der Lebensschulen-„Unterricht“ findet schulbegleitend statt, einmal in der Woche nachmittags. Die Beiträge dafür sind sehr niedrig, und das Ergebnis wird, wenn man früh beginnt, für sich selbst sprechen.

Unser Modell beginnt bereits mit Kindern im Kindergarten und reicht weiter über Grundschulen, Sekundarschulen, Gymnasien und Berufsschulen. So wird in jedem Fall altersgerecht jeweils genau das geboten, was gerade wichtig ist. Die Gruppe selbst und der Augenblick bestimmen den Inhalt.

1996 wurden in Dessau erste Gespräche mit Schulleitern und Verwaltungsbehörden geführt, und ich bekam die Erlaubnis, im Unterricht mit allen Klassen ein Entspannungstraining durchzuführen. Die Kinder waren so begeistert, dass sich über 30 von ihnen für eine regelmäßige Teilnahme entschieden, und so begann ich, nach und nach andere Grundschulen und Kindergärten aufzusuchen und dort schulbegleitend mit Kindern zu arbeiten. Später auch in Sekundarschulen, Gymnasien und Berufsschulen. Thematisch stand Stressbewältigung an erster Stelle, gefolgt von Lebenssinn, Lebenswegplanung, Zielfindung/-verwirklichung. So haben über 3.000 Schüler Berührung damit gehabt, über 200 entschieden sich spontan, regelmäßig teilzunehmen.

Wer kann eine Lebensschule gründen?

Jeder Mensch ist ein Lebenslehrer, denn jeder lebt ständig etwas vor. Jede Mutter, jeder Vater, jeder Polizist, jeder Verkäufer, jede Krankenschwester. Die Frage ist, wie bewusst leben diese Menschen? Eine Lebensschule zu gründen ist eine bewusste Entscheidung von einem bewussten Menschen, denn wer andere an sich erinnern und ihnen helfen will, aufzuwachen, der sollte sich selbst er-innert haben und wach sein.

Im Grunde ist jede Familie eine „Mini-Lebensschule“, jede Mutter und jeder Vater sind gleichzeitig „Lebenslehrer“.

Beginnen Sie bei sich selbst, wenn Sie Ihr Kind unterstützen wollen. Was wollen Sie in Ihrem Kind fördern? Wenn Sie Ihr Kind lieben, dann helfen Sie ihm, seine wahre Natur zu erkennen und zu leben. Wie? Indem Sie diesen Weg selbst gehen. Erziehung ist ein schönes Wort, findet aber nicht wirklich statt, denn Kinder machen alles nach. Daher: Leben Sie es vor, leben Sie ein bewusstes Leben.

Das Leben der meisten Menschen verläuft jedoch unbewusst, wie in einem Schlaf mit offenen Augen. Eine Lebensschule, ein Lebenslehrer will denen, die wollen, helfen aufzuwachen, zu erkennen, dass jeder in jedem Augenblick eine Entscheidung trifft, bewusst oder unbewusst zu sein – von innen nach außen oder von außen nach innen zu leben, sich kreativ oder reaktiv zu verhalten.

Wenn das Bewusstsein im Menschen zu sich selbst erwacht, dann sieht dieser Mensch wirklich, nimmt wahr – und aus diesem Sehen ergibt sich das stimmige Tun von selbst. Somit ist jeder aufgerufen, ein bewusster Lebenslehrer zu sein.

Was braucht man dazu? Nur den tiefen Wunsch, selbst ein erfüllendes Leben zu leben und diesen Weg mit anderen, speziell Kindern, zu teilen.

Wie macht man eine Lebensschule?

Es gibt kein fertiges Rezept, denn jede Lebensschule ist so individuell wie der/diejenige, der/die sie aufbaut. Am Anfang stehen Gespräche mit Direktoren, Lehrern, Erziehern (Kindergarten) und natürlich Eltern. Dann vereinbart man Termine und stellt den Kindern das Programm vor – so ähnlich, wie das auch Musikschulen machen. Eine Woche später kann dann das Training schulbegleitend beginnen (Vertrag mit den Eltern).

Öfter taucht die Frage auf: Wie kann man den Eltern, Lehrern und Schülern Lebensschulen nahebringen? Indem man den ersten Schritt macht und darüber informiert. Es gibt sehr viele Menschen, die nur darauf warten, dass solche Möglichkeiten angeboten werden, auch wenn sie es derzeit noch nicht bewusst wissen.

Wie eine Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrern und Schülern konkret aussieht, hängt von jedem Einzelnen ab, der eine Lebensschule gründet. Wichtig ist, dass alle ausreichend informiert sind. Die Eltern und Lehrer, die sich wirklich dafür interessieren, werden auch gemeinsam etwas dafür tun.

Was sich Schüler wünschen

Eine Umfrage unter über 500 Schülern zwischen 13 und 18 Jahren hat ein interessantes Ergebnis erbracht. Hier einige Zitate von Schülern aus Gymnasium, Berufsschulen und Sekundarschulen in Sachsen-Anhalt, was Schüler suchen, was ihnen in der Schule fehlt: „Negatives Selbstbild“ auflösen war der wichtigste Punkt, gefolgt von „Schwächen in Stärken wandeln“, „die eigene Vision finden und leben“, „innere Begrenzungen erkennen und auflösen bzw. loslassen“ und: „eine Schule, die einen für das wahre Leben vorbereitet, wo man lernt, sich mit Problemen auseinanderzusetzen und sie gemeinsam zu lösen“, „Zukunftsdesign als Fach“, „keine sinnlosen Themen behandeln“.

Als weitere Schlagwörter wurden genannt: Zukunftsgestaltung, Konfliktlösung, Menschenkenntnis, Management, Stressabbau, Fächer für unsere Interessen und Hobbys, mehr auf die Begabungen eingehen und bessere Vorbereitung aufs spätere Leben. Auch der Wunsch nach lebenskompetenten Trainern wurde in der Umfrage deutlich, nach Lehrern, die wissen, wovon Sie sprechen, weil sie es selbst leben.

Ziele der Lebensschule

Die Aufgabe der Lebensschule ist, denjenigen, die bereit sind „aufzuwachen“, zu helfen und ihnen folgende Schritte aufzuzeigen: Wie „verlerne“ ich das Falsche, wie lasse ich los? Das große Lebensziel: Wie kann ich das Stimmige tun, kann ich leben als der, der ich wirklich bin, ehrlich und authentisch mein Potential in Wirklichkeit verwandeln? Wahre Erziehung wird immer versuchen, das Verborgene ans Licht zu bringen, das, was das Leben als inneren Schatz in uns hineingelegt hat. Das ist meine Vision.

Gleichgesinnte finden

Viele Kinder warten sehnsüchtig darauf, dass ihnen jemand die Unterstützung gibt, sie selbst zu sein. Tun Sie etwas! Gründen Sie eine Interessengemeinschaft, finden Sie Gleichgesinnte, gründen Sie an Ihrem Wohnort eine eigene Lebensschule. Bei der Umsetzung helfe ich Ihnen gerne.

Wollen Sie Kinder und Jugendliche unterstützend begleiten, ihren individuellen Weg zu gehen, so dass sie lernen, ihr eigenes Glück zu schmieden und sich ein erfüllendes Leben zu gestalten? Würden Sie gern Ihre eigene Lebensschule speziell für Kinder und Jugendliche in Ihrer Stadt aufbauen? Wenn ja, dann melden Sie sich. Sie werden gebraucht.

Oder würden Sie Vorträge organisieren? Gerne komme ich zu Ihnen. Rufen Sie mich an.

Marco Leonardo

Heinz-Röttger-Str. 1
D-06846 Dessau
Telefon: (0340) 661 24 60
E-Mail: lebensschule@gmx.de
www.lebedeinleben.de
www.marcoleonardo.com

Wollen Sie mehr zu diesem Thema lesen?  Lesen Sie unser Themenheft “Glückliche gesunde Kinder”

 

Die fünf Naturgesetze einer neuen biologischen Medizin

Die fünf Naturgesetze einer neuen biologischen Medizin

Das erste Naturgesetz: Die eiserne Regel des Krebs

 

Der Entdecker jener fünf biologischen Naturgesetze, die wir Ihnen heute vorstellen, Dr. med. Ryke* Geerd, wurde 1935 geboren. Er studierte Medizin und Theologie, wurde 1972 Facharzt für innere Medizin (Internist) und arbeitete als solcher an der Universitätsklinik in Tübingen, wo er jahrelang mit Krebspatienten zu tun hatte. Zudem machte er sich durch medizinische Patente einen Namen. So erfand Dr. Hamer z.B. ein Skalpell, mit dem plastische Operationen ohne Blutungen möglich wurden („Hamer-Skalpell“), eine medizinische Spezialsäge, eine Massageliege, die sich automatisch den Körperkonturen anpasst u.a.m. 1976 entschied Dr. Hamer, sich mit seiner Familie in Italien niederzulassen. Die Vorbereitungen liefen, doch ein tragisches Ereignis änderte die Pläne – konkret: 1978 fiel sein Sohn Dirk in Italien einem Unfall zum Opfer, bei dem er lebensgefährliche Verletzungen erlitt, denen er gut drei Monate später, nach komplizierten Operationen, erlag.

Dr. Hamer erkrankte während dieser Zeit selbst auch – an Hoden-Krebs! Da er sich zuvor immer bester Gesundheit erfreut hatte, kam ihm der Gedanke, dass die Entstehung seines Leidens mit dem Schock des Verlustes seines Sohnes in Zusammenhang stehen könnte.

Da er wenig später an der Gynäkologischen* Krebsklinik der Münchner Universität als Oberarzt tätig war, bot sich ihm die Gelegenheit, seine Krebspatientinnen daraufhin zu untersuchen, ob sich bei ihnen der Mechanismus ebenso abgespielt hatte, d.h. ob bei ihnen ebenfalls ein konfliktartiges Schockerlebnis vorgelegen hatte wie seinerzeit bei Dr. Hamer selbst. Er befragte Patienten nach einschneidenden Schockerlebnissen, die sie kurz vor Beginn der Erkrankung erlitten hatten und wurde ausnahmslos fündig!

Bei allen damals untersuchten 200 Fällen war durchweg ein solcher Schock eingetreten gewesen. Bei sämtlichen Patientinnen ließ sich rekonstruieren, dass der Krebs von diesem Moment an gewachsen sein musste. Als er seine Entdeckungen zum Gegenstand einer ärztlichen Diskussion in der Klinik machen wollte, wurde er vor die Wahl gestellt, entweder die Klinik zu verlassen oder seinen neuartigen Theorien sofort „abzuschwören“ (wortwörtlich)! Dr. Hamer allerdings konnte und wollte nicht „abschwören“. In der ihm verbleibenden Zeit forschte er Tag und Nacht weiter. Praktisch mit dem letzten Tag seiner Tätigkeit an der Münchner Krebsklinik konnte er die „eiserne Regel des Krebs“ formulieren (die wir folgend wiedergeben werden). Aus den anfänglichen 200 Patienten wurden bis in die Gegenwart etwa 50.000 individuelle Fälle, die untersucht und ausgewertet wurden, und nie fand man auch nur eine einzige Ausnahme, weshalb das erste biologische Naturgesetz seiner „Neuen Medizin“ die eiserne Regel des Krebses genannt wurde.

Die eiserne Regel des Krebs

Schon lange standen bei der Entstehung von Krebs psychische Auslöser im Verdacht. Nun aber war der wissenschaftliche Nachweis hierüber geführt worden. Dr. Hamer formulierte: „Jeder Krebs und jede krebsähnliche Erkrankung* entsteht mit einem allerschwersten, hochakut-dramatischen und isolativen Konflikterlebnis-Schock“ – einem Konfliktschock, der das Individuum völlig unerwartet wie ein Keulenschlag trifft bzw. vollkommen überraschend auf dem falschen Fuß erwischt.

Einen solchen Konflikterlebnis-Schock nannte Dr. Hamer im Gedenken an seinen Sohn Dirk das „Dirk-Hamer-Syndrom*“, kurz DHS. Das DHS bildete fortan den Dreh- und Angelpunkt der Hamerschen Neuen Medizin.

Häufig wird die Definition des DHS verkürzt wiedergegeben als: „Konflikte erzeugen Krebs“ – das ist jedoch falsch. Es sind nicht die normalen Konflikte, Sorgen, Streitereien und Kümmernisse, nein, es handelt sich um jene besonderen Konflikte, die uns völlig überraschend treffen, unser Überleben oder das geliebter Mitmenschen bedrohen; um Konflikte, bei denen wir nicht eingreifen können, denen wir fassungslos und ohnmächtig gegenüberstehen.

Es handelt sich um Geschehnisse, die uns mit derartiger Wucht treffen, dass der Schock wie ein Blitz in unsere Psyche bzw. in unser Gehirn einschlägt und dort eine Art Kurzschluss verursacht, so dass der Körper auf uralte biologische Sonderprogramme zurückgreift, um der Gefahr, die als akut lebensbedrohend empfunden wird, so zu begegnen, wie es der Organismus in Jahrmillionen der Evolution gelernt hat. Dr. Hamer nannte solche besonderen, überlebensbedrohenden Konflikte, welche Urprogramme der Evolution auslösen, um sie sprachlich von den normalen alltäglichen Konflikten abzugrenzen, biologische Konflikte.

Beleuchten wir nun einmal die Definition des DHS anhand eines konkreten Beispiels:

Eine Mutter plaudert mit einer Nachbarin auf dem Bürgersteig, während sich ihr 3-jähriger Sohn artig an ihrer Hand befindet. Plötzlich sieht der Junge einen Spielgefährten auf der anderen Straßenseite. Er reißt sich unvermittelt los und rennt auf die Straße. Die Mutter erhascht das Geschehen noch aus den Augenwinkeln heraus, hört die quietschenden Reifen – und genau in dieser Sekunde schlägt der Schock blitzartig bei ihr ein. Er trifft sie wie ein Keulenschlag. Es geschieht unerwartet, akut (nicht langwierig chronisch), das Ereignis erwischt sie auf dem falschen Fuß, es ist dramatisch, und es ist selbstverständlich ein immenser Schock – ein DHS. Ab diesem Moment würde bei der Mutter ein biologisches Sonderprogramm in Aktion treten, nämlich eine Vermehrung des Brustdrüsengewebes, als Folge eines Angst-/Sorge-Konflikt ums Kind.

Der „Krebs“ entsteht

Führen wir das Beispiel weiter: Das Kind wird schwer verletzt, die Mutter begleitet ihren Sohn im Krankenwagen ins Hospital. Das Kind wird operiert, bleibt aber in einem kritischen Zustand. Der Konflikt dauert also an – und während der gesamten Zeitdauer ist die Mutter im Dauerstress! Dr. Hamer nennt diese Zeit die konfliktaktive Phase oder auch die „kalte Phase“, denn sie kennzeichnet sich tatsächlich durch kalte Hände und Füße. Der Patient konzentriert sich voll und ganz auf seinen Konflikt, kann an nichts anderes mehr denken, isst wenig, nimmt an Gewicht ab, mobilisiert sämtliche Reserven, kann nachts kaum schlafen, muss fortwährend an die Sache denken (Zwangsdenken). Gleichzeitig mit dieser konfliktaktiven Phase vermehrt sich bei der Mutter das Brustdrüsengewebe.

Betrachten wir dies kurz aus der Perspektive der Evolution: Die biologische Einheit aus lebenden Zellen hat in Jahrmillionen der Evolution gelernt, wie sie darauf zu reagieren hat, wenn ein Junges in Gefahr ist.

Biologischer Konflikt

Sagen wir, einer Schafsmutter wird vom Wolf ein Junges entrissen. Nun mobilisiert sie sämtliche Reserven, läuft auf Hochtouren, steht unter Dauerstress, gibt, was sie kann, um ihr Junges zurückzubekommen – gleichzeitig vermehrt sich ihr Brustgewebe (Milchdrüsen), um mehr Muttermilch zur Verfügung stellen zu können.

Nehmen wir an, der Wolf lässt sich in die Flucht schlagen. Das Junge ist verletzt. Nun braucht es besonders viel Nahrung. Das ist der biologische Sinn – ein Sinn, der bei Naturvölkern durchaus noch seinen Zweck erfüllt: Einem verletzten Säugling wird somit raschere Gesundung ermöglicht. Dasselbe biologische Sonderprogramm läuft auch beim Zivilisationsmenschen noch ab, nur erschließt sich jenem der biologische Sinn nicht mehr. Während derartige Konflikte in der Natur gewöhnlich Sekunden, Minuten, Stunden, Tage oder allerhöchstens Wochen andauern, kann der Mensch aber einen „Angst-/ Sorge-Konflikt ums Junge“ auch über einen unbiologischen langen Zeitraum hinaus erleiden.

Der Organismus schaltet im Moment des DHS auf Dauerstress um. Dadurch ändert das Zielorgan (hier die Brust) sein Wachstum und/oder seine Funktion. Sagen wir, der verletzte Knabe liegt nach seinem Unfall drei Monate lang im Koma. In dieser Zeit wächst das Brustdrüsengewebe der Mutter weiter, wird tastbar große „Knoten“ bilden. Das ergibt somit, was unsere moderne Medizin dann – in Unkenntnis der Zusammenhänge – „Brustkrebs “nennt.

Und der Krebs verschwindet

Doch nehmen wir an, die Ärzte verkünden der Mutter nach drei Wochen bereits: „Ihr Sohn hat es geschafft, er wird keine bleibenden Schäden davontragen!“ In genau demselben Augenblick tritt die Konfliktlösung ein, und präzise ab jenem Zeitpunkt wird die Vermehrung des Brustdrüsengewebes (die nach 3 Wochen noch nicht tastbar war) sich wieder zurückbilden – ganz von alleine! (Diese Rück-bildung wird nur dann nicht eintreten, wenn der Konflikt nicht gelöst wird oder wenn neue Konflikte hinzukommen.)

Wiederholen wir dieses erste Gesetz der Hamerschen Neuen Medizin (HNM): Krebs – jeder Krebs und jede krebsähnliche Erkrankung – entsteht durch ein DHS, also durch einen allerschwersten hochakut, dramatischen, isolativen Konflikterlebnisschock, der den Betreffenden wie ein Keulenschlag trifft.

Exakte Begriffsbestimmung

Beleuchten wir diese Definition näher.

„Hochakut“ bedeutet: in genau diesem Augenblick vorherrschend, ein brennendes Problem, eine konkrete Gefahr, die jetzt vorhanden ist. Der Krebs entsteht mit der Sekunde des DHS (lat. acutus: scharf, spitz).

„Dramatisch“ bedeutet: die zentralen Fragen des Lebens betreffend, tragisch, auf verhängnisvolle Weise eintretend, erschütternd, mitten ins Herz treffend, mit drohendem oder tatsächlichem Tod, Schmerz, Verlust verbunden. Wobei es alleinig da-rauf ankommt, wie der Betroffene das Geschehnis subjektiv empfindet – und nicht, wie der Therapeut oder ein Außenstehender die Sache wahrnimmt. Ein guter Therapeut muss sich daher in die Situation des Patienten zum Zeitpunkt des DHS* hineinversetzen und einfühlen können, egal, ob es sich dabei um einen Säugling, einen Greis, einen Bettler oder um einen Millionär handelt.

„Isolativ“ bedeutet, dass der Betreffende niemanden hatte, mit dem er darüber hätte sprechen können. Stellen Sie sich die Ehefrau vor, die nach 30 Jahren Ehe ihren Mann im heimischen Ehebett mit einer 18-jährigen Geliebten oder Prostituierten entdeckt. Sie schämt sich, kann sich niemandem anvertrauen, „frisst es in sich hinein“. Noch drastischer könnte es sich bei einem 11-jährigen Mädchen darstellen, das von ihrem gesellschaftlich angesehenen Vater auf hässliche Weise vergewaltigt wurde. Sie erzählt es möglicherweise, aber niemand mag ihr Glauben schenken (von lat. isolare: von allem anderen abtrennen, wörtlich: zu einer Insel machen, zu lat. insula: Insel).

„Konflikterlebnis“ bedeutet, dass es zwei Absichten, zwei Kräfte, zwei Zielrichtungen gibt, die einander entgegen gesetzt sind. Entweder konnte sich der Patient zwischen zwei Möglichkeiten nicht entscheiden oder er hatte gar keine Möglichkeit, auf das Problem zu reagieren. Dies wäre z. B. bei einem Angestellten der Fall, der immer gut gearbeitet hat. Eines Tages soll er im Chefbüro vorsprechen. Er rechnet mit einer Beförderung, vollkommen überraschend erhält er hingegen die Kündigung. Hätte er sich darauf vorbereiten können, hätte sich die Sache vorher abgezeichnet, hätte er die Wahl gehabt, hätte er zuvor innerlich schon gekündigt, wäre es kaum zu einem DHS* gekommen (lat. conflictus: Zusammenstoß, Zusammenprall, la. confligere: zusammenschlagen, kämpfen).

„Schock“ hat mit Geschwindigkeit zu tun. Ein Schock tritt ein, wenn etwas zu schnell passiert. Die Nachricht/das Geschehnis war niederschmetternd, zu viel für den Betroffenen, ohne Möglichkeit der Vorbereitung, so dass derjenige keine Strategie besitzt, um die Sache zu bewältigen. Die Sache ist jedoch subjektiv. Was der eine als Schock empfindet, löst beim anderen kaum ein Gähnen aus. Entscheidend ist, dass der Betreffende das Gefühl hat, ohnmächtig zu sein, nicht dagegen reagieren zu können.

Das erste biologische Naturgesetz umfasst insgesamt drei Unterabteilungen, drei Kriterien, drei Hauptmerkmale. Das erste davon hatten wir bereits erwähnt: (1) Jeder Krebs und jede krebsähnliche Erkrankung entsteht mit einem DHS, mit einem allerschwersten biologischen Konfliktschock also, der den Betreffenden völlig unvorbereitet aus heiterem Himmel trifft.

Die entsprechenden Patientenaussagen hierzu lauten beispielsweise: „Ich war wie er-starrt“ oder „ich war wie vom Donner gerührt“, „ich war wie vom Blitz getroffen“, „mir verschlug es die Sprache“, „so etwas ist mir noch nie passiert.“

Auf drei Ebenen gleichzeitig

Hier nun das zweite Kriterium: (2) Der Konflikt-Schock schlägt immer gleichzeitig auf drei Ebenen ein, nämlich in der Psyche, im Gehirn und im Organ. In der Sekunde des DHS gerät – je nach Konfliktinhalt – eine exakt vorherbestimmbare Stelle im Gehirn unter Kurzschluss.

Diese Schaltstelle im Gehirn steuert wiederum das Organgeschehen. An der Einschlagstelle zerreißen im Gehirn buchstäblich die Synapsen*, die Verbindungen zwischen den Nervenzellen, und zwar so deutlich, dass man dieses ringförmige Zerreißen sogar mittels der sog. Computertomographie sichtbar machen („fotografieren“) kann.

Die Stelle des Einschlags gleicht in ihrem Erscheinungsbild im Tomogramm den konzentrischen Ringen* einer Schießscheibe oder dem Bild einer Wasseroberfläche, in die man einen Stein geworfen hat. Früher hielt man diese Formen auf den Tomogrammen für Zufallsgebilde, die durch einen Fehler im Apparat entstanden seien. Erst Dr. Hamer brachte die hier geschilderte neue Bedeutung in die Diskussion mit ein, weshalb diese Gebilde „Hamersche Herde“ (HH) genannt wurden.

Beim Empfinden des Konflikts kommt es darauf an, womit der Betreffende ihn assoziiert. Und das vollzieht sich unwillkürlich – am Filter unseres logisch-analytischen Denkens vorbei!

Beispiel: Eine Frau, die ihren Gatten mit einer Geliebten auf frischer Tat im Bett erwischt, könnte dies einerseits (A) als Verrat bewerten, als sexuellen Treuebruch des Partners (und einen entsprechenden Konfliktschock erleiden); sie kann dasselbe Geschehen aber genau so gut (B) als sexuellen Ekelkonflikt kategorisieren oder – wenn sie ihrem Mann sowieso schon nicht mehr sexuell gewogen war – (C) als schwere Verletzung der familiären Loyalität (und einen entsprechenden Konfliktschock erleiden).

Wie sie den Konflikt in der Sekunde des DHS empfindet, entscheidet darüber, an welcher Schaltstelle im Gehirn „der Blitz“ einschlägt, wo es also zum Hamerschen Herd (HH) kommt und somit, welche Art von Sonderprogramm entsteht!

Empfindet die Ehefrau den Konflikt als sexuellen Ekelkonflikt (Möglichkeit B), schlägt der „Blitz“ an Stelle-B im Gehirn ein, zeigt sich der Hamersche Herd in Areal-B, und es entsteht Krebserkrankung B am Organ B. Assoziiert die Frau den Konflikt unwillkürlich jedoch auf der Partnerschaftsebene als Trennungskonflikt (Möglichkeit A), trifft der Hamersche Herd Areal A und es entsteht Krebserkrankung A. Wertet die Frau das Geschehen hingegen (C) als Konflikt des familiären Verrats, wird Gehirnstelle C betroffen, und es entsteht eine völlig andere Krebserkrankung C.

Eine weitere Möglichkeit (D) wäre sogar, dass sie das Geschehnis als Selbstwerteinbruchskonflikt D empfindet, verbunden mit dem Gefühl, mit der wesentlich jüngeren Liebhaberin nicht mithalten zu können. Ein solcher Konfliktschock führte dann zu einem Hamerschen Herd an Stelle D und zu Krebserkrankung D am Organ D.

So gibt es nahezu Dutzende Möglichkeiten, immer aber bedingen sich Konfliktart, Stelle des Hamerschen Herdes und Krebserkrankung am Zielorgan gegenseitig bzw. bilden eine Einheit. Durch diesen immer gültigen Zusammenhang lassen sich präzise Vorhersagen treffen.

Natürlich existiert auch die Möglichkeit, dass die Ehefrau das Geschehen überhaupt nicht als Konfliktschock empfindet, sondern gefasst bleibt und die Sache mit ihrem Ehemann regeln kann; es zu keiner Krebserkrankung kommt. Jeder reagiert anders, und es kommt gemäß Definition des DHS ausschließlich darauf an, ob derjenige sich ohnmächtig fühlt und das Geschehen als isolativ empfindet.

 

 

 

Wissenschaftliche Tabelle

Dr. Hamer hat all diese Zusammenhänge, d.h. welcher Konfliktschock welchen Krebs entstehen lässt bzw. welcher Konflikt in welchem Hirnareal einschlägt, erforscht und tabellarisch festgehalten. Einerseits in seinem ersten Hauptwerk „Vermächtnis der Neuen Medizin“, andererseits in der großen Konflikt-Gehirnareal-Krebs-Tabelle, die von Dr. Hamer in akribischer Arbeit erstellt wurde.

Beim zweiten Kriterium der eisernen Regel handelt es sich um ein überdeterminiertes* System, d.h. sobald eine Ebene bekannt ist, können präzise Aussagen über die beiden anderen Ebenen getätigt werden. Kennt man als organischen Befund z. B. „Nierenkrebs“, weiß man, um welchen Konfliktinhalt es sich handelt und wo sich der Einschlag des Hamerschen Herdes (HH) im Gehirn befindet. Kennt man nur das Gehirn-CT*, kann man anhand der Lokalisation des Hamerschen Herdes bestimmen, welches Konflikterlebnis und welche organischen Befunde beim Patienten vorliegen. Und schildert der Patient seinen Konfliktschock, so kann der in der Hamerschen Neuen Medizin (HNM) ausgebildete Therapeut vorhersagen, wo sich der Herd im Tomogramm befinden wird und welche Krebserkrankung sich beim Patienten heranbildet.

Parallele Entwicklung – und der sog. „Gehirntumor”

(3) Abschließend das dritte Kriterium der eisernen Regel des Krebs: »Der Verlauf des Konfliktschocks, die Entwicklung des Hamerschen Herdes (HH) und der Fortgang des sinnvollen, biologischen Sonderprogramms (SBS) am Organ bewegen sich zeitgleich parallel«. D.h. wenn es auf psychischer Ebene zur Lösung des Konflikts kommt, verändert sich auch das Aussehen des HH im Gehirn, wie auch die Krankheit am Organ. Während sich der Hamersche Herd (HH) zu Anfang scharfkantig darstellt (Abb. 1), lagert sich nach der Konfliktlösung harmloses Hirnbindegewebe (Glia) ein, um den einstigen Riss zu reparieren (Abb. 2).

                             

                                                    (Abb. 1)                                                                              (Abb. 2)

Die Schulmedizin bezeichnet eine solche Einlagerung als Gehirntumor, d. h. sie nennt die Heilung „Krankheit“. Da die Natur in ihrem Vorgehen überschießend repariert, kann durch die Einlagerung von Glia zwei bis drei Monate lang tatsächlich ein Druck im Kopf, verbunden mit Schwindelgefühl, entstehen. Das ist der Moment, wo viele Betroffene tragischerweise ihren Arzt aufsuchen – und dieser dann einen „Gehirntumor“ diagnostiziert. (Die Medizin widerspricht sich hier selbst, denn sie lehrt, dass sich die Zahl der Gehirnzellen von der Geburt bis zum Tode nicht verändern könne! Ein Krebstumor würde aber eine wuchernde Vermehrung der Organzellen im Gehirn bedeuten, wäre also eine Sache, die es gar nicht geben kann.)

In der HNM wurden Fälle dokumentiert, die trotz schulmedizinisch diagnostizierter „Gehirntumore“ ohne Beeinträchtigung jahrzehntelang weiterlebten! Diese „Gehirntumore“ genannten Gebilde waren entweder Einlagerungen von harmlosem Hirnbindegewebe zur Reparatur des Hamerschen Herdes oder aber Ansammlungen von Wasser (Ödeme) – die ebenfalls während der „Reparaturarbeiten“ kurzzeitig in Erscheinung treten, in den meisten Fällen aber harmlos sind (außer es kommt immer wieder zu neuen Konflikten) und alsbald von selbst verschwinden.

Ein Therapeut der HNM kann im Computer-Tomogramm am Zustand des Hamerschen Herdes erkennen, ob der Konflikt noch aktiv oder schon gelöst ist, ja sogar, wann der Konflikt etwa begonnen hat bzw. wann etwa die Lösungsphase eintrat. Anhand eines aktuellen Tomogramms kann der Therapeut auch exakte Fragen nach dem DHS stellen, z. B.: „Vor drei Wochen … hatten Sie einen großen Mutter-Kind-Sorge-Konflikt?“

Nach den Gesetzen der Neuen Medizin kommt es darauf an, das DHS exakt zu ermitteln und den Konflikt möglichst frühzeitig zu lösen, denn je mehr Zeit zwischen DHS und Konfliktlösung verstreicht, desto schwieriger und komplizierter wird die Heilungsphase verlaufen.

Zusammenfassung

Fassen wir abschließend noch einmal Hamers eiserne Regel des Krebs zusammen:

1. Kriterium:  Jeder Krebs und jede krebsähnliche Erkrankung entsteht mit einem DHS.

2. Kriterium:  Das DHS schlägt gleichzeitig auf der Ebene der Psyche, des Gehirns und des Organs ein, wobei der Konfliktinhalt die Lokalisation des Herdes und die Art der Organerkrankung bestimmt.

3. Kriterium: Die Entwicklung des Konfliktes, des Hamerschen Herdes und des biologischen Sonderprogramms („Krankheit“) auf der Ebene der Organe, Gewebe und Zellen verlaufen stets zeitgleich bzw. parallel.

Michael Kent

Lebe Dein Leben

Lebe Dein Leben

 

Hast Du schon einmal ein Kind beobachtet, wie es Schmetterlingen hinterherläuft oder Muscheln sammelt am Strand? Die Augen des Kindes strahlen. Voller Staunen erlebt es jeden Augenblick. Jede Blume, jeder Stein, alles ist bedeutsam. Für das Kind ist alles ein Wunder. Eines ist sicher: Das Kind lebt im Paradies. Nicht etwa, dass das Paradies ein besonderer Ort wäre. Es ist einfach der klare Zustand unseres Bewusst-Seins – unser natürlicher Zustand. Das Paradies befindet sich nicht irgendwo „dort“, es ist immer „hier und jetzt“! Ein Kind ist noch ohne Ego*, es kennt nur die Gegenwart. Deshalb besitzt es etwas, was der Erwachsene verliert. Dieses „Etwas“ muss wieder gefunden werden, denn es ist das Kostbarste auf der Welt – unser wahres Sein.

Dieser Artikel ist eine Erinnerung, dass das Kostbarste in jedem von uns nur darauf wartet, wieder entdeckt zu werden. Egal in welcher Situation wir uns im Leben befinden, egal welche Erfahrungen hinter uns liegen, in dem Augenblick, in dem wir uns für unser wirkliches Leben entscheiden, beginnt der Neuanfang. Schluss damit, ständig in den Rückspiegel zu blicken! Was vor uns liegt, zählt – und wir sind frei, in diesem Augenblick, ein neues Leben zu beginnen. Glück ist nichts, was man im Außen suchen muss. Wir haben unser Glück immer noch in uns, nur „aus den Augen verloren“, wir haben vergessen, wer wir wirklich sind. Wir sind „eingeschlafen“ und haben uns mit allerlei Meinungen „betäubt“ – und identifiziert. Wir glauben zu wenig an uns selbst und zu sehr an das, was andere über uns sagen. Die gute Nachricht ist: Wir brauchen uns nur an uns zu „erinnern“. Wer sich an sein wahres Selbst erinnert hat, der lacht über seine bisherige Selbstvergessenheit und spielt das Spiel des Lebens erwacht und mit Freude. Diese Zeilen sind für Menschen, die bewusst und frei leben und ihre Vision verwirklichen wollen.

Die Odyssee

Eine Odyssee ist eine Irrfahrt, eine lange, mit vielen Hindernissen verbundene Reise. Ist nicht auch unser Leben eine Reise durch unbekanntes Land? Ein ständiges Wandern und Suchen, ohne wirklich zu wissen, wonach man eigentlich sucht?

Der Fisch im Wasser ist nicht durstig – das weiß jeder. Nimmt man den Fisch aber aus dem Wasser, dann wird er sich zum ersten Mal bewusst, dass er im Wasser war, dass das Wasser seine Existenz bedeutet, dass es sein ganzes Leben ist. Jetzt entsteht die Sehnsucht, der Fisch ist „durstig“, er will zurück.

Auf die gleiche Weise verliert ein Kind seine Kindheit, seine Unschuld, seine Ursprünglichkeit, sein Klarheit – und nach langer Suche muss dieses Wie-ein-Kind-Sein wiedergefunden werden. Der tiefe Wunsch, nach Hause zu kommen – das ist das Gold, nach dem die Alchemisten gesucht haben, eine zweite Geburt, eine zweite Kindheit.

Ein Lachs kann einen Süßwasserstrom riechen, selbst wenn er viele Meilen weit draußen im Ozean schwimmt. Der Lachs kann sogar erkennen, dass dieser Frischwasserstrom sein Geburtsort, sein zu Hause war. Genau wie dieser Fisch dem feinen Geruch in einem riesigen Ozean folgt, so müssen auch wir unserem Herzen folgen zu unserem wahren Zuhause. In Wirklichkeit haben wir unser Zuhause nie verlassen, außer in unserem Traum. Diesen Traum – für viele ist es ein Alptraum – diese Illusion nennt man das „Ego“.

Das Ego ist ein ganz natürliches Stadium in der menschlichen Entwicklung, aber es ist nicht das Ziel, sondern nur ein Durchgang, eine Passage. Es geht noch weiter. Solange wir aber diese Illusion aufrechterhalten, leben wir als jemand, der wir in Wirklichkeit gar nicht sind. Deshalb gibt es so viele unglückliche Menschen auf der Welt, denn als Ego zu leben, heißt, unendlich leer zu sein. Ein Ego findet nie Erfüllung.

Erst wenn wir „genug“ davon haben, wenn wir den Alptraum des Egos nicht mehr aushalten und die Sehnsucht in uns erwacht, wirklich aufzuwachen, zu Bewusstsein zu kommen, authentisch als Individuum zu leben und wir selbst zu sein, erst dann fällt alles Falsche und von außen Aufgesetzte von uns ab – und das wirkliche Leben kann beginnen!

Erkenne Dich selbst!

Dieser Artikel soll Dich daran erinnern, dass das, wonach Du Dich tief in Deinem Herzen sehnst, ganz real existiert, dass es Erfüllung wirklich gibt.

Ganz sicher wirst Du Dich auf den nächsten Seiten wiederfinden. Du bist richtig „hier“, sonst hieltest Du diese Depesche nicht in der Hand. Betrachte es als eine Einladung, Dein Versprechen, das Du Dir selbst einmal gegeben hast, einzulösen. Dieses Versprechen heißt: Erkenne Dich selbst! Sei Du selbst! Lebe Dein Leben! Verwirkliche Deine Vision!

Wenn Du fragst, wie Du das herausfinden sollst, hast Du auch die Antwort – in Dir! Du hast sie nur vergessen. Und wenn Du sie vergessen hast, brauchst Du Dich nur zu erinnern. Wenn Du bereit bist aufzuwachen und Deine Wahrheit zu leben, dann komm, und folge – zu Dir. Folge Dir in eine wunderbare Welt voller Möglichkeiten. Wenn Du beginnst, Dich selbst anzunehmen, dann erschließt sich immer mehr von dem, was in Dir darauf wartet, sich zu entfalten. Mit dem menschlichen Geist verhält es sichwie mit einem Fallschirm: Er nützt nur etwas, wenn er sich entfaltet.

Der versteckte Schatz

Die Götter haben den größten Schatz des Universums im Menschen selbst versteckt. Wer nach Innen geht und sich er-innert, der ist der wahrhaft reichsteMensch auf der Welt.

Träumen und erwachen, vergessen und erinnern, davon handeln diese Zeilen – und ich bin mir sicher, am Ende des Artikels sagst Du mit Freude: „Ich lebe mein Leben – und ich fange jetzt damit an!“ Und wenn ich Dich bei der Verwirklichung Deiner Wünsche, Ziele und Visionen begleiten und unterstützen kann, dann lass es mich wissen, denn „darum“ bin ich hier.

Das einzige Glück heißt, Du selbst zu sein

Es ist Dein Leben. Du musst niemanden um Erlaubnis fragen, um glücklich zu sein. Befreie Dich von allem, was Dich davon abhält, Dein Leben zu leben. Lass nutzlose Überzeugungen los! Lass Dich nicht länger daran hindern, Du selbst zu sein! Es braucht Mut, seinen eigenen Weg zu gehen, denn die Leute reden … lass’ sie! Dieser Artikel wird Dich daran erinnern, dass es nur eine Wahrheit und eine Stimme gibt – DEINE.

Die Blume liebt sich selbst, sonst könnte sie nicht wachsen. Ist diese Blume deshalb egoistisch? Ist der Vogel egoistisch, weil er sein eigenes Lied singt? Ist Die Sonne egoistisch, weil sie scheint? Nein, es ist natürlich und authentisch. Folge Deiner wahren Natur. Jeder hat Wünsche, Ziele, eine Vision, einen Lebenstraum. In Wahrheit sind wir alle Zauberer, aber wir sind eingeschlafen, haben uns vergessen und das Zaubern verlernt. Daher dieser Weckruf an den Zauberer in Dir: Wach auf und lebe Dein Leben! Ein weiser Mann hat einmal gesagt: „Ihr seid alle schlafende Götter.“ Diese Zeilen sind für Götter, die erwachen wollen.

Ein Weckruf an Dich

Alle Bäume, Blumen, Vögel, Lebewesen leben ihr Leben – echt, ehrlich und authentisch. „Lebe Dein Leben“ – ist daher das Natürlichste der Welt.

Eigentlich sollte die Aufforderung: „Lebe Dein Leben!“ eine Selbstverständlichkeit beschreiben, aber es ist offensichtlich, dass es nicht so ist. Überall in der Natur ist es normal, außer beim Menschen. Nur selten einmal gelingt es einem Menschen, wirklich zu seiner wahren Größe heranzuwachsen.

Der Mensch scheint das einzige Lebewesen zu sein, das sich gegen seine wahre Natur entscheiden kann – bzw. Sich dazu verleiten lässt. Das mag die Freiheit des Menschen sein. Menschen können wählen, sie können „gegen sich selbst kämpfen“, Tiere können das nicht. Darum sind die Tiere so glücklich, weil sie als eine natürliche, gesunde Einheit leben. Tiere sind eins mit sich selbst, Menschen sind oft entzweit, gespalten.

Das Genie, das in jedem Menschen darauf wartet zu erwachen, ereignet sich deshalb so selten, weil niemandem erlaubt wird, seiner natürlichen Bestimmung zu folgen und als der zu leben, der er wirklich ist. Meinst Du, Du kannst zufrieden sein, wenn Du versuchst, die Erwartungen anderer zu erfüllen?

Glaubst Du, Deine Bestimmung darin zu finden, den Weg der Anpassung zu gehen und Dein wahres Wesen zu verleugnen? Kannst Du wirklich glücklich sein, wenn Du als jemand lebst, der Du gar nicht bist?

Die Antworten auf diese Fragen sind sehr einfach. Und dennoch verbiegen sich viele Menschen. Anstatt als befreite Individuen zu leben, sind sie unglücklich im Gefängnis von Meinungen und Überzeugungen, die sie daran hindern, ihre Grenzenlosigkeit zu erkennen und zu leben.

Unglück ist auch der Preis der Anpassung, denn der gemeinsame Nenner der Masse ist das niedrigste Niveau. Anstatt ehrlich ihren individuellen Weg zu gehen, funktionieren viele Menschen heute wie Maschinen in einer Fabrik, wie Rädchen in einem System – ganz so, als hätten die Menschen keine Seele.

Seit meiner Kindheit frage ich mich: „Warum?“ Warum leben Menschen nicht ihr Leben? Warum leben sie nicht natürlich? Warum tragen Sie Masken? Warum finden sich die meisten damit ab, ein durchschnittliches Leben zu leben? Warum leben viele fremdbestimmt von außen nach innen? Ein schöpferischer Mensch lebt von innen nach außen – gemäß der eigenen Vision, die er in seinem Herzen trägt.

Wovor haben die Menschen Angst? Ja, es braucht Mut, und Mut ist eine Eigenschaft des Herzens. Offensichtlich gibt da der Kopf den Ton an, obwohl er dem Herzen dienen sollte.

Freiheit oder Sklaverei

Es gibt zwei sehr unterschiedliche Ansichten über den Menschen. Die eine Ansicht wird von Menschen vertreten wie von Dir und mir. Diese Menschen nennen sich Individuen*. Das bedeutet: Du bist von Natur aus frei! Frei, Dein Glück zu finden, frei, Dein Leben zu leben und selbst über Dich zu bestimmen, frei, Deine Originalität auszudrücken und authentisch zu sein, eben der oder die zu sein, der DU wirklich bist. Diese Sichtweise spiegelt sich in einem Leben wider ohne Bevormundung, ohne Einschüchterung, ohne Zwänge.

Die zweite Ansicht ist die, dass der Mensch kein Individuum ist. Das heißt, dass Du nicht frei bist und Dein Leben nicht selbst bestimmen kannst oder darfst. Nach dieser Ansicht bist Du einfach nur eine „Nummer im System“, ein „menschlicher Rohstoff“, der kontrolliert und benutzt werden muss für „das große Ganze“. Das heißt auch, Dein Körper, Deine Arbeitskraft, Dein Geist und Deine Talente gehören nicht Dir, sondern sind Eigentum der „Gesellschaft“ und ihrer Vertreter, welche die Herde führen und sie bevormunden. Wer sich dort wiederfindet, der wird früher oder später zu einem Opferschaf, natürlich „für eine gute Sache“ – zum Wohle der Gemeinschaft.

Thomas Jefferson, der dritte Präsident der USA, hat einmal gesagt: »Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf entscheiden, was es zu Essen gibt«. 

Demokratie ist also offenbar nicht Dein Freund! Der einzige Ausweg, um nicht wie ein Schaf geschoren zu werden, ist, kein Herdenschaf, sondern ein wirkliches Individuum zu sein. Deshalb ist die beste Wahl, Dein Leben bewusst selbst zu bestimmen, denn sonst bestimmen andere darüber. Glaubst Du nicht auch, selbstbestimmt und frei zu leben, ist eine gute Idee!?

Priester, Politiker, Eliten – alle lieben die Kontrolle

Früher saßen die Patrioten in den Parlamenten und die Kriminellen im Gefängnis. Heute sitzen die Patrioten im Gefängnis und die Kriminellen … Wie die Zeiten sich ändern. Natürlich gibt es Ausnahmen. Aber 95 Prozent der Eliten, der Priester, Politiker und „Global-Player“ missbrauchen die Menschen für ihre eigenen kranken Ziele.

Sie wissen seit Langem, wie man Menschen beherrscht und unterdrückt: Man halte sie unwissend über die wirklichen Zusammenhänge, zerstöre ihr Selbstvertrauen, lehre sie Angst und Gier. Angst vor der Hölle und Gier nach dem Himmel.

Da Priester falscher Religionen inzwischen altmodisch geworden sind, haben die Politiker deren Rolle mehr und mehr übernommen. Die Politiker haben von den Priestern gelernt und setzen ihre hässliche Tradition fort. Der König sagte einst zum Bischof: „Du hältst sie dumm, ich halt sie arm.“ Heute sagt der Präsident bzw. Kanzler zum Medienmogul* dasselbe.

Machthaber, Politiker und Priester wissen genau, dass man Menschen am besten unten halten (unterhalten) und missbrauchen kann, wenn man sie programmiert. Heute leichter als früher „Soma* für alle!“ 24 Stunden am Tag durch Fernsehen und Nachrichten. Und wenn die Köpfe der Menschen erst einmal voll von fremden Programmen sind, dann funktionieren sie wie Automaten im Sinne ihrer Programmierer.

Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Nur der Kopf bzw. Der Verstand kann programmiert werden, das Herz nicht. Das ist das Schöne am Herzen, es kann nicht konditioniert* werden. Sobald man wieder im Herzen verwurzelt ist, ist der Spuk der Fremdbestimmung vorbei! Jetzt weiß man, wer man wirklich ist und man geht seinen Weg des Herzens.

Selbstvertrauen

Es fällt den meisten Menschen leichter, an Außerirdische zu glauben, als an sich selbst. Auch den Neuzeitpriestern (den sprechenden Köpfen in den Nachrichten) glaubt man mehr als der Wahrheit des eigenen Herzens. Und so lange das so ist, so lange leben die meisten Menschen nicht ihr Leben, sondern führen wie Sklaven fremde Befehle aus.

Goethe hat einmal gesagt: »Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein.« Viele halten sich für frei, weil sie keine physischen Ketten tragen, aber dafür haben sie andere Fesseln. Da meine ich nicht einmal Schulden bei der Bank, emotionale oder finanzielle Abhängigkeit von anderen Menschen oder vom Staat. Die Freiheit, die es braucht, das eigene Leben wirklich authentisch zu leben, ist die innere Freiheit. Wer in einem geistigen Gefängnis lebt, der ist ein Gefangener seiner eigenen Konditionierungen und Programme.

Frei sein und Grenzen überschreiten

Wir leben wie in einem Zoo, einem menschlichen Zoo – eingezäunt von unseren Überzeugungen – und wir haben Angst, über diese Grenzen hinauszugehen. Aber es ist möglich, nicht immer ganz leicht, aber möglich. Freiheit beginnt mit Bewusstheit. Wie bewusst willst Du sein? Die Entscheidung für ein bewusstes, für ein erwachtes Leben ist das größte Geschenk, das man sich selbst und der Welt machen kann.

Wenn Du still wirst, wenn die fremden Stimmen im Kopf verschwinden, dann vernimmst Du eine leise Stimme. Deine! Jetzt kannst Du die Herde verlassen ohne zu leiden, denn Du weißt, dass Du Deinen individuellen Weg gehen musst. Und das Schöne am eigenen Weg ist, dass man auf einmal immer mehr Menschen begegnet, die sich auch dafür entschieden haben, authentisch zu leben. So lange man sich angepasst hat, so lange war man umgeben von Angepassten, die den Zustand der Anpassung an ein krankes System noch verstärkt haben. Sobald man sich auf den Weg macht und ein befreites und glückliches Leben zum Ziel hat, trifft man auf Gleichgesinnte.

Im Wörterbuch findet man unter dem Begriff Freiheit Aussagen wie: »Freiheit ist die Möglichkeit, ohne Zwang zwischen verschiedenen Möglichkeiten auswählen und entscheiden zu können«. Also ein Zustand der Autonomie* eines handelnden Menschen. So weit so gut. Nur ist den meisten Menschen offensichtlich nicht bewusst, dass sie wählen können. Mit „Wahl“ meine ich hier natürlich nicht die Kommunal-, Landtags- oder Bundestagswahl – dort wählt man ja nur unter ähnlichen Übeln aus. Darum heißt es auch so schön: „Wer seine Stimme abgibt, der hat keine mehr.“

Die wichtigste Wahl ist die bewusste Entscheidung, wirklich zu leben, frei und glücklich zu sein. Offensichtlich ist oder war den meisten Menschen bisher aber „etwas anderes“ wichtiger als Freiheit und Glück, sonst wäre diese Welt freier und glück-licher. Statt dessen ist die Welt eine Welt der Abhängigkeiten.

Benjamin Franklin hat einmal gesagt: »Wer seine Freiheit opfert, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.«

Leider entscheiden sich die meisten Menschen für das Leid bringende Bekannte, das scheinbar „Sichere“ und „Traditionelle“. Sie wählen Politiker statt Selbstverantwortung, Bequemlichkeit statt Wahrheit, Abhängigkeit statt Verantwortung, Gewohnheiten statt Bewusstsein, Moral statt Erleuchtung, Sicherheit statt Freiheit, Glauben statt Selbsterkenntnis, Gesetze und Verträge statt Liebe.

Befreit zu leben, ist die Absicht jedes Menschen, nur manchmal kommt etwas dazwischen. Das ist nicht weiter schlimm. Erst mit dem Verlust der Freiheit lernt man sie noch mehr zu schätzen und setzt alles daran, sie wieder zu erlangen.

Traurig wird es nur, wenn man Freiheit einbüßt, ohne sie sich wieder zu holen. Auf den nächsten Seiten wird gezeigt, „wie“ Freiheit verloren geht und wie man sie sich wieder zurückholt. Auch geht es darum zu erkennen, warum unser Leben so ist, wie es bisher war und was man selbst tun kann, um es so zu gestalten, wie es einem wirklich entspricht. Freiheit ist ein unabkömmliches Fundament, auf dem man ein märchenhaftes Leben erschaffen kann.

Lebensreise des Menschen

Ein Kind wird geboren, aber es darf nicht werden, was es gekommen ist zu sein. Es wird konditioniert und angepasst – alles „zu seinem Besten“. Es wächst heran, hat bald vergessen, wer es wirklich ist, denn sein natürliches Zentrum hat man ihm weggenommen. Weil man aber ohne Zentrum nicht leben kann, bekommt das Kind ein neues Zentrum von der Gesellschaft „geschenkt“. Dieses Zentrum ist ein künstlicher Ersatz.

Ab da lebt das Kind als Ego, als Person, trägt eine Maske. Seine Natürlichkeit, seine Individualität ist weit dahinter versteckt. So weit entwickelt (verwickelt) sich jeder Mensch ganz mühelos, denn die Masse lebt diese Tradition ungefragt vor, und es liegt in der Natur der Dinge, dass Kinder alles nachmachen, was sie vorgelebt bekommen.

Dann kommt das längste Seminar im Leben – die Schule. Im heimlichen Lehrplan ist vorgesehen, dass das Kind lernt, die Dinge so zu nehmen, „wie sie sind“. Hier verlernt es die natürliche Freude am Lernen und wird mit totem Wissen vollgestopft. Genau so, wie man in den Medien Unwesentliches hochspielt, um nicht über Wesentliches zu berichten, oder alle Zuschauer mit Negativität überhäuft, so lernt das Kind in der Schule alles, was sich für einen Menschen gehört, der ein künstliches Leben führt, alles, was den Menschen noch weiter von seiner Natur entfernt.

Wenn das Kind dann aus der Schule kommt, ist sein Kopf zu groß für sein Herz. Jetzt, mit 18, hat es seine Klarheit verloren, jetzt ist es erwachsen und hat so viel Verwirrung angesammelt, dass es an den Geschäften der Welt teilnehmen und die Volksvertreter wählen darf.

Dann folgen Beruf, Familie, Karriere – eben ein „normales Leben“ als jemand, der man gar nicht ist. Viele Menschen schlafen an dieser Stelle ganz ein. Deshalb verwundert es nicht, wenn die meisten Menschen im Alter zwischen 20 und 30 sterben, aber erst mit 70 oder 80 Jahren begraben werden. In der Zwischenzeit werden viele einfach nur alt oder besser gesagt, sie leben nicht länger, sie sind nur länger krank.

Künstliche Gesellschaft –Zwangsjacke für die Seele

Aber es geht noch weiter. Das Wachstum ist noch nicht beendet, nur weil der Körper 18 und älter ist. Die geistige Entwick-lung des Menschen setzt sich unaufhörlich fort! Die normale Gesellschaft ist nur eine Passage. Kein Platz, um sich häuslich einzurichten. Eine Gesellschaft ist wie eine Brücke. Auf einer Brücke wohnt man nicht, dort baut man kein Haus. Man geht über die Brücke. Das Ziel liegt auf der anderen Seite.

Die Raupe eines Zitronenfalters verpuppt sich irgendwann, aber das Ziel ihres Lebens ist nicht der Kokon, sondern das Leben als Schmetterling. Bleib nicht stecken im Kokon der Gesellschaft. Spiel eine Weile mit und dann geh darüber hinaus! Geh einfach weiter! Erkenne, dass du nicht Deine „Persönlichkeit“ (Maske, Rolle) bist, lass sie fallen, damit sich Deine Individualität entfalten kann.

Die Rolle, die Du im Theaterstück des Lebens verkörperst, bist nicht Du. Du wurdest mit einem ursprünglichen Gesicht geboren, ohne Maske! Deine Individualität ist Dein Wesen, das bist Du. Dieses natürliche Wesen hat Dir die Existenz geschenkt. Und das Lied, das Du in Deinem Herzen trägst, kannst Du erst singen, wenn Du das Falsche losgelassen hast. Deine Individualität beginnt sich in dem Moment zu entfalten, wo Du die Meinung der anderen, wo Du die Masse hinter Dir lässt.

Es braucht sehr viel Mut, Du selbst zu sein. Erst wenn Du nur noch eins willst – Du selbst sein um jeden Preis –, wenn es Dir egal ist, ob Du verurteilt wirst und Dein Ansehen verlierst, wenn Du bereit bist, all das in Kauf zu nehmen und aufzuhören ein anderer zu sein, dann wird Dein wahres, ursprüngliches Wesen wachsen und Deine Individualität wird aufblühen. Von dem Moment an hat der Herdenzwang für Dich keine Bedeutung mehr, Du bist neu geboren und frei. Jetzt brauchst Du keine Maske mehr, Du kannst einfach Du selbst sein!

Im Leben am falschen Platz zu sein tut weh

Anstatt natürlich und befreit zu leben, sind wir an tausend unsichtbare Stricke gefesselt. Unbewusst bewegen wir uns nach längst veralteten Programmen. Wie in Zwangsjacken, die uns gerade so viel Luft holen lassen, dass wir geistig und seelisch nicht ersticken, schlafwandeln wir umher und nennen das „unser Leben“. Wir sind gefangen in Verhaltensmustern, Gewohnheiten oder von außen aufgesetzten Idealen. Und unsere Träume sind irgendwo unterwegs verloren gegangen. Deshalb können wir nicht wir selbst sein und schon gar nicht gesund und glücklich.

Wenn aber unser Leben daraus besteht, die krankmachenden Erwartungen der anderen zu erfüllen, wenn wir nicht „nein“ sagen können und anderen erlauben, sich in unser Leben einzumischen oder unsere Freiheit zu beschneiden, wenn wir versuchen, es jedem recht zu machen, wenn wir anderen blind oder nicht selbstbestimmt folgen, dann sind wir „am falschen Platz.“ Dann ist das ganze Leben ein langsames Sterben, quasi ein Warten auf den Tod.

Natürlich können wir unsere Unzufriedenheit verstecken und andere täuschen, wir können ein Lächeln aufsetzen, können sagen, wie großartig es uns geht, obwohl uns zum Weinen ist, aber wir wissen, dass unser Lachen nicht echt ist. Wir wissen innerlich ganz genau, dass unser Leben leer ist und dass wir uns etwas vormachen. Andere können wir vielleicht täuschen, uns selbst aber nicht.

Mal Hand aufs Herz: Kann ein Mensch glücklich sein, wenn er als jemand lebt, der er gar nicht ist? Unzufriedenheit, ein Gefühl innerer Leere und Leid sind die Folge. Aber kaum jemand fragt sich dabei ernsthaft:

Warum leide ich?

Wie es Selfmade-Millionäre gibt, gibt es auch Selfmade-Leidende. Diese Millionäre haben aus Nichts etwas gemacht, sind selbst dafür verantwortlich. Niemand hat ihnen etwas geschenkt. Sie haben ihren Erfolg selbst verursacht. Misserfolg ist auch selbstverursacht, denn wir alle spielen das Spiel des Lebens eingebettet in universelle Gesetze. Das wichtigste Gesetz lautet: Ursache und Wirkung. Wenn mir Wirkungen in meinem Leben nicht gefallen, muss ich die Ursachen ändern, mich! Denn ich bin die Hauptursache in meinem Leben. Jeder hat die gleichen Voraussetzungen, aber nicht jeder wendet die Gesetze des Lebens richtig an. Nur wer die ganze Verantwortung für sein Leben übernimmt, kann alles verändern. Wenn wir leiden, dann ist die Ursache dafür bei uns selbst zu finden.

Wir leiden,

wenn wir vergessen oder verleugnen, wer wir wirklich sind, wenn wir uns anpassen, denn Anpassung an eine kranke Masse bedeutet Tod für die Individualität.

Wir leiden,

wenn wir uns durch die Augen der anderen werten, wir unsere wahren Ziele aus den Augen verlieren, wir den Sinn unseres Lebens nicht (er)kennen, wir unsere Vision vom Leben nicht verwirklichen, wir uns oder einen Teil von uns ablehnen, wir unsere Einzigartigkeit nicht wertschätzen, • wir um Bestätigung, Anerkennung, Aufmerksamkeit betteln,
wir die Meinung der anderen für zu wichtig halten, wir unsere Ursprünglichkeit verstecken und Masken tragen, wenn wir versuchen, die Erwartungen der anderen zu erfüllen, wir eine Rolle spielen, für die wir nicht bestimmt sind, wir im Leben Dinge tun, die wir nie tun wollten und wenn wir mit Menschen zusammen leben, mit denen wir nicht zusammen sein wollen.

Wir leiden,

wenn wir blind nachmachen, was andere vormachen, wenn wir glauben, wir müssten die Dinge so nehmen, wie sie sind,  wir unser Leben nicht selbst bestimmen (denn dann bestimmen andere darüber). Wir leiden,  wenn wir uns gegen die Natur entscheiden und ein künstliches Dasein vorziehen,  wenn wir unsere Gedanken nicht beherrschen, sondern davon beherrscht werden,  wenn wir an der Vergangenheit festhalten und nicht loslassen können,  wenn wir erwarten, dass andere uns gesund, reich oder glücklich machen,  wir uns ohne unser Wissen programmieren oder manipulieren lassen,  wir die meiste Zeit in Gedanken sind und unbewusst leben  und wenn wir durch Sorgen, Zweifel oder Angst unsere Lebensenergie aufbrauchen.

Und wir leiden, weil wir uns immer wieder dafür entscheiden, indem wir das Gestern, das „Bekannte“ immer wiederholen, weil es sicher scheint, weil wir uns darin auskennen.

Wir leiden also auch, weil es eine Gewohnheit geworden ist, sich immer wieder dafür zu entscheiden. Vielleicht sind uns unsere Entscheidungen nicht bewusst? Vielleicht sind wir die meiste Zeit unbewusst und fahren auf „Autopilot“? Dann bewegen wir uns ganz sicher in eine falsche Richtung: nämlich weg von uns und unserer Erfüllung. Leider wird diese „Tradition“ von Generation zu Generation weitergegeben. Von „Erziehung“ kann keine Rede sein, denn Kinder machen alles nach. Am meisten machen sie das nach, was die Eltern vorleben. Es ist, als ob die ganze Menschheit einen tiefen Dornröschenschlaf schläft.

Träumen und erwachen!

Das ist ein Weckruf an Dich. Gefällt Dir Dein Leben? Wenn nicht, dann tu’ etwas! Ändere es, wenn Du willst. Wach auf! Wach auf aus dem Alptraum, den die Masse der Menschen träumt. So lange Du anderen folgst und ihnen gleich unbewusst lebst, lebst Du noch nicht, sondern die anderen leben Dich. Unbewusst zu leben bedeutet, dass Deine unbewussten Gedanken Dich unter Kontrolle haben. Das, was andere in Dich hineinprogrammiert haben, bestimmt Dein Leben.

Du kommst gar nicht in Deinem Leben vor – und wenn, dann als Nebenrolle. Das ist jedoch kein Leben, sondern ein Schlafen mit offenen Augen und bestenfalls ein „Überleben“. Gerade nur so zu überleben, ist aber nicht das Ziel Deines Lebens. Da ist noch sehr viel mehr, was in Dir und auf Dich wartet. Komm und folge – Dir! Auch wenn der Verstand noch zögert, Dein Herz weiß den Weg. Das Herz kann nicht konditioniert werden, nur der Kopf. Dein Herz ist frei, vertrau’ Dir.

Zugegeben, die Gesellschaft lässt niemanden das sein, wozu er von Natur aus bestimmt ist. Sie macht es einem nicht gerade leicht zu erblühen. Aber die Gesellschaft ist nicht allmächtig, und sie zwingt auch niemanden, ihr zu folgen, sondern sie macht nur „Angebote“. Du kannst sagen: „Nein, danke!“ Letztendlich ist jeder für sich und sein Leben selbst verantwortlich. Jeder Mensch, auch Du!

Jeder entscheidet selbst darüber, authentisch zu leben oder sich anzupassen. Jeder bestimmt selbst, ob er wirklich bewusst und lebendig ist oder ob er mechanisch und vorhersagbar wie eine Maschine funktioniert. Diese Entscheidung treffen wir in jedem Augenblick neu, bewusst oder unbewusst.

Wir haben immer die Wahl. Wir haben es nur vergessen, dass wir selbst wählen können! Natürlich ist es leichter, mit der Masse zu treiben, aber um welchen Preis? Ein Leben ohne Freude, Liebe, inneren Frieden? Ohne Poesie im Herzen? Ohne Sinn und Erfüllung?

Wenn Du die Wahl hättest (und Du hast die Wahl), also wenn Du jetzt wählen könntest zwischen Liebe und Frustration, zwischen Abenteuer und Routine, zwischen Freude und Drama, was würdest Du wählen? Die meisten Menschen antworten spontan: Liebe, Abenteuer, Freude. In ihrem Leben jedoch wiederholen Sie immer wieder dieselben Dramen. Immer wieder die alten Geschichten – in der Partnerschaft, beruflich, gesundheitlich oder finanziell. Diese Wahl geschieht offensichtlich nicht bewusst.

Oft haben diese Menschen das Gefühl, als ob ein Teil in ihnen ihre besten Absichten und Ziele sabotiere. Deshalb geben viele Menschen zu früh auf.

Wenn Du den tieferen Grund verstehen und Deine Wahl der Freude im Leben verwirklichen willst, dann bietet Dir mein Seminar „Lebe Dein Leben“ die dazu notwendigen Werkzeuge an. Einfache, praktische Techniken für den Alltag, um alte, falsche Muster umzuwandeln in das, was Du wirklich erleben willst: Freude, Gesundheit, Erfolg, Erfüllung. Der erste Schritt heißt: Falsches loslassen! Loslassen, was nicht glücklich macht. Loslassen, was nicht zu Dir gehört.

Der zweite Schritt beinhaltet, Deine wahre Vision zu erkennen und zu verwirklichen, beinhaltet das Erschaffen solcher Lebensumstände, die Dir entsprechen; beinhaltet, ganz bewusst zu bestimmen, wie Dein Leben aussehen soll. Und vergiss dabei nie: Die Meinung der anderen ist unwichtig. Lebe Dein Leben, lebe als Du selbst, denn das ist Deine wahre Bestimmung. Du bist in dieser Welt, um Deiner Einmaligkeit Ausdruck zu verleihen, um Deinen Platz im Leben bewusst und mit Freude zu erfüllen.

Der beste Weg ist der Weg zu Dir selbst

Es gibt nur ein einziges Glück und das heißt, Du selbst zu sein. Die Wurzel allen Unglücks ist, jemand zu sein, der man gar nicht sein will und nicht sein kann; ist, Dinge zu tun, die dem eigenen Wesen nicht entsprechen, oder mit Menschen zusammen zu sein, mit denen man nicht zusammen sein will.

Und trotzdem: Jeder täuscht vor, ein anderer zu sein, jeder versteckt sich – und eben weil keiner er selbst ist, schämen sich alle für das, was sie sind. Unsere Welt könnte ein Garten sein voller Blumen, Blumen mit ihren eigenen Blüten und ihrem eigenen Duft. Aber wir haben aus der Welt eine Fabrik gemacht, die jeden manipuliert. Das Motto für alle lautet: „Sei ein anderer! Du darfst nicht Du selbst sein!“ In diesem seltsamen „Züchtungslabor“ werden Orchideen gezwungen, die Blüten von Tulpen zu tragen. Es klingt absurd, wie sollen die Orchideen das machen? Egal wie sie sich anstrengen, sie werden ihre natürliche Energie unterdrücken, sie werden gegen ihren Ursprung kämpfen, aber das macht sie nicht zu Tulpen. Und richtige Orchideen werden sie auch nicht, denn sie graben sich selbst das Leben ab. Tief im Inneren werden sie weinen und sich schämen, dass sie nicht den Mut hatten zu protestieren und gegen die Herde und ihre kranken Absichten zu rebellieren. Das ist das ganze Unglück.

Jeder hat die ihm eigenen Energien, jeder birgt in sich echte Blüten, doch diese echten Blüten darf er nicht zeigen. Man bringt ihm alles andere bei, nur nicht, authentisch zu sein. Eine Gesellschaftsform, die alle unglücklich macht, ist hässlich – normal, aber hässlich!

Reinhard Mey besingt das treffend: »Kinder werden als Riesen geboren, doch mit jedem Tag, der dann erwacht, geht ein Stück von ihrer Kraft verloren, tun wir etwas, das sie kleiner macht. Kinder versetzen so lange Berge, bis der Teufelskreis beginnt, bis sie wie wir, erwachsene Zwerge, endlich so klein wie wir Großen sind …«

Wir alle werden mehr oder weniger schon als kleines Kind von uns selbst, unserem Ursprung und unseren wahren, eigenen Zielen, wirklich zu leben, abgelenkt. Man macht uns blind für unsere eigene Bestimmung, bringt uns bei, unsere Natur zu leugnen – und wir haben gelernt, unsere Gefühle zu unterdrücken, anstatt echt und authentisch zu sein. „Nur wenn wir uns anpassen, werden wir geliebt und bekommen Aufmerksamkeit und Bestätigung von den Eltern und anderen“, meinen wir fälschlicherweise. Denn Anpassung führt letztendlich dazu, als jemand zu leben, der man gar nicht ist.

Und wenn sich erst einmal die Einstellung breit macht, dass das Leben aus faulen Kompromissen besteht – die Gesellschaft sagt: „Lebe wie die anderen, sei nicht Du selbst!“ – wenn diese Art zu leben zur „Normalität“ wird, wenn ein Kind schon mit Beginn des Lebens gefälligst so sein soll wie die anderen, die „Akzeptierten“, dann ist eines sicher: In dem Maße, wie ein Mensch sich mit der Lebenseinstellung der Masse infiziert und identifiziert, wird er auch das Gleiche wie sie erben: Ein Leben ohne Erfüllung.

Ganz egal, wie viel man erreicht hat oder besitzt. Solange man im Grunde seines Herzen spürt: „Ich bin nicht ich selbst, es gibt keine Liebe, keine Poesie, keine Freude in meinem Leben“, so lange wird man leiden – selbst das Lachen wird aufgesetzt sein, denn man hat die Sprache der Welt gelernt. Und diese Sprache heißt in Kurzform: „Jeder macht jedem etwas vor!“

Äußerer Reichtum ist bedeutungslos ohne inneren Reichtum, denn ohne inneren Reichtum fühlt man sich leer. Man bleibt ein Bettler, egal wie viel man besitzt. Erst wenn man die Dinge gefunden hat, die man nicht kaufen kann, erst wenn man Liebe, Erkenntnis, Weisheit, Bewusstheit, Vitalität und pulsierendes Leben gefunden hat, erst dann hat äußerer Reichtum Bedeutung.

Ein Schlusswort

Jeder Mensch trägt ein Lied in seinem Herzen, hat eine individuelle Bestimmung, eine innere Vision. Wir sind hier, um unserer wahren Natur zu folgen, um unser eigenes Lied zu singen und unsere Vision in Wirklichkeit zu verwandeln. Wirkliches Leben kann sich ohne Freiheit nicht entfalten. Damit sich unser Potential verwirklichen kann, müssen wir frei sein von physischer Sklaverei und, noch viel wichtiger, frei von geistiger Versklavung. Erst diese Freiheit ermöglicht uns, unseren eigenen Zielen und Träumen zu folgen und das zu erreichen, was uns am Herzen liegt.

Warum leben manche Menschen ihr Leben und andere nicht? Warum erreichen manche ihre Ziele und andere nicht? Warum sind manche gesünder, erfolgreicher, glück-licher als andere? Eine Frage an Dein Herz: Bist Du bereit, alles dafür zu tun, damit Du in Freiheit leben und Deine Vision verwirklichen kannst? Alle Herzen antworten immer spontan mit einem „Ja“! Das ist das Schöne am Herzen. Aber dann kommt noch eine Stimme, der „Kopf“ und sagt: „ABER!“ Und schon ist bei vielen das Wort vor dem Komma, das „Ja!“, vergessen.

Und alles, was nach dem Komma (nach dem „ABER“) kommt, wird zum „Bestimmer“. Es „kontrolliert“ uns und hält uns fest. Diese Begrenzungen machen uns krank und unglücklich. Das Heilmittel dafür heißt, das Falsche, das Begrenzende, loszulassen und frei zu sein.

Was wäre, wenn man all die „Wenn“ und „Aber“ auflösen könnte? Wenn man Zweifel verbrennen könnte, damit sich all unsere Kraft auf das lenken lässt, was wir wirklich wollen? Bist Du bereit, Dein „Ja!“ zu einem befreiten Leben so stark werden zu lassen, dass Zweifel verschwinden und dafür Klarheit, Selbstbestimmung und Selbstvertrauen Regie führen?

Wenn Du bereit bist, nimm meine Einladung an und entscheide Dich unwiderruflich dafür, Dein Leben befreit zu leben.

HERZliche Grüße, Marco

Marco Leonardo wurde nach einer handwerklichen Lehre zum Unternemensberater und Motivationstrainer. Als Gründer mehrerer erfolgreicher Firmen mit zuletzt über 150 Mitarbeitern verließ er dann den Weg von Karriereleiter und Geschäftsidealen und widmete sich dem Geheimnis ganzheitlichen Erfolges und wahrer Erfüllung. Er besuchte viele Länder undsammelte bei seinen Studien und Reisen praktische Einsichten. Diese gibt er seit 1996 in Beratungen,„Befreit leben“ und „Lebe Dein Leben“-Seminaren an Jugendliche und Erwachsene weiter und motiviert sie, bewusst zu leben, sie selbst zu sein sowie sich ein auf allen Ebenen erfüllendes Leben zu gestalten.

 

Wenn Impfnebenwirkungen als Kindesmisshandlung fehlgedeutet werdenEin Interview mit Marion Kammer

Wenn Impfnebenwirkungen als Kindesmisshandlung fehlgedeutet werden
Ein Interview mit Marion Kammer

(Aus Depesche 13/2017)

Kontakt: mari.ka@live.de oder über den Verein IN-ES: //in-es.info

Marion Kammer ist Diplom-Sozialpädagogin. Seit 2014 betreut sie im Bundesgebiet bisher 30 Familien, die ein Schicksal teilen: Ihre Kinder erlitten nach der 6-fach-Impfung im Säuglingsalter Symptome wie Hirnschwellung/Hirnblutungen. Doch dieselben wurden nicht als Impfnebenwirkung gewertet, obwohl sie es mit großer Wahrscheinlichkeit waren, sondern als Kindesmisshandlung fehlgedeutet. Behörden, Krankenhäuser, Medien und Jugendämter verschweigen diese Impfnebenwirkungen. Mit fatalen Folgen für die Eltern: Väter wurden falsch beschuldigt und mussten teils ins Gefängnis, Eltern wurde das Sorgerecht entzogen (für alle Kinder), Familien fielen auseinander, wurden zu Sozialfällen. Im Interview erzählt Marion Kammer aus der Praxis von schier unglaublichen Fällen, die tatsächlich passiert sind – und wie sie jeweils helfen konnte.

Impfungen, die früher einzeln angewendet wurden, werden heute zumeist kombiniert verabreicht, wie z.B. mit dem Sechsfachimpfstoff Infanrix Hexa®. Doch diese 6-fach-Impfungen haben, zwar seltene, dafür aber gefährliche Nebenwirkungen. Bei den Fällen, die Marion Kammer betreut, zeigten sich bei den Babys als Erstsymptome schrilles Schreien, starkes Erbrechen, Krampfanfälle und Apathie. Da sich die Zustände nicht besserten bzw. sogar verschlechterten, wurden die Kinder in ein Krankenhaus eingewiesen. Als dann eine Hirnschwellung oder Hirnblutung festgestellt wurde, schlussfolgerte man dort, dass diese Symptome „nur auf Misshandlung zurückzuführen sein konnten“ – und die Mühlen der Behörden begannen zu mahlen.

„Schütteltrauma“ als Folge der 6-fach-Impfung?

Mit dem Thema beschäftigt Marion Kammer sich seit über 20 Jahren, ursprünglich wegen der Geburt ihrer eigenen Kinder. Intensive Recherchen über die Risiken des Impfens führten dazu, dass sie ihre Söhne nicht impfen ließ. Außerdem nahm Marion Kammer öfter Pflegekinder in ihre Obhut. 2008 bekam sie ein Pflegekind, dessen Eltern vorgeworfen wurde, sie hätten das Kind misshandelt. Doch Frau Kammer wurde hellhörig, als sie erfuhr, dass das vier Monate alte Kind im Krankenhaus gewesen war. Die Diagnose lautete „Schütteltrauma“. Die engagierte Sozialpädagogin recherchierte daraufhin. Ihr Anfangsverdacht war, dass das ein Symptom vielleicht im Zusammenhang mit einer Impfung stehen könnte. Zu ihrem Entsetzen stellte sie fest, dass alle Schütteltraumasymptome mit potentiellen Impffolgen identisch sind: Hirnschwellung, Hirnblutung, Krampfanfälle, Atemprobleme und Apathie.

Marion Kammer im Interview

Frage: Nachdem sich der Verdacht bestätigte, die Symptome könnten eine Impffolge sein, informierten Sie die für den Jungen zuständige Sachbearbeiterin des Jugendamtes. Wie ging es weiter?

Marion Kammer: Ich erklärte der Mitarbeiterin, die selbst auch Zweifel an der Diagnose Schütteltrauma hatte, dass auch Impfungen solche Nebenwirkungen haben können und fragte, ob sie wisse, ob der Junge kurz vorher geimpft wurde. Tatsächlich hatte der Junge kurz vorher eine 6-fach-Impfung (Infanrix Hexa®) sowie die Pneumokokkenimpfung mit dem Impfstoff Prevenar®. Die Ärzte verneinten jedoch diesen Erklärungsansatz. Der Mitarbeiterin blieb dann nichts anderes übrig, als den Jungen in Obhut zu geben. So kam der Junge dann zu mir.

Frage: Wann bekam der Junge die Impfung, was passierte dann?

Marion Kammer: Der Junge wurde an einem Freitag geimpft und er erbrach bereits am Abend. Als er weiter erbrach, gingen die Eltern mit ihm am nächsten Tag ins Krankenhaus, da es zudem recht heiß war (Juli) und sie Angst hatten, er könne austrocknen. Der Junge blieb dann zur Beobachtung im Krankenhaus. Erst dort verschlechterte sich sein Zustand dramatisch. Es wurden Einblutungen im Auge entdeckt. Der Ultraschall zeigte eine beginnende Hirnschwellung. Die Ärzte warteten noch ab und hofften, dass die Schwellung zurückgehen würde. Da sie jedoch stärker wurde, musste das Kind operiert werden. Das war am sechsten Tag nach der Impfung.

Frage: Den Ärzten muss doch aufgefallen sein, dass das so kurz nach der Impfung passierte?

Marion Kammer: Eben nicht. Ich schrieb ans Jugendamt, bat um Überprüfung der Diagnose und erläuterte meine Zweifel. Dass die Verletzung vor der nachweislich stattgefundenen Impfung geschehen sein sollte, wie im Entlassungsbericht stand, konnte nicht falscher sein, denn dann hätte doch dem Arzt etwas auffallen müssen. Indem er den Jungen impfte, bestätigte er ja, dass alles in Ordnung war; einen nicht gesunden Jungen hätte er gar nicht impfen dürfen!

Frage: Gab es weitere Zweifel an der Diagnose „Schütteltrauma“?

Marion Kammer: Jede Menge. Der Junge wirkte überhaupt nicht wie ein misshandeltes Kind. Er war ausgeglichen, fröhlich. Auch bei seinen Eltern, und selbst bei seinem Vater war er unverändert entspannt. Sein körperlicher Zustand war altersgemäß – und auch in den Wochen, in denen er bei uns war, ging die Entwicklung ganz normal weiter.

Frage: Es gab ja dann ein Gutachten. Welches Ergebnis brachte es?

Die Fontanelle ist ein noch nicht geschlossener Bereich des Schädelknochens beim Neugeborenen, der sich erst nach der Geburt allmählich schließt. Kommt es zu einer Hirnschwellung, wölbt sich die Fontanelle nach außen.

Marion Kammer: Mein Verdacht einer Impffolge bzw. die Zweifel an einer Misshandlung wurden durch das Gutachten bestätigt! Ich zitiere: „[…] begann sich der klinische Zustand von D. erst während des stationären Aufenthalts zu verschlechtern. Es kam zu einer zunehmenden Steigerung des Hirndrucks mit Vorwölbung der Fontanelle, was am 17. Juli 2008 zu einer operativen Druckableitung des Hirnwassers zwang. Diese Hirndrucksteigerung entstand
also wenige Tage nach der Kombinationsimpfung, und noch immer dachte niemand an die Möglichkeit einer Impfkomplikation, obwohl gerade nach Anwendung der Sechsfachkombinationsimpfstoffe Fälle solcher Hirndrucksteigerungen beobachtet und auch veröffentlicht worden waren. Selbst bei einem so auffälligen zeitlichen Zusammenhang scheint die Impfung als kausaler Faktor, der zur Entstehung von lebensbedrohlichen Symptomen geführt haben kann, nicht wahrgenommen, geschweige denn gemeldet worden zu sein.“

Frage: Wer hat denn das Gutachten in Auftrag gegeben?

Marion Kammer: Da die Eltern kein Geld für ein Gutachten hatten, fragte ich in meinem impfkritischen Bekanntenkreis nach Spenden für das Gutachten. Als die Finanzierung stand, konnten wir das Gutachten in Auftrag geben.

Frage: Ohne Sie hätte es das Gutachten also nicht gegeben?

Marion Kammer: Ganz genau. Und der Junge wäre dann auch niemals zu den Eltern zurückgekommen.

Frage: Der Kinderarzt, der den Jungen geimpft hatte, hätte doch Verdacht schöpfen müssen?

Marion Kammer: Das sollte man meinen! Ich fuhr zur nächsten U-Untersuchung zu ihm, weil ich wissen wollte, ob er ihn wieder impfen würde. Denn selbst ohne eine Impffolge zu vermuten, müsste man doch dem Umstand Rechnung tragen, dass der Junge eine Hirnschwellung gehabt hatte, so dass man die Impfung zumindest verschieben würde. Und tatsächlich, der Arzt hätte ihn wieder geimpft! Als ich ihm dann sagte, dass der Junge jetzt nicht geimpft wird, weil ich eine Impfreaktion vermutete – da war vielleicht ‘was los! Er wurde laut und meinte, nicht er habe das Kind geschädigt, sondern der Vater habe es misshandelt. Das ist das, was ich bei allen Fällen erlebe: Die Kinderärzte fallen den Eltern in den Rücken. In keinem Fall halfen sie den Eltern!

Frage: Wie ging es in diesem Fall dann weiter?

Marion Kammer: Durch das Gutachten wurde die Rückführung des Jungen zu seinen Eltern eingeleitet. Er kam um seinen ersten Geburtstag herum zurück. Er ist heute 10 Jahre alt, ihm geht es sehr gut. Ein aufgeweckter, charmanter Junge, ein richtiger Sonnenschein, dem die Herzen zufliegen. Genau so stellt man sich ja ein schwer misshandeltes, traumatisiertes Kind vor (ironisch)! Nein, wirklich, auch dadurch ist sonnenklar, dass er nie misshandelt wurde!

Frage: Was unternahmen Sie dann noch in diesem Fall?

Marion Kammer: Ich meldete dies dem Landesjugendamt und der Bezirksregierung. Ich plädierte dafür, dass man im Falle eines Schütteltraumas unbedingt einen Blick in den Impfausweis werfen und die Jugendämter davon unterrichten solle. Aber das passierte meines Wissens nicht. Ich begleitete die Eltern zum Anwalt, um die Klinik wegen dieser Falschdiagnose zu belangen. Ich bin auch an TV-Sender herangetreten, aber denen ist das Thema zu heiß. Mir wurde ein kritischer Journalist empfohlen. Ihm habe ich mehrmals geschrieben – keine Reaktion. Auch die Mutter hat Kontakt aufgenommen und die gleiche Blockade erfahren. In den Medien geht da gar nichts.

Frage: Wie kam es, dass sich dann immer mehr betroffene Eltern an Sie wandten?

Marion Kammer: Ich stand ja schon zu diesem Zeitpunkt in Kontakt mit den meisten impfkritischen Personen, Aktivisten und Vereinen. Und so verbreitete sich die Geschichte. Immer, wenn es um ein „Schütteltrauma“ ging, wurden die Eltern an mich verwiesen. So auch der nächste Fall: Maya.

Frage: Dazu gibt es einen Film im Internet (YouTube: „Der Fall Maya: Die dunkle Seite der ‘heilen’ Impf-Welt“). Haben Sie der Mutter von Maya auch geholfen?

Marion Kammer: Ja. Kurz nachdem das Gutachten des ersten Falles vorlag, wandte sich die Mutter von Maya an mich. In diesem Fall war kein Mann greifbar, so wurden der Mutter zwei „psychische Erkrankungen“ unterstellt. In einer Eltern-Kind-Therapie, in die sich die Mutter freiwillig begab, wurden diese „Erkrankungen“ jedoch nicht bestätigt! Auch dieser Fall zeigt deutlich, dass man lieber die Väter als kriminell hinstellt (bzw. der Mutter eine psychische Erkrankung unterstellt), bevor man die Impfung „beschuldigt“. Daher rate ich auch Vätern dringend, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, denn in der Regel sind sie es, die auf der Anklagebank landen.

Frage: Wie lange dauerte es, bis Maya zurückkam?

Marion Kammer: Etwa 8 Monate. Die Mutter war ja aber in einer Mutter-Kind-Einrichtung, so dass es zu keinem kompletten Beziehungsabbruch kam (nur anfangs war Maya in einer Pflegefamilie).

Frage: Sie sagten, dass die Symptome entweder im Beipackzettel stehen oder an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI, Bundesinstitut für Impfstoffe) gemeldet werden. Das ist doch eigentlich ein klarer Hinweis auf eine Impfnebenwirkung, oder?

Marion Kammer: Ja, aber das interessiert niemanden, nicht die Klinik, nicht das Jugendamt und meist auch nicht das Familiengericht. Wenn sich die Eltern an mich wenden, solange das Kind noch in der Klinik ist, rate ich ihnen, dass sie von den Klinikärzten eine schriftliche Begründung fordern sollen, warum eine Impffolge ausgeschlossen wird. Aber die Ärzte geben einfach keine schriftliche Begründung ab! Es heißt einfach lapidar: „Solche Impffolgen gibt es nicht!“ Obwohl sie ja im Beipackzettel vermerkt sind! Auch wenn man dem Jugendamt/Gericht die Beweise liefert, dass es solche Impfnebenwirkungen tatsächlich gibt – z.B. Todesfallmeldungen an das Paul-Ehrlich-Institut oder die Veröffentlichung einer Münchner Pathologengruppe – dann wird auch dies ignoriert!

Frage: Also selbst unumstößliche Fakten werden ignoriert?

Ein tatsächlich misshandeltes Kind zeigt andere Anzeichen als „nur“ eine Hirnblutung. Für die Diagnose „Schütteltrauma“ schreibt u.a. die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin vor, dass neben den traumatischen Hirnschäden auch Faktoren zutreffen, wie: • Blutungen in der Netzhaut, • Begleitverletzungen, die für eine Misshandlung sprechen, • elterliche Risikofaktoren wie Drogenabhängigkeit oder • frühere Misshandlungen.

Marion Kammer: Ja! Demgegenüber ist es aber so, dass es sich bei der Diagnose „Schütteltrauma“ in der Regel um eine Vermutung handelt. Wenn ein Kind nach einer Impfung im Krankenhaus landet, muss man doch eigentlich zuerst von einer Impfreaktion ausgehen. Denn die Impfung ist Fakt, die Misshandlung aber nur Vermutung. Es ist ja richtig, dass man auch die Möglichkeit einer Misshandlung überprüft, das gehört zur Sorgfaltspflicht. Aber es braucht harte Fakten, um eine Misshandlung festzuschreiben. In all den Fällen, die ich begleite, war es aber anders herum: Es wurde eine Hirnschwellung oder Hirnblutung festgestellt (oder auch Fleckblutungen in der Netzhaut), und schon wurde eine Misshandlung zementiert, die Diagnose „Schütteltrauma“ gestellt, womit die Impffolge ausgeschlossen wurde! Und dies ohne jegliche Begründung! D.h. die harten Fakten für eine Misshandlung fehlten fast immer komplett!

Frage: Was wären konkrete Fakten für eine Misshandlung?

Marion Kammer: Äußere Verletzungen, Auffälligkeiten im Nackenbereich, typische Verhaltensauffälligkeiten: ängstlich, panisch, weinerlich, schreckhaft. Auffällig ist ja bei vielen Fällen, dass es den Kindern nach der Operation sofort wieder gut geht. Das allein schließt schon eine so schwere Misshandlung aus. Aber die Rechtsmediziner, die eingeschaltet werden, schauen oft gar nicht das Kind an, sondern urteilen nur aufgrund der Aktenlage.

Frage: Wenn es den betroffenen Kindern so schnell wieder besser ging, hätte man doch schon deshalb an einer Misshandlung zweifeln müssen?

Marion Kammer: So ist es. Man muss bedenken, dass es ja durchaus schwere Schäden (bis hin zum Tod) als Impfreaktionen gibt.

Frage: Wie ging es dann weiter?

Marion Kammer: Es ging richtig los nach der Dokumentation von Michael Leitner „Wir Impfen Nicht!“ (WIN), wo ich diese Problematik darlege. Sie ist kostenfrei auf YouTube einzusehen. Da kamen 9 Fälle dazu. Zusammen mit den ersten beiden Fällen also 11. Hier konnten wir erreichen, dass die Kinder in ihre Familien zurückkamen. Allerdings ist es leichter, die Diagnose „Schütteltrauma“ zu erschüttern, als die Symptome als Impfschaden anerkennen zu lassen. Mit positiven Erziehungsfähigkeitsgutachten kamen diese Kinder zurück zu ihren Eltern. Dann fragt niemand mehr, warum die Kinder überhaupt diese gesundheitlichen Probleme hatten! Der logische Erklärungsansatz, dass es eine Impffolge war, wird einfach unter den Teppich gekehrt. Niemand will wahrhaben, dass man den Eltern ein riesiges Unrecht angetan hat. Aber es war ein monatelanger Alptraum für Eltern und Kind, da ja immer ungewiss war, ob das Kind in die Familie zu-rückkommen würde.

Frage: Welcher Fall war für Sie am schlimmsten?

Marion Kammer: Besonders schlimm ist es, wenn den Eltern noch ein weiteres Kind entzogen wird. Das war in vier Fällen so. Der schlimmste Fall war der von Lukas. Da mussten sich die Eltern tatsächlich von ihrem Kind verabschieden. Er kam gleich am Tag nach der Impfung ins Krankenhaus, weil es ihm nicht gut ging. Nach knapp einer Woche wurde er entlassen. Zwei Wochen später hatte er dann Atemstillstand, der Vater reanimierte ihn. Er kam ins Krankenhaus, aber schaffte es nicht. Er starb 4 Wochen nach der Impfung. Das allein ist ja schon schrecklich genug, aber da man die Diagnose „Schütteltrauma“ stellte, wurden den Eltern auch die beiden Töchter genommen.

Die Mädchen kamen in zwei Pflegefamilien. Im Oktober durften sie dann mit der Mutter in eine Einrichtung. Zuletzt entschied der Richter, dass Mutter und Kinder wieder in die Wohnung zurückgehen könnten, allerdings müsse der Vater ausziehen. Was hier besonders auffällt, ist, dass der Obduktionsbericht 9 Monate lang nicht herausgegeben wurde. Auch eine Klinik weigert sich, die Krankenakte herauszugeben. Die muss jetzt herausgeklagt werden. Da fragt man sich dann schon, ob da was vertuscht werden soll. Im Übrigen haben wir das öfter, dass Unterlagen nicht herausgegeben werden.

Frage: Welche Erfahrungen machten Sie mit Rechtsanwälten?

Marion Kammer: Schlechte, denn die meisten kennen sich mit dieser Problematik nicht aus. Glücklicherweise habe ich nun eine Anwältin, die sich anhand meiner Unterlagen gut eingearbeitet hat. Wir haben jetzt auch einen Verein gegründet, um den Eltern noch besser helfen zu können. Wir müssen die Anwälte regelrecht zwingen, dass sie unserem Rat folgen, weil es sonst vergebene Liebesmüh ist. In einem Fall nutzte der Anwalt unsere Unterlagen und Notizen gar nicht. Folge: Der Vater wurde zu drei Jahren Haft verurteilt (es wurde dann Berufung eingelegt). Ich riet dann zu einem anderen Anwalt. Wir müssen auch die Eltern anleiten. Viele denken, „der Anwalt wird es schon richten“. Aber das läuft so nicht, man muss die Anwälte fordern. Ein schlechter Anwalt zeichnet sich z.B. dadurch aus, dass er kaum erreichbar ist und nicht zurückruft. Dann raten wir zu einem Wechsel. Das gleiche Problem haben wir mit Gutachtern. Fast alle meiden das Thema Impfschäden. Es ist ihnen zu heiß. Man weiß ja auch, dass sie Druck bekommen.

Frage: Was Sie berichten, ist erschütternd …

Marion Kammer: Nun, dass den Eltern das Kind oder sogar mehrere Kinder weggenommen werden, ist ja schon schlimm genug. Aber es gibt noch weitere Gefahren.

Frage: Welche?

Marion Kammer: Drei …

1. Die Staatsanwaltschaft wird eingeschaltet, es kommt zu einem Ermittlungsverfahren, zu einer Anklage und einer Gerichtsverhandlung. Neben einem Anwalt für Familienrecht wird dann auch noch einer für Strafrecht benötigt. Man kann sich vorstellen, welche finanziellen Belastungen auf die Eltern zukommen (die Eltern von Jonas hat das fast 15.000 Euro gekostet). Und zu der Angst, ob man sein/e Kind/er zurückbekommt, kommt dann noch die Angst vor einer möglichen Gefängnisstrafe.

2. All das ist natürlich eine große Belastung für die Paarbeziehung. Leider gab es auch Trennungen in dieser schweren Zeit. Es ist ungewiss, ob es dazu auch gekommen wäre ohne diese traumatischen Geschehnisse. In einigen Fällen war es auch so, dass die Mütter gezwungen wurden, sich vom Vater zu trennen, um ihr Kind oder ihre Kinder behalten zu können. Das hatte in einem Fall zur Folge, dass die Mutter mit ihren Kindern dann von Sozialhilfe leben musste. So werden Familien zerstört!

Der Beipackzettel des Sechsfach-Baby-Impfstoffs Infanrix Hexa führt u.a. folgende Nebenwirkungen auf: Bauchschmerzen, Erbrechen, Verstopfung (gelegentlich), Bronchitis, Husten, Schnupfen (häufig), Unruhe (häufig), Krampfanfälle (sehr selten), allergische Reaktionen (sehr selten), Kollaps/schockähnlicher Zustand (sehr selten), ungewöhnliches Schreien (häufig), Hautausschlag, Dermatitis (häufig), Durchfall, Darmentzündung (häufig), Benommenheit, abnorme Schläfrigkeit (gelegentlich), Abgeschlagenheit, Reizbarkeit (sehr häufig), Candida-Infektion (häufig), Gastroenteritis (Magen-Darm-Grippe, Brechdurchfall, häufig), Bindehautentzündung (häufig).

3. Manchmal wird den Eltern auch das Sorgerecht entzogen, was zur Folge hat, dass sie nicht mehr über Gesundheitsfragen mitentscheiden dürfen. Teils werden die Kinder dann auch weiter geimpft! Es ist ja bekannt, wenn ein Kind stark auf eine Impfung reagiert, dass man dann vorsichtig sein soll, weil bei einer weiteren Impfung die Reaktion noch stärker ausfallen kann. In einigen Fällen erlitten die Kinder auch weitere Impfschäden. Charlotte z.B. wurde nach der Inobhutnahme wieder geimpft, obwohl sie Netzhautblutungen hatte. Nach der Impfung bekam sie eine Bindehautentzündung und dann einen Krampfanfall. In diesen Zustand wurde hineingeimpft! Nun ist sie blind. Jonas hatte auch Netzhautblutungen. Da prognostizierte die Ärztin, dass er mit Sicherheit blind sein wird. Die Blutung bildete sich aber in den nächsten Monaten zurück und der Junge sieht ganz normal. Hätte man Charlotte nicht weiter geimpft, hätte sie die Chance gehabt, sich zu erholen. Es ist so offensichtlich, dass die wiederholte Impfung den Schaden gesetzt hat!

Frage: Weiß man, wie viele solcher Fälle es gibt?

Marion Kammer: Im SPIEGEL stand, dass es jährlich ca. 100 bis 200 Todesfälle durch Schütteltrauma gäbe. Ich habe dann mal gegoogelt und fand einen Bericht, aus dem sich ergab, dass ca. 60 Prozent davon Falschdiagnosen (also möglicherweise Impffolgen) sein könnten.

Wenn man bedenkt, dass Impfnebenwirkungen, die wie „Schütteltrauma“ aussehen, mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:10.000 angeführt werden, ergibt dies bei 700.000 Geburten ca. 70 schwerwiegende Reaktionen – pro Impfung. Die erste Sechsfachimpfung im 2. Lebensmonat wird im 3. und 4. Lebensmonat wiederholt und noch einmal zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat. Wenn bei der ersten Impfung schon ein kleiner Schaden gesetzt wurde, treten bei einer weiteren Impfung mit größerer Wahrscheinlichkeit solche Nebenwirkungen auf. Wenn man jetzt weiß, dass solche Impffolgen geleugnet werden, kann man erahnen, dass 200-300 Fälle pro Jahr denkbar sind. Im Grunde müsste man jeden Schütteltraumafall routinemäßig zuerst mit dem Impfpass abgleichen. Schließlich könnte man eine Impffolge nur dann ausschließen, wenn das Kind keine Impfung bekam.

Frage: Was ist, wenn in einem Fall das Kind keine vorausgehende Impfung erhielt, können Sie den Eltern dann nicht helfen?

Guthkelch selbst mahnte in jüngerer Zeit zur Vorsicht. Es ist falsch, Eltern und Gerichte nicht darüber zu informieren, dass es sich bloß um Hypothesen handelt und nicht um medizinisch oder wissenschaftlich bewiesene Fakten. Guthkelch gibt zu bedenken, dass mit den heutigen radiologischen Möglichkeiten zunehmend mehr subdurale Hämatome bei Säuglingen festgestellt werden; laut einer Studie haben 46 Prozent aller symptomlosen Säuglinge subdurale Blutungen nach normalen Geburten.

Abgesehen davon ist die Diagnose „Schütteltrauma“ eine sog. Ausschlussdiagnose, also eine Diagnose, die gefällt wird, nachdem alle anderen möglichen Ursachen ausgeschlossen wurden. Man bedenke, dass bei fast jedem zweiten Kind Hirnblutungen festgestellt werden! Die Zweifel an der Diagnose „Schütteltrauma“ haben wir uns also nicht aus den Fingern gesogen. Dennoch geht dieser Wahnsinn quasi automatisch los, sobald ein Kind eine Hirnschwellung oder Hirnblutung nach einer Impfung erleidet.

Frage: Gab es auch Fälle, in denen es keine so eindeutige Impffolge war und der Vorwurf der Misshandlung eventuell tatsächlich hätte zutreffen können?

Marion Kammer: Das ist ja die große Angst vieler impfkritischer Personen und Organisationen, man könne mal einen wirklichen Misshandler unterstützen. Aber die Gefahr ist gering, da man beide Zustände gut unterscheiden kann. Wir sehen ja die Krankenunterlagen. Zudem bekommen wir Auskünfte von den Anwälten. So kann man die Sache einschätzen. Oft waren die Eltern nach der Impfung auch mehrmals beim Arzt, und es wurde nichts herausgefunden, d.h. auch keine neurologischen Probleme, wie sie bei einem misshandelten Kind auftreten. Ebenso telefoniere ich lange mit der Mutter und bestehe darauf, mit dem Vater zu telefonieren, um mir eine Meinung zu bilden.

Frage: Was erschwert die Beurteilung solcher Fälle für Sie?

Marion Kammer: Schwer ist es immer, wenn von Knochenbrüchen die Rede ist. Da versuche ich klären zu lassen, ob es echte Brüche sind. Dazu gibt es ja eine Ausarbeitung von Viera Scheibner, die erklärt, dass jede Impfung ein Vitamin-C-Killer ist und skorbutähnliche Zustände zur Folge haben kann. Da gibt es auch Auffälligkeiten bei den Knochen, die aber keine Brüche sind, aber manchmal als solche fehlgedeutet werden.

2003 bekam ich z.B. eine Pflegetochter, und es hieß, sie habe zwei „Schädelbrüche“ erlitten. So wurde es seitens der Klinik ans Jugendamt berichtet. Als ich das Mädchen abholte, fragte ich den Arzt, worauf ich achten müsse. Daraufhin meinte der Arzt, ich müsse auf nichts Besonderes achten, denn es wären keine richtigen Schädelbrüche, sondern nur Haarrisse. Es war also nichts. Aufgrund dieser angeblichen Schädelbrüche wurde der Mutter das Kind weggenommen!

Frage: Sie erwähnten, dass Sie einen Verein gegründet haben, welchen Zweck verfolgt er konkret?

Marion Kammer:Ja, er heißt IN-ES, das steht für Impf-Nebenwirkung Elterlicher Sorgerechtsentzug . Im Vorstand sind der Arzt Rolf Kron sowie eine betroffene Mutter. Eine Mutter unterstützt mich bei der Betreuung der Eltern wie auch Jürgen Friedrich von Libertas & Sanitas .

Ich war ja lange Einzelkämpferin, umso glücklicher bin ich, dass es diesen Verein gibt. Es erleichtert meine Arbeit ungemein. Wir hoffen, dass wir diese Problematik in die Öffentlichkeit bringen und dadurch mehr Eltern helfen können. Wir sind für jede Unterstützung dankbar. Wir brauchen natürlich auch Gelder, weil manche Betroffenen schlicht und einfach nicht so viel Geld haben für die Anwaltskosten oder Gutachten.

Da hat Hans Tolzin über AGBUG (Arbeitsgemeinschaft Bürgerrecht und Gesundheit, agbug.de), bei zwei Gutachten ausgeholfen.

Eben so sind wir ja immer auf der Suche nach Anwälten, Gutachtern, Rechtsmedizinern, Neuroradiologen, Osteologen (wegen der angeblichen Knochenbrüche).

Frage: Es scheint hier großer Handlungsbedarf zu bestehen. Was können Eltern tun?

Marion Kammer: Informieren, informieren, informieren! Ich habe auch Unmengen an Büchern gelesen und im Internet recherchiert. Wenn man „Impfkritik“ eingibt, kommt man auf die Seite von Hans Tolzin . Da sind z.B. alle Beipackzettel zu finden. Man kann dort auch Elternstammtische in der Nähe finden. Da bekommt man Unterstützung.

Frage: Möchten Sie abschließend noch etwas sagen?

Marion Kammer:Ja, ich möchte darauf hinweisen, dass Schicksale, wie die erwähnten, wirklich jedem passieren können, zwar in erster Linie den Eltern, aber anderen Betreuungspersonen ebenso. So las ich Ende letzten Jahres von einer Tagesmutter, der dies vorgeworfen wurde. Sie kam sogar in Untersuchungshaft. Vielleicht hat sie das Kind ja wirklich misshandelt? Aber was wäre, wenn es kurz vorher geimpft wurde? Im Ermittlungsverfahren wird ja überprüft, wer alles Kontakt mit dem Kind hatte. Wenn eine Tante während dieses Zeitraumes das Kind beaufsichtigt hat, wird auch sie verdächtigt. Man muss also nicht unbedingt Kinder haben. Es reicht, wenn man diese als Verwandter, Bekannter oder Betreuungsperson nur einmal beaufsichtigt. Jeder kann in Verdacht geraten und angeklagt werden!

Michael Kent: Dann hoffe und wünsche ich Ihnen, dass Ihre Arbeit viel Unterstützung findet!

Michel Kent

Schriftsteller und Buchautor

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Die MeinungsmacherVon Michael Kent, basierend auf einem Artikel von Dr. Tim O‘Shea

Die Meinungsmacher
Von Michael Kent, basierend auf einem Artikel von Dr. Tim O‘Shea

(Aus Depesche 05/2003)

Haben Sie sich schon einmal überlegt, wer die Art, wie wir über bestimmte Dinge denken, prägt und formt? Wieso denken die Menschen heutzutage über bestimmte Themen auf annähernd oder gänzlich identische Weise? Wieso glauben die meisten von uns, Milch sei gesund und Fleisch ein Stück Lebenskraft? Wieso glauben wir, eine Grippeimpfung könnte uns vor Grippe schützen (obwohl es seit Jahren Geimpfte erwischt wie Ungeimpfte), Krebs sei eine tödliche Krankheit und nur die Schulmedizin könne helfen (wobei die Todesrate in der Schulmedizin nach sieben Jahren bei rund 95 Prozent liegt und in der Alternativmedizin deutlich besser ist)? Wieso haben Pharmaunternehmen zumeist einen so guten Ruf? Wieso trauen die Menschen immer noch denselben Politikern, obwohl sie seit vielen Jahrzehnten auf identische Weise betrogen werden? Woher kommt die Idee des menschengemachten Klimawandels, der schmelzenden Polkappen (das Gegenteil ist wahr), woher kommen gesellschaftliche Strömungen wie die Homo-Ehe oder das sog. Gender-Mainstreaming? Was immer Sie denken, nach der Lektüre des folgenden Artikels könnten Sie möglicherweise etwas anderes denken!

Die Fesseln der Filterung unserer Wahrnehmung und der gesellschaftlichen Konditionierung sind heute schwerer abzustreifen denn je. Wir sind die wahrscheinlich programmiertesten Wesen, welche die Welt je gesehen hat. Nicht nur, dass unsere Gedanken und Einstellungen kontinuierlich geformt und gestaltet werden, unser ganzes Bewusstsein scheint subtil und unerbittlich ausgelöscht zu werden.

Es ist allgemein kaum bekannt, wie „Allgemeinwissen“ über Tausende Medienclips ins öffentliche Bewusstsein gepflanzt wird. Daher möchte ich ein wenig Basiswissen über die Informationshandhabung in der westlichen Welt zur Verfügung stellen. Sobald die Grundlagen verdeutlicht wurden, wird der Leser in der Lage sein, jeden beliebigen Bericht in den heutigen Nachrichten in Frage zu stellen.

Die erste Regel lautet: „Wenn jedermann an etwas glaubt, ist es vermutlich falsch.“ In der westlichen Welt ist Alltagsweisheit mit Massenakzeptanz – um es auf einen kurzen Nenner zu bringen – zumeist so entstanden: Jemand hat dafür bezahlt.

Beispiele: • Medikamente machen gesund. • Impfungen machen immun. • Bei Infektionen braucht man Antibiotika. • Chemotherapie und Bestrahlung sind effektive Behandlungsmethoden gegen Krebs. • Krankenhäuser sind sicher und sauber. • Tierisches Eiweiß ist wichtig für unsere Ernährung. • Ob man dick wird oder nicht, hängt davon ab, wie viel man isst (Kalorien zählen)! • Milch ist ein guter Kalzium-Lieferant. • Aspirin schützt vor Herzinfakt. • Die Bundesbehörde für Medikamentenzulassung prüft alle Medikamente eingehend, bevor sie auf den Markt kommen. • Schwangerschaft ist ein medizinischer Zustand. • Das Ziel der Gesundheitsvorsorgeindustrie ist Gesundheit. • HIV ist die Ursache von AIDS. • ADHS entsteht durch eine Stoffwechselstörung im Gehirn (und die Lösung dafür heißt Ritalin & Co.) • Ohne Impfungen würden die Seuchen zurückkehren. • Chronische Schmerzen sind eine normale Alterserscheinung. • Soja ist Ihre gesündeste Proteinquelle. • Insulininjektionen heilen Diabetes. • Wenn wir Ihre Gallenblase entfernt haben, können Sie essen, was Sie wollen. • Arthrose ist nicht heilbar. • Deutschland ist Jodmangelgebiet usw.

Diese Liste von Illusionen hat Milliarden gekostet, um herbeibeschworen zu werden. Haben Sie sich je gefragt, warum die meisten Leute über die hier aufgeführten Dinge in gleicher Art und Weise denken?

Wie es begann!

Im Buch „Trust Us We’re Experts“ („Vertrauen Sie uns, wir sind Experten“) haben die Autoren John Stauber & Sheldon Rampton verblüffende Informationen zusammengetragen, welche die „Wissenschaft“ der Erzeugung einer „öffentlichen Meinung“ beschreiben. Sie verfolgen die moderne öffentliche Beeinflussung zurück bis in das frühe vorige Jahrhundert und beleuchten dabei die Arbeit von Typen wie Edward L. Bernays, dem Vater der Verdrehung. Aus Bernays Buch „Propaganda“ lernen wir, wie er die Ideen seines berühmten Onkels Sigmund Freud übernahm und sie auf die gerade entstehende „Wissenschaft der Massenbeeinflussung“ anwendete. Der einzige Unterschied war, dass Bernays die Prinzipien nicht dazu benutzte, um verborgene Motive im menschlichen Unterbewusstsein aufzudecken, sondern um Illusionen zu schaffen, welche die Menschen zu Profitzwecken betrogen und Tatsachen verfälschten.

Ein Leitgedanke der frühen Massenbeeinflusser wie Edward Bernays war: „Demokratie ist zu gut fürs Volk. Man muss ihm sagen, was es denken soll, weil es von sich aus nicht zu rationalem Denken fähig ist.”

Der Vater der Verdrehung

Bernays dominierte die PR -Industrie seit den 1930ern und war weitere 40 Jahre lang eine bedeutende Kraft. Er nahm Hunderte verschiedene Aufträge an, um die öffentliche Wahrnehmung einer Idee oder eines Produkts zu erschaffen oder zu (ver-)formen. Als Neueinsteiger beim Ausschuss für Öffentliche Informationen war einer seiner ersten Aufträge, der amerikanischen Öffentlichkeit den Ersten Weltkrieg mit der Vorstellung zu verkaufen, „die Demokratie auf der Welt zu sichern.“ (Ein Prinzip, das bis heute für jeden US-Krieg herhalten muss.)

Während der nächsten Jahrzehnte entwickelte Bernays die Prinzipien, mit denen Menschenmassen durch hundertfach wiederholte Nachrichten beeinflusst werden können. Bernays beschrieb die Öffentlichkeit als eine „Herde, die geführt werden muss“. Das Herdendenken mache die Leute „empfänglich für Führung“. Er wich dabei nie von seinem Grundprinzip ab, „die Massen ohne ihr Wissen zu kontrollieren“, da dies die beste PR sei.

Diese frühen Massenbeeinflusser posierten, als würden sie einen moralischen Dienst für die Menschheit leisten: Demokratie ist zu gut fürs Volk; man muss ihm sagen, was es denken soll, weil es von sich aus nicht zu rationalem Denken fähig ist. Hier ein Auszug aus Bernays Buch Propaganda: „Wer die verborgenen Mechanismen der Gesellschaft manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes darstellt. Wir werden regiert, unser Verstand geformt, unser Geschmack gebildet und unsere Ideen größtenteils von Männern suggeriert, von denen wir nie gehört haben. Dies ist ein logisches Ergebnis der Art, wie unsere Demokratie organisiert ist. […] In fast jeder Handlung unseres Lebens – ob in der Politik oder bei Geschäften, im sozialen Verhalten und unserem ethischen Denken – werden wir durch eine relativ geringe Zahl von Personen beherrscht, die die mentalen Prozesse und Verhaltensmuster der Massen verstehen!“

Bernays glaubte, dass nur einige wenige den nötigen Einblick ins Gesamtbild haben, um mit dieser „heiligen Aufgabe“ betraut zu werden. Zufällig hielt er sich für einen davon.

Geld kommt ins Spiel

Sobald die Möglichkeiten der Anwendung der Freudschen Psychologie auf die Massenmedien erkannt wurden, hatte Bernays mehr Konzernkunden, als er bewältigen konnte. Globale Konzerne strömten aus allen Richtungen herbei, um den neuen Imagemacher zu hofieren. Es gab Hunderte Güter, Dienstleistungen und Ideen, die einer empfänglichen Öffentlichkeit verkauft werden sollten. Über die Jahre haben diese Konzerne das Geld gehabt, um ihre Vorstellungen wahr werden zu lassen: Philip Morris (Tabak, Marlboro), Pfizer (Pharmahersteller, Viagra), Union Carbide (Chemie), Allstate (Versicherungen), Monsanto (Agrar, Gentechnik). DuPont (Chemieriese), Eli Lilly (Pharma, z.B. Prozac), Novartis (Pharma, Ritalinhersteller), Coors (Brauerei), Shell Oil, Standard Oil (Rockefeller), Procter & Gamble, Boeing, General Motors, Dow Chemical (Agrar, Pharma, Medizin, Chemie, Öl), General Mills (Getreideprodukte) u.v.a.

Die Spieler

Hunderte PR-Firmen sind entstanden, um die Nachfrage zu befriedigen. Darunter Edelman, Hill & Knowlton, Burson-Marsteller, Kamer-Singer (GCI-Group), Ketchum, Ogilvy PR … Obwohl dieselben innerhalb der PR-Industrie wohlbekannt sind, kennen wir diese Namen kaum – aus gutem Grund. Die beste PR ist die unbemerkte. Seit Jahrzehnten haben sie Meinungen geschaffen, mit denen viele von uns groß geworden sind, zu praktisch allem, was irgendeinen kommerziellen Wert hat: zum Berufstand der Ärzte, zu Impfstoffen, zur schlechten Meinung über Alternativmedizin, zur globalen Erwärmung, Gentechnik, zu Fertiggerichten, zur Meeresverschmutzung, zum Image von Berühmtheiten – sowie im Krisen- und Katastrophenmanagement usw..

Lektion 1

Bernays lernte schnell, dass die effektivste Weise, um Glaubwürdigkeit für ein Produkt oder eine Vorstellung zu schaffen, eine Beurteilung durch eine „unabhängige dritte Partei“, ein „unabhängiges Gremium“ sei. Es ist ein Unterschied, ob eine Aussage zum Umweltschutz von General Motors kommt oder ob ein vermeintlich unabhängiges Forschungsinstitut mit dem glaubwürdig klingenden Namen „Globale Klima-Koalition“ einen Forschungsbericht vorlegt. Daher gründete Bernays mehr Institute und Stiftungen als Rockefeller und Carnegie zusammen. Unauffällig durch jene Industrien finanziert, deren Produkte bewertet wurden, sprudelten diese „unabhängigen Gremien und Forschungseinrichtungen“ „wissenschaftliche Studien“ und Pressemitteilungen heraus, die das Image erzeugen, das ihre Macher haben wollen. Solche Frontgruppen bekamen hochtrabende Namen: Verbraucherschutz, Klimaforschungsstiftung, Internationaler Rat für Lebensmittelinformation, Stiftung für saubere Luft, Zentrum für Produktqualität, Cato-Institut (Denkfabrik in Washington), Amerikanischer Rat für Wissenschaft und Gesundheit, Globale Klima-Koalition, Allianz für bessere Ernährung, Manhattan-Institut …

Nachrichtenkonserven

Diese und zahllose ähnlich klingende Organisationen sind Frontgruppen mit der Aufgabe, das Image der globalen Konzerne zu verbessern. Dies geschieht u.a. über einen Strom von Pressemeldungen, die „bahnbrechende neueste wissenschaftliche Forschungsergebnisse“ an Sender und Zeitungen verbreiten. Viele dieser Konservenberichte lesen sich wie echte Nachrichten und wurden absichtlich ins Nachrichtenformat gebracht. Dies erspart Journalisten die Mühe, das Thema selbst zu recherchieren – vor allem bei Themen, von denen sie kaum Ahnung haben. Ganze Beiträge können ohne redaktionelle Bearbeitung, aber mit Verfasserangabe des Reporters, der Zeitung oder des Senders übernommen werden – Fertignachrichten, geschrieben von PR Unternehmen! Dies geschieht so jeden Tag, seit den 1920ern, als die Idee der Nachrichtenmeldung durch Ivy Lee erfunden wurde. Manchmal basiert die Hälfte der Berichte eines Wall Streets Journal (zweitgrößte Tageszeitung der USA) allein auf solchen PR-Meldungen – sie werden gezielt unter ordentlich recherchierte Berichte gemischt. Solange Sie nicht selbst Journalist sind oder eigene Rechercheerfahrung besitzen, werden Sie den Unterschied kaum bemerken können.

Die Sprache der Verdrehung

Wie die Meinungsmacherpioniere Erfahrungen sammelten, lernten sie, dass die „Psychologie des Pöbels“ sich auf Emotionen konzentriert und nicht auf Tatsachen. Gute PR stütze sich daher nicht auf Logik, sondern auf die Präsentation. Hier einige ihrer zentralen PR-Grundsätze: • Technologie ist im Grunde Religion. • So lange das Volk zu rationalem Denken fähig ist, ist wahre Demokratie gefährlich. • Wichtige Entscheidungen sollte man Experten überlassen. • Beim Zurechtrücken von Angelegenheiten halten Sie Abstand zur Substanz, erschaffen Sie Bilder. • Äußern Sie keine eindeutig beweisbaren Lügen.

Worte werden aufgrund ihrer emotionalen Wirkung sehr sorgfältig gewählt. Hier ein Beispiel: Eine Frontgruppe namens „Internationaler Rat für Lebensmittelinformation“ kümmert sich um die öffentliche Abneigung gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel. Die Öffentlichkeit fürchtet sich instinktiv vor neuen Schöpfungen, deren Erbsubstanz manipuliert ist. Der Rat möchte die Öffentlichkeit jedoch von der „Unbedenklichkeit“ genmanipulierter Lebensmittel überzeugen, also vermeidet er Worte wie: Franken-stein, Biotechnologie, chemisch, DNA, Experimente, Bestrahlung, Gen-Roulette, Zufall. Stattdessen enthält PR für Genlebensmittel Wörter wie: Kreuzung, natürliche Ordnung, Schönheit, Wahl, Artenkreuzung, Vielfalt, organisch … Die Tatsache, dass genmanipulierte Lebensmittel keine Kreuzungen sind, die der langsamen und sorgfältigen wissenschaftlichen Methode der Kreuzzucht unterworfen waren, spielt keine wirkliche Rolle. Hier haben wir es mit Pseudowissenschaft, nicht mit echter Wissenschaft zu tun. Was meinen Sie, wer den „Internationalen Rat für Lebensmittelinformation“ finanziert? Richtig: Monsanto, DuPont, Coca Cola, Nutrasweet – alle, die aus genmanipulierten Lebensmitteln Gewinn ziehen.

Eigenschaften guter Propaganda

PR-Firmen entwickelten Richtlinien für effektive Massenkontrolle, von denen ich Ihnen einige vorstellen möchte:

  • Entmenschlichen Sie die angegriffene Partei, indem Sie sie beim Namen nennen und dann als … abstempeln.
  • Sprechen Sie in prachtvollen Allgemeinplätzen mit emotional positiven Worten.
  • Wenn Sie etwas zugestehen müssen, reden Sie nicht Klartext, lenken Sie ab.
  • Holen Sie Beurteilungen von Berühmtheiten, Kirchen, Sportlern, Straßenvolk ein – von jedermann, der keine Fachkenntnisse zum Thema parat hat.
  • Der Kniff fürs ‘Fußvolk’: Unsere Milliardäre sind auch nur Menschen wie wir.“
  • Wenn Sie Gräuel verharmlosen, sagen Sie nichts Denkwürdiges, heben Sie den Nutzen des Geschehenen hervor, vermeiden Sie moralische Fragen.

Wenn Sie also verlogene PR entdecken wollen. dann fangen Sie einfach an, nach diesen Techniken Ausschau zu halten!

Wissenschaft zu vermieten

PR-Firmen sind sehr geschickt bei der Vorbereitung von Nachrichtenmeldungen geworden. Sie haben gelernt, die Namen berühmter Wissenschaftler mit der Forschung zu verknüpfen, Wissenschaftler allerdings, die ihre Nase vielleicht kein einziges Mal in die betreffende Forschungsarbeit hineingesteckt haben. Auf diese Weise wird Redakteuren oft nicht mal bewusst, dass einzelne Berichte völlige PR-Fabrikationen sind.

1922 entdeckte General Motors (GM), dass die Beigabe von Blei zum Benzin mehr PS erbrachte. Als es Bedenken gab, bezahlte GM das Bergbauamt dafür, Versuche durchzuführen und unechte Forschungsergebnisse zu veröffentlichen, die „bewiesen“, dass das Einatmen von Blei harmlos sei. Stellen wir in diesem Zusammenhang Herrn Charles Kettering vor. Derselbe war nicht nur Gründer des weltberühmten Sloan-Kettering-Gedächtnisinstituts für medizinische Forschung, sondern „zufällig“ auch Vorstand bei GM. „Zufällig“ brachte das Sloan-Kettering-Institut Berichte heraus, die besagten, dass Blei von Natur aus im Körper vorkomme und dass der Körper die Möglichkeit habe, geringe Mengen davon wieder auszuscheiden.

Durch ihre Verbindung zur „Stiftung für industrielle Hygiene“ und zum PR-Riesen Hill & Knowlton boykottierte Sloan-Kettering jahrelang alle Anti-Blei-Studien mit Erfolg. Ohne organisierten wissenschaftlichen Widerstand wurde in den nächsten 60 Jahren mehr und mehr Benzin verbleit, bis in den 1970ern schon 90 Prozent des Benzins verbleit waren. Nach Jahren unermüdlicher, unabhängiger Aufklärungsarbeit wurde die Schädlichkeit von Blei schließlich zu offensichtlich und verbleites Benzin wurde ab den 1980ern langsam abgeschafft. Aber in insgesamt 60 Jahren wurden über 30 Millionen Tonnen Blei staubförmig auf unseren Straßen freigesetzt.

„Ramschwissenschaft“

1993 schrieb ein gewisser Peter Huber ein Buch namens „Galileos Rache. Darin prägte er den Begriff der Ramschwissenschaft. Hubers flache These lautete, dass „wahre Wissenschaft“ Technologie, Industrie und Fortschritt fördere. Alles übrige sei Ramschwissenschaft. Das Buch wurde durch das industriegestützte Manhattan-Institut gefördert, nachdem es zuvor kaum beachtet worden war – nicht nur, weil es schwach geschrieben war, sondern auch, weil Huber nicht verstand, dass wahre wissenschaftliche Forschung ohne Schlussfolgerung beginnt. Wahre Wissenschaftler suchen die Wahrheit, weil sie diese noch nicht kennen.

Echte Wissenschaft geht so: (1) Man bildet eine Hypothese, (2) trifft Vorhersagen für diese Hypothese, (3) prüft die Vorher-sagen im Versuch, (4) verwirft, bestätigt oder revidiert die Hypothese aufgrund der Forschungsergebnisse.

Der Bostoner Universitätswissenschaftler Dr. David Ozonoff erklärt, dass Ideen in der Wissenschaft wie „lebende Organismen“ seien, die genährt, gepflegt und mit (Finanz-)Mitteln kultiviert werden müssten, damit sie wachsen und erblühen könnten. Große Ideen, die diese finanziellen Mittel aufgrund kommerzieller Betrachtungswinkel nicht erhalten, fallen daher kaum auf, sie verkümmern und sterben ab.

Ein weiteres Indiz, anhand dessen Sie oft wahre und falsche Wissenschaft voneinander unterscheiden können, ist, dass wahre Wissenschaft auf Mängel in ihrer Forschung hinweist. Falsche Wissenschaft heuchelt, dass es keine Mängel gäbe.

Echte Ramschwissenschaft

Durch Konzerne gesponserte Forschung, ob im Bereich der Medikamente, der genmanipulierten Lebensmittel oder der Chemie, beginnen immer mitbeabsichtigten Schlussfolgerungen. Es wurde daher Aufgabe des modernen Wissenschaftlers, die „Wahrheit“ dieser vorab gewünschten und geforderten „Schlussfolgerungen“ nachträglich zu „beweisen“, weil dieser „Beweis“ der geldgebenden Industrie wirtschaftliche Vorteile einbringt! Diese ärgerliche Prostitution der Wissenschaft hat den gesamten Schwerpunkt der Forschung während der letzten 50, 60 Jahre drastisch verschoben – wie jeder aufrichtige Wissenschaftler bereitwillig bestätigen wird. Wissenschaftler klagen, dass die einst objektive Forschung heute zum käuflichen Handelsgut verkommen sei.

Hauptziele aufrichtiger Wissenschaft

Konzern-PR stellt sich unabhängiger Forschung, welche die öffentliche Gesundheit oder die Umwelt schützen will, oft entgegen. Mit dem Wort „Ramsch-wissenschaft“ (engl. “Junk Science”) werden da diejenigen diffamiert, welche die Bedrohung unserer Umwelt oder der Gesundheit aufdecken. Industrie und Politik kommt es zur Vermarktung ihrer Produkte und Ideen nur darauf an, die Illusion von Gesundheit bzw. des Umweltschutzes zu erzeugen.

Und Geld wechselt nur dann den Besitzer, wenn Forschungsinstitute das gewünschte Ergebnis liefern, egal, ob es nach streng wissenschaftlichen Kriterien wahr ist oder nicht. Echte Gesundheit und wirklicher Umweltschutz haben keinen Marktwert! Es ist ironisch, dass ausgerechnet die selbsternannten „Entlarver der Ramschwissenschaft“ meistens selbst keine Wissenschaftler sind. Wozu auch Wissenschaftler sein? Die Aufgabenstellung heißt ja nicht Wissenschaft, sondern „Image“!

Angriffssprache

Wenn PR-Firmen anerkannte Umweltgruppen und Vertreter der Alternativmedizin angreifen, verwenden sie Wörter, die einen emotionalen Hieb austeilen: grausam, gefährlich, dubios, krude, skurril, Quacksalber, Unruhestifter, verantwortungslos, Phobie (wie z.B. in homophob), Hysterie … Wenn Sie das nächste Mal einen entsprechenden Artikel lesen, beachten Sie, wie der Autor seine Voreingenommenheit durch den Gebrauch solcher Vokabeln zeigt.

Eine weitere PR-Taktik ist, die (positive) Sprache der Umweltschützer zu verwenden, um ein gefährliches, unerprobtes Produkt zu verteidigen. Dies sehen wir z.B. bei der „Nebelwand“, die Gentechnik umgibt. Es heißt, dass dieselbe nötig sei, um mehr Nahrung produzieren zu können, den Welthunger zu bekämpfen usw. Der Groschen fällt, wenn Sie erkennen, dass fast alle Gennahrungsmittel von Herbizid-/Pestizidher-stellern geschaffen wurden, damit die Pflanzen noch größere Dosen aushalten können.

Vorabprüfung!

„Veröffentlichen oder Untergehen“ lautet das Dilemma jedes Forschungswissenschaftlers. Wer sein Forschungsprojekt finanziert bekommen möchte, muss in den besten wissenschaftlichen Magazinen publizieren. Wir wissen, dass die wissenschaftlichen Magazine wie das „JAMA“ (Journal of the American Medical Association, Publikation der amerikanischen Ärztevereinigung), das „New England Journal of Med.“ (NEJM), „British Med. Journal“ usw. eine Vorabprüfung durchführen. Das bedeutet, dass alle Artikel, die zwischen den vollfarbigen Medikamentenwerbungen veröffentlicht werden, von schlauen Typen mit einer Menge Empfehlungsschreiben überprüft werden.

Manch Leichtgläubiger würde annehmen, dass die Voraussetzung dafür, dass es ein Artikel durch die Vorabprüfung schafft, jene ist, dass die darin enthaltenen Erkenntnisse hieb- und stichfest nachgeprüft worden sind. Doch obwohl sogar prestigevolle, ehrwürdige medizinische Magazine heucheln, objektiv und nicht bestechlich zu sein, ist die Wahrheit, dass sie die gleiche Sache berücksichtigen müssen wie alle Hochglanzmagazine: „Leg’ dich nicht mit deinen Inserenten an!“ Ganzseitige Werbung in den besten Magazinen kosten Millionen! Wie lange würde ein Pharmakonzern wohl für Werbefläche in Magazinen zahlen, die in ihren Artikeln die Sicherheit des Medikaments angriffen, das auf der Doppelseite in der Heftmitte zu bewundern ist?

Eine Richtlinie medizinischer Magazine besagt, dass alle finanziellen Beziehungen zwischen Autor und Produktherstellern im Artikel offengelegt werden müssen. In der Praxis kommt das jedoch nie vor! In einer Studie aus dem Jahre 1997 wurde in 147 Medizinmagazinen nicht eine einzige Erklärung gefunden (Wall Street Journal, Feb. 99). Eine Studie des New England Journal of Medicine (NEJM) von 1998 zeigte, dass 96 Prozent der vorabgeprüften Artikel finanzielle Beziehungen zu den Medikamenten hatten, die untersucht wurden.

Dann gibt es den offensichtlichen Kauf von Seiten. Eine Medikamentenfirma kann einfach mal 100.000,- an ein Magazin zahlen, damit ein wohlwollender Artikel gedruckt wird. Betrug in vorabgeprüften Magazinen ist nichts Neues. 1987 brachte das NEJM einen Artikel, der über 7 Jahre lang die Forschung von Dr. med. R. Slutsky verfolgte. In dieser Zeit veröffentlichte Slutsky 137 Artikel in vorabgeprüften Magazinen. Das NEJM fand heraus, dass in mindestens 60 dieser 137 Artikel Beweise für einen groß angelegten Wissenschaftsbetrug und etliche Fehldarstellungen zu finden waren, einschließlich Berichte von Daten aus Expe-rimenten, die niemals durchgeführt worden waren.

Dr. phil. Dean Black beschreibt, was er in Anlehnung an den Turmbau zu Babel den „Babel-Effekt“ nennt. Dazu komme es, wenn pseudowissenschaftliche Angaben in vorabgeprüften Magazinen von anderen Forschern ungeprüft übernommen oder zitiert werden, diese wieder von anderen usw. Einer schreibt vom anderen ab und die Quelle war ein vorabgeprüfter Bericht.

Fernseher wegwerfen?

Ich hoffe, dieses Kapitel hilft Ihnen, Zeitungs- und Magazinartikel anders zu lesen und Nachrichtensendungen mit einer anderen Einstellung zu sehen. Fragen Sie sich: „Was verkaufen die da gerade?“ und: „Wer verkauft es?“ Sie können Ihr Leben verbessern, indem Sie sich einfach weigern, Ihren Verstand den Massenmedien auszusetzen. Richtig verstanden – keine Zeitungen, keine Fernsehnachrichten, keine Nachrichtenmagazine. Denken Sie daran, was Sie mit der zusätzlichen gewonnenen Zeit anfangen könnten.

Glauben Sie, dass Sie alles wissen müssen, „was in der Welt vor sich geht“? Denken Sie eine Minute über die Nachrichten der letzten Jahre nach. Was hat es Ihnen real gebracht, dies alles zu wissen? Glauben Sie, dass die Nachrichten tatsächlich berichten, „was draußen in der Welt vor sich geht“? Denken Sie, dass es sonst nichts gibt – neben der erfundenen Energieknappheit, den gefilterten Berichten über ausländische Gewalt und Katastrophen und den ganzen anderen „Unberichten“?

Der Zweck der Nachrichten ist es, die Öffentlichkeit in Furcht und Unsicherheit zu halten, damit sie auch morgen wieder einschaltet und der gleichen Werbung ausgesetzt ist. Das ist das Kennzeichen der Massenmedienherrschaft. Edward Bernays sagte: „Das Volk muss gesteuert werden, ohne dass es das weiß!“ Furcht und Unsicherheit – das lässt die Leute immer wiederkommen, um mehr zu erfahren. Was würden Sie verlieren, wenn Sie ganz damit aufhören würden? Würde Ihr Leben finanziellen, moralischen, intellektuellen, spirituellen oder akademischen Verlust erleiden? Müssen Sie sich Ihre persönlichen Werte ständig mit dem Löffel zufüttern lassen? Sind diese Shows wirklich amüsant? Nennen Sie nur ein Beispiel, wie sich Ihr Leben verbessert hat durch Fernsehnachrichten oder das Lesen des Abendblattes! Welchen messbaren Gewinn hat es gebracht?

Planet der Affen?

Keine Frage, dass wir von Jahr zu Jahr dümmer werden. Schauen Sie nur auf die Präsidenten! Reichen Sie einem beliebigen Studenten ein Buch von Henry Dumas oder Jane Austen und bitten Sie ihn, von einer zufällig aufgeschlagenen Seite nur einen Absatz laut vorzulesen. Die Skalen der Eignungstests werden immer weiter herabgesetzt, um zu vertuschen, wie dumm und dümmer Kinder werden. 10 Prozent haben eine attestierte „Lernunfähigkeit”, die mit Tabletten behandelt wird. Beachten sie die Tendenz des intellektuellen Niveaus bei Kinofilmen.

Das mangelnde Bildungsniveau erleichtert der PR-Industrie die Arbeit ungemein. Nicht nur, dass kaum einer mehr seine Aufmerksamkeit auf den Vorgang der Konditionierung richtet; eine sogar noch geringere Minderheit der Bevölkerung ist in der Lage, die Sache zu verstehen, wenn man sie ihr erklärt!

Teepause in der Cafeteria

Stellen Sie sich vor, Sie sind in einer überfüllten Cafeteria und kaufen eine Tasse Tee. Als sie sich gerade hinsetzen wollen, sehen sie am anderen Ende des Raumes einen Freund. Sie stellen Ihre Tasse ab, gehen durch den Raum und plaudern ein paar Minuten mit ihm. Wenn Sie zu Ihrem Tee zurückzukommen, werden Sie ihn trinken? Ein überfüllter Ort und Sie haben ihn einige Minuten unbeaufsichtigt gelassen. Jeder in diesem Raum hatte Zugang zu Ihrem Tee. Mit Ihrem Verstand verhält es sich nicht anders. Aktivitäten wie das Einschalten des Fernsehers oder die täglich unkritisch absorbierten Massenpublikationen erlauben praktisch jedem den Zugang zu Ihrem Verstand – jedem mit einem Ziel und den Mitteln, über populäre Medien eine öffentliche Meinung zu bilden.

Die Moral von der Geschicht’: Wie die Tasse Tee, so ist auch Ihr Verstand es wert, bewacht zu werden, und wert, nicht jeden heranzulassen. Dies ist Ihr Leben, Ihre Zeit. Warum sollten Sie beides verschwenden, indem Sie erlauben, Ihr Potential, Ihre Persönlichkeit und Ihre Werte nach den Launen der Massenausbeuter formen, bearbeiten und einschränken zu lassen? Es gibt viele wichtigere Entscheidungen, die für unser physisches, mentales und spirituelles Wohlsein entscheidend sind, Entscheidungen, die Information und Forschung erfordern. Wenn Geld im Spiel ist, sind objektive Daten nicht einfach zu erhalten. Merken Sie sich dies: Wenn jeder eine Sache weiß, dann ist das Image gekauft und bezahlt worden.

Wirkliches Wissen zu erreichen, ist etwas aufwendiger, als TV zu schauen! Ein wenig „Ausgrabungsarbeit“ ist nötig. Man muss dazu mindestens ein „Stockwerk“ tiefer buddeln als bis zu dem, „was jeder weiß“.

Überlebensregeln für Aufklärer und Wahrheitssucher

Überlebensregeln für Aufklärer und Wahrheitssucher

Das Internet ist voller verwirrender Sichtweisen. Was davon ist wahr? Was unwahr? Was vernünftig? Was verrückt? Glücklicherweise gibt es einige Regeln, anhand derer sich erkennen lässt, was man vor sich hat: einen Missionar, Eiferer, Verkäufer, politischen Agitator, Rechthaber – oder einen aufrichtigen Vermittler wichtiger Informationen und Hintergründe. Diese Grundregeln sagen einem nicht nur, mit wem man es zu tun hat, sie helfen auch zu überleben, wenn man selbst wirksame Aufklärungsarbeit im Dschungel der widersprüchlichen Meinungen leisten will.

Regel 1: Konzentrieren Sie sich aufs Ziel und nicht auf die Hindernisse

Entdecker, Genies, Erfinder und Aufklärer erfahren naturgemäß Anfeindung, da sie den Status Quo gefährden. Sie fordern Widerspruch heraus und sehen sich manchmal mit rechtlichen Konsequenzen konfrontiert. Werden die Angriffe zu stark, kann jemand beginnen, sich auf diese Anfeindungen zu konzentrieren anstatt auf sein eigentliches Anliegen. Er kann sich z.B. so ungerecht behandelt fühlen, dass er sein Hauptaugenmerk darauf richtet, die Ungerechtigkeit zu beseitigen. Und je mehr er sich darauf konzentriert, desto fixierter kann er werden.

Beispiel: Der beim großen Automobilkonzern beschäftigte Ingenieur Müller steht kurz davor, Reifen zu entwickeln, deren Profil gute hunderttausend Kilometer hält. Vor seinem geistigen Auge sieht er sich bereits als Chefingenieur mit Ehrentitel, Auszeichnungen und dickem Jahresgehalt. Um seine Entwicklung jedoch zur Serienreife zu bringen, benötigt er eine eigene Abteilung und ca. eine Million Forschungsmittel. Das Konzernmanagement jedoch – sich des drohenden Konflikts mit der Reifenindustrie und der Werkstättenlobby bewusst – genehmigt diese Mittel nicht und versetzt Müller „sicherheitshalber“ auf einen unbedeutenden Posten.

Anstatt sich um die Verwirklichung seiner Idee zu kümmern, bekämpft Müller nun das Management. Er schreibt böse Briefe, verschickt anklagende Memos, verteilt Hetzschriften vor den Werkstoren. Das bringt ihm natürlich Abmahnungen ein, woraufhin er einen Anwalt einschaltet usw. Alles dreht sich alsbald nur um seinen Kampf!

Er hat sich aufs Stoppen konzentriert anstatt darauf, seine Idee weiterzuverfolgen, und ab da passiert etwas Entscheidendes: Alle Menschen in Müllers Umgebung, die sich seinem Kampf nicht anschließen, werden in seinen Augen zu Feinden: Die ehemaligen Kollegen, die Müller zwar verstehen, aber ihren Job behalten wollen, die Freunde am Stammtisch, die genervt sind, dass er nur noch ein Gesprächsthema hat, selbst die Ehefrau, die meint: „Schatz, nimm’s doch nicht sooo ernst!“

Müller macht weiter – und wird gefeuert. Doch nicht nur das: Damit er seine Erfindung nicht bei der Konkurrenz zur Serienreife bringen kann, werden vorsorglich Lügen bei den Personalabteilungen der Konkurrenzkonzerne über ihn verbreitet. Wo er sich auch bewirbt, blitzt er ab.

Bald sieht er sich gezwungen, seine Ersparnisse anzugreifen, aber nicht, um seine Reifen weiterzuentwickeln, sondern um seinen Kampf weiterzukämpfen. Er stellt trotzig einen Blog ins Internet, schreibt beleidigt ein Buch über sein Schicksal – und findet Anhänger, die denken wie er, die versuchen, Unrecht zu beseitigen! Müllers Zwischenbilanz: Job verloren, Ersparnisse aufgebraucht, Haus verkauft, Schulden angehäuft, Ehefrau davongelaufen – Reifenprojekt jedoch noch immer unverwirklicht. Im Zeitalter des Internets findet Müller schnell Mitstreiter, private Geldgeber. Es bilden sich Arbeitskreise, und zwischendurch leuchtet ein Silberstreif am Horizont – scheinbar, denn während es so aussieht, als wolle Müller neue Reifen auf den Markt bringen, will er in Wahrheit etwas anderes: Vergeltung! Würde sein einstiger Brötchengeber sich bei ihm entschuldigen: „Müller, wir haben Ihnen Unrecht getan“, dann würde er sofort zusammenfallen wie ein Kartenhaus.

Da er selbst andere Interessen verfolgt als vorgegeben, werden sich falsche Freunde um ihn scharen, etwa Spione der Industrie. Daher kann Müller niemandem trauen und muss sich selbst um alles kümmern.

Kurz nachdem er schließlich seine Reifen zur Serienreife bringt und zu vertreiben versucht, überrascht ihn „Machelin“ mit der Markteinführung eines beinahe identischen Modells. Nun glaubt Müller, dass „Machelin“ ihm sein Patent gestohlen habe. Die Welt ist voller Betrüger. Natürlich entlässt Müller sogleich alle Mitstreiter, die je „Machelin“-Reifen benutzt haben!

Aus einem einzigen Feind, den Müller zwanghaft bekämpfte, wurden am Ende „alle Leute“: Alle sind schlecht, jeder hat etwas mit seinem Ex-Arbeitgeber oder mit „Machelin“ zu tun! Alle, die herkömmliche Reifen benutzen, „sind die schlimmsten“, denn „sie fördern durch ihre Dummheit das Machtsystem der Reifenlobby“. Die wenigen wahren Freunde, die Müller noch zur Seite stehen, die Heinzelmännchen, die emsig im Hintergrund an der Förderung seiner (Reifen-)Idee arbeiten, wird Müller nicht mehr erkennen, ihnen keine Verantwortung übertragen oder ihnen sogar – auf Wahnvorstellungen beruhende – Prozesse anhängen!

Die Zahl derer, die so jemand mit sich in den Abgrund  zieht, ist oft immens. Ich könnte auf Anhieb 20 Namen nennen, die von Monat zu Monat aggressiver werden, mit Leidenschaft einstige Weggefährten bekämpfen usw. Daher ist es wichtig, dass wir nicht Kämpfern folgen, sondern uns auf die Sache konzentrieren. Unterstützen wir also nicht „gerechte Missionen“, sondern fördern wir die Verbreitung von gutem Wissen bzw.machen bei Aktionen mit, die uns sinnreich erscheinen.

Regel 2: Aufklären, statt eifern!

Es gibt einen Unterschied zwischen einem Eiferer und jemandem, der aufrichtig aufklären will. Das Wort Eifer leitet sich von eivar ab, was scharf, bitter bedeutete, im Sinne von Erbitterung. Ursprünglich war yfer die Eifersucht, und unter eifern verstand man heftig, mit blinder Leidenschaft für oder gegen etwas sprechen, was früher gleichbedeutend mit eifersüchtig sein war und einen tadelnden Beiklang hatte, denn Eifersucht wird definiert als das kranke Streben nach Alleinbesitz.

Aufklärung hingegen bedeutet: jemandem (frei von eigenen Vorteilen) Kenntnisse und tiefere Einsichten zu vermitteln. Das Wort stammt aus der Seemannssprache und bedeutete ein Aufklaren, später dann auch übertragen gebraucht als ein Aufhellen des Gemüts. Und hieraus ergibt sich der sichtbarste Unterschied zwischen einem Eiferer und einem Aufklärer: während Sie sich im Kontakt mit einem Eiferer unwillkürlich schlechter fühlen, beschert einem wahrhafte Aufklärung unwillkürlich ein gutes, eben klareres Gefühl.

Der Eiferer versucht, Menschen zu bekehren (zu besitzen), während der Aufklärer nützliches Wissen zu den Menschen bringen möchten, damit es ihnen besser gehe. Ob es ihm bewusst ist oder nicht, strebt der Eiferer an, dass es ihm besser gehe, während der Aufklärer das für andere möchte. Daher kann es der Aufklärer akzeptieren, wenn Menschen das angebotene Wissen nicht annehmen (er überlegt sich höchstens, ob er etwas hätte besser machen können), der Eiferer hingegen mag „keine anderen Götzen neben sich“ und sieht in jedem, der sein Wissen ablehnt oder „falsches Wissen“ gelten lässt, einen Feind. Wenn der Aufklärer entmutigt wird, vermag er sein Feuer neu zu entzünden. Der Eiferer hingegen gerät oft in eine Falle, wo er nichts Positives mehr erschafft, sondern zwanghaft gegen „alles Böse“ vorgeht. Während er dies tut, wird er zu dem, was er bekämpft: Die Inquisitoren, die den Teufel bekämpften, wurden zu lebenden Teufeln! Ein beträchtlicher Prozentsatz aller Brandstifter entstammt den Reihen der Feuerwehr! Psychiater werden eher früher als später selbst verrückt: Der Mensch wird zu dem, was er bekämpft – wenn er verliert!

Daher lebt der Eiferer riskant!  Wer sich auf ihn einlässt, läuft Gefahr, in den Strudel seines Kampfes gesogen zu werden und damit konfrontiert zu werden, sich entweder dem Kampf „gegen all das Böse“ anzuschließen oder bald selbst zu den „Bösen” gerechnet zu werden.

Regel 3: den ganzen Weg bis zum Ziel gehen

Wer aufklärt, bringt Lügen zum Verschwinden und löst damit eine Kette von Folgegeschehnissen aus. Wer ins Wespennest sticht, rechnet damit, dass es bald turbulent zugeht. Wenn wir etwa Impflügen aufdecken, surren die Impfer bald wild herum und fordern ein Gesetz, dass niemand mehr in Wespennester stechen darf. Da sie die Wahrheit nicht auf ihrer Seite haben, werden sie Fehler begehen, was es den Aufklärern dann leicht macht. Impfaufklärung ist dann abgeschlossen, wenn Impfungen nur noch als medizinischer Irrtum in den Geschichtsbüchern zu finden sind. Wer einen gesellschaftlichen Lügenbereich bloßstellt, hat einen Weg eingeschlagen, auf dem es kein Zurück gibt. Mittendrin stehen zu bleiben, wäre Selbstmord für die Beteiligten wie für die Sache. Was auf dem Weg passiert, passiert. Man nimmt es zur Kenntnis, bleibt dabei und macht weiter.

Ein Sprichwort sagt: Was deine Feinde nicht schaffen, das erledigen deine Freunde! Gerade im Hinblick auf die Fortsetzung eines eingeschlagenen Weges ist das von Belang, vor allem dann, wenn es brenzlig wird und Sie Ratschläge zu hören bekommen, wie: „Du legst Dich da mit Leuten an, die gefährlich werden können.“ usw. Doch wenn Sie auf halbem Weg anhalten, verwendet der Gegner Ihre bisher verwendete Energie gegen Sie! Die Lösung ist, den eingeschlagenen Weg nicht abzuändern, wenn man angegriffen wird, und etwa 10 Prozent seiner Kapazitäten für die Bereinigung von Angriffen zu verwenden, während man 90 Prozent seiner Kraft auf das ursprüngliche Ansinnen richtet.

Ein Trick unterdrückerischer Kreise besteht darin, hilfreiches Wissen, hilfreiche Dinge und Menschen öffentlich mit Negativassoziationen zu belegen, die verachtenswert genug sind, damit sich niemand mehr getraut, sich dazu zu bekennen. Sie sorgen dafür, dass das, was den „Hexen“ angetan wird, schlimm genug ist, so dass keiner wagt, mit „Hexen“ in Kontakt zu sein. Wenn wir aufklären, wissen wir, dass wir mit Unterdrückung konfrontiert werden (Begleiterscheinung)! Da wir mit der Wahrheit handeln, brauchen wir uns nicht zu fürchten, wie sich auch ein Feuerwehrwagen nicht am Kläffen von Straßenkötern stört, die durch ihn aufgeschreckt werden.

Regel 4: Kämpfen Sie nicht gegen Einzelpersonen

Aufklärung schließt den Kampf gegen Einzelpersonen aus. Das umfasst die Nennung konkreter Namen. Grund: Eine öffentlich angegriffene Person muss sich verteidigen. Und wenn eine angegriffene Person etwas zu verbergen hat, muss sie zu ihrer Verteidigung lügen. Wenn Sie der Angreifer sind, heißt das, dass der Angegriffene über Sie lügen muss! Dann sehen Sie sich bald damit konfrontiert, auf Lügen gegen Ihre Person einzugehen, und schon kommt es zum typischen Szenario A gegen B, bei dem Außenstehende keine Chance haben herauszufinden, wer lügt bzw. die Wahrheit sagt – und die Aufklärungsarbeit ist dahin. Der Kampf gegen Einzelpersonen zieht oft Klagen nach sich (üble Nachrede). Ein falsches Wort kann teuer werden. Das Geld wäre besser in die Aufklärung investiert worden. Wenn Sie überleben wollen, klären Sie sachlich auf und bekämpfen Sie nicht andere!

Regel 5: Beschuldigen Sie nicht, hetzen Sie nicht!

Aufklärungsaktivität entsteht durch das Erkennen unhaltbarer Zustände. Verständlich, dass da auch mal Zorn im Spiel sein kann. So schlimm die Zustände sein mögen, jede Medaille hat zwei Seiten. Wir alle haben es so weit kommen lassen. Wenn wir also von Schuld sprechen, können wir es mit demjenigen halten, der gesagt hat: „Wer frei von Sünde ist, werfe den ersten Stein!” Wer beschuldigt, möchte sich nur von seiner eigenen Schuld freisprechen.

Es geht vielmehr um die Frage, ob wir unseren Teil der Verursachung anerkennen oder einfach zuschauen, wie alles den Bach hinuntergeht. Aufklärung und Beschuldigung sind zwei entgegengesetzte Pole. Wer beschuldigt, ist in diesem Maße kein Aufklärer. Vermeiden Sie daher, beschuldigend mit einem Finger auf andere zu zeigen.

Unser Ziel sollte es sein, gute Gedanken zu fördern, positive Emotionen auszulösen usw. Wenngleich dies bei manchen Themen definitiv nicht immer machbar ist, so sollten Aufklärer zumindest darauf achten, dass kein Hass entsteht. Hetze, Verunglimpfung, Verleumdung und Diffamierung sind tabu.

Hetze: unsachliche, verleumderische Äußerungen und Handlungen, die Hass und feindselige Stimmungen gegen jemanden/etwas erzeugen (hetzen: eigentlich „hassen machen“).

Verunglimpfen: beleidigen, mit Worten herabsetzen, diffamieren, verächtlich machen.

Verleumden: Unwahres über jmd. verbreiten mit der Absicht, seinem Ansehen zu schaden.

Diffamieren: besonders übel verleumden (lat. diffamare, zu: dis-: entzwei, auseinander und fama: Gerede, Ruf; also Gerede, das Menschen entzweit).

Regel 6: Strafgesetzbuch und Politik

Wer wirkliche Zustandsverbesserung möchte, widme sich Themen, bei denen es auch um Zustandsverbesserung geht, und beschäftige sich nicht mit Fragen, die ihn in Konflikt mit dem Strafgesetzbuch bringen! Verschwenden Sie sich nicht, indem Sie sich mit Dingen beschäftigen, die nichts nützen und das einzige Ergebnis haben, dass man Sie ohne Anstrengung ins Gefängnis werfen kann.

Engagieren Sie sich nie gegen Religionen, Gruppen oder Völker, denn es sind immer Einzelpersonen, fatale oder fantastische, welche das Schicksal der Menschheit beeinflussen – niemals Gruppen! Es bringt nichts, Schuld zuzuweisen! Bleiben wir also nicht in der Vergangenheit, kommen wir im Heute an und erschaffen im Hier und Jetzt bessere Bedingungen. Das Herumwühlen in alten Verbrechen hat nur ein Resultat: Jemand, dem es schlechter geht.

Eines Tages, wenn die Zustände besser sind, wenn Menschen eine gute Erziehung genießen und selbst denken können, werden wir lachen über das, was früher so alles auf Planet Erde abgelaufen ist, und es wird keine Rolle mehr spielen, wie die Namen der größten Erzverbrecher lauteten. Worauf Sie Ihre Aufmerksamkeit richten, das werden Sie bekommen! Wollen Sie sich mit Verleumdung, Intrige, Massenmord und Heimlichtuerei herumschlagen oder ein glückliches Leben führen?

Randbemerkung zu politischem Engagement

Wenn ich sehe, wie viel Zeit, Energie und Geld von aufrichtig engagierten Bürgern dafür aufgewendet wird, ob nun Kandidat A oder B „an die Macht kommt“ … was für eine unglaubliche Verschwendung von Mitteln! Hätten sich die Beteiligten in derselben Zeit darum gekümmert, dass es jeweils zwei oder drei Nachbarn besser geht, dann wäre es allen Menschen besser gegangen – und das hätte dann dazu geführt, dass sich die Menschen bessere Politiker verdient hätten!

Regel 7: Laden Sie andere nie zu Unmoral ein

Immer wieder trifft man Menschen, die sich selbst als „Aufklärer“ bezeichnen und darüber referieren, dass Deutschland seit der Wiedervereinigung „in Wahrheit“ eine Firma sei, der Bürger nur deren „Personal“, weshalb es ja auch „Personalausweis“ heiße, und keine Bundesbehörde seit 1990 mehr dazu berechtigt sei, von deutschen Bürgern Steuern, Abgaben und Bußgelder einzufordern usw.

Gerade in heutiger Zeit, wo „die Obrigkeit“ den Bürgern das Leben nicht gerade leicht macht, denkt man dann gerne: „Na, wenn mir keine Behörde ‘was kann, dann zahle ich auch keine Steuern mehr!“ Oder: „Wozu soll ich noch Bußgelder bezahlen?“ Und das ist es, was man in den Reihen der solcherart „Aufgeklärten“ dann auch vorfindet: Menschen, die keine Steuern bezahlen, keine Bußgelder und ohne Fahrerlaubnis Auto fahren. Das Verbreiten solcher Behauptungen könnte im ungünstigsten Fall zu einer Kettenreaktion und zu einem Totalverlust der gesellschaftlichen Ordnung führen. Wer meint, dass dies wünschenswert sei, hat das Szenario nicht zu Ende gedacht!

Das grundlegende Prinzip lautet daher: Laden Sie nie zu Unmoral ein! Je heikler das Thema, desto mehr muss an das Verantwortungsgefühl appelliert werden, desto gezielter muss das Publikum ausgewählt werden! Mit dem eigenen Gewissen lassen sich keine Kompromisse eingehen. Immer dann, wenn man etwas rechtfertigen oder zurechterklären muss, sagt man damit, dass man es lassen sollte. „Warum schlagen Sie Ihr Kind?“ – „Nun, ich habe festgestellt, dass es das ab und zu braucht usw.!“ Müsste derjenige es erklären, wenn er gefragt würde: „Warum helfen Sie Ihrem Kind bei den Hausaufgaben?“ Er würde verdutzt erwidern: „Äh, wie? Tun Sie das etwa nicht?“

Menschen, die andere zur Unmoral einladen, waren es, welche die Aufklärung in Verruf brachten. Kennen Sie Leute, die Sie immer darüber „aufklären“ wollen, wo Sie alles kostenlos bekommen oder wie Sie durchs Nichtstun reich werden? Kennen Sie „Aufklärungsbriefe“ per E-Mail, die zum „Euro-Lotto“ einladen, das ohne Arbeit „fetten Reichtum“ verspricht? Tricks, wie man mit ausländischen Kreditkarten und Firmenbeteiligungen … usw. Oder die „Aufklärung“ über Wunderpillen und -methoden, mit denen sich aaalllles heilen lässt?

Die Gesetze eines Landes sind die Übereinstimmungen, mit denen die öffentliche Ordnung aufrechterhalten wird. Es hat Vorteile, in einem Land zu leben, wo man nicht gleich totgeschlagen wird, wenn man zur Haustüre hinaustritt. Selbst, wenn es nicht nur ungerechte, sondern auch viel zu viele Gesetze gibt, stellt es eine leicht beobachtbare Tatsache dar, dass Menschen ihr Lebensglück verlieren, wenn sie sich absichtlich nicht an Gesetze halten, egal, wie unvernünftig dieselben sein mögen! Steuergelder bezahlen teilweise ja auch nützliche Dinge.

Zustandsverbesserung funktioniert nur, wenn man eine unerschütterliche Basis hat, wo man sich an die allgemein übereingestimmten Gesetze hält und ein aufrichtiges Leben führt. Diese Basis macht einen sodann unangreifbar. Man besitzt damit ein Fundament, von dem aus man die Dinge angehen kann, die im Sinne aller dringend verändert werden müssen. Ohne einen solchen stabilen Rückhalt kann man keine Aufklärung betreiben – oder, wie es ein weiser Mann einmal ausdrückte: „Man baue sein Haus nicht auf Sand!“

Wenn Sie also jemanden treffen, der sich „Aufklärer“ nennt,  aber schreiende Unmoral an den Tag legt, Zusagen nicht einhält, chronisch bei der Steuer trickst, schwarz arbeitet, laufend alles umsonst will, während er in einem Meer von Chaos ertrinkt, wissen Sie gleichzeitig, was derjenige nicht ist! Wenn so jemand Ihnen rät, unbedingt dies oder das zu tun usw., wissen Sie, was Sie tun werden: das Gegenteil.

Ausnahme: Wann man gegen etwas kämpfen muss!

Es reicht nicht, nur an das Gute zu glauben. Auf dieser Welt, zu dieser Zeit ist Wachsamkeit angesagt. Die Freiheit muss verteidigt werden. Es gibt also auch Momente, wo man kämpfen muss! Zu solchen kommt es, wenn man vorher zu lange gewartet und Chancen verschlafen hat! Steht einem ein Krokodil mit aufgerissenem Maul gegenüber, wäre es kaum vernünftig, eine Diskussion über die Gefährlichkeit von Krokodilen anzustrengen! Besser – zumindest für das eigene Überleben – wäre es, ein Gewehr dabei zu haben!

1956 z.B. brachten psychiatrische Lobbygruppen während der Sommerpause ein Gesetz durch den US-Kongress. Diese „Alaska Mental Health Bill“ hätte es jedem Psychiater in den USA erlaubt, unliebsame Bürger in ein Camp nach Alaska verbringen zu lassen. Das Einweisungsverfahren schloss Gerichtsverfahren und rechtlichen Widerspruch aus und hätte es jedem Polizisten, „Freund“, Mediziner und Psychiater ermöglicht, Einweisungsanträge für angeblich „Geisteskranke“ auszustellen! Amerika schlief, doch ein Mann wachte und sorgte durch seine weitreichenden Kontakte dafür, dass ein öffentlicher Kampf entbrannte, an dem sich schließlich halb Amerika und sogar die Presse beteiligte, die den Gesetzesentwurf treffend „Sibirien in Alaska“ schimpfte! Hätte es diesen wachsamen Menschen – sein Name war L. Ron Hubbard – nicht gegeben, würden „aufsässige Elemente“ heute einfach sang und klanglos nach Sibirien, äh, Alaska verbracht. Dies mag uns als Beispiel dafür dienen, wann man gegen etwas oder jemanden kämpfen muss. Daher wachen wir mit Argusaugen, wir behalten gewisse Dinge im Auge, denn nur, wenn wir vorher zu wenig Aufklärung geleistet haben, heißt es hinterher: „Alle antreten zur Mitmachaktion!“

Das positive Prinzip

Alles, was geschieht, kann in einen Vorteil verwandelt werden. Alles ist nützlich, wenn man es richtig verwertet! Beispiel: Nachdem mein erstes Buch öffentlich verkauft wurde, erhielt ich wöchentlich 20, 30 Zuschriften, die – meist recht umfassend – beantwortet werden wollten, Berge von Materialien, ja ganze Bücher, bis es so viel wurde, dass es meine normale Arbeit beeinträchtigte. Dann wendete ich das o.g. Prinzip an – und so entstand die Depesche!  Egal was auf mich zukommt, ich frage mich, wie ich es verwenden kann, um damit allgemeine Verbesserung zu erzielen. Es funktioniert immer!

In der Verkäufersprache heißt dies: „Einen Nachteil in einen Vorteil verwandeln“. Beispiel: Der Kunde sagt: „Ich weiß nicht, dieser Kühlschrank … er ist doch schon recht teuer!“ – (echter) Verkäufer: „Deshalb sollten Sie ihn ja haben!” – Kunde: „Äh, wie?“ – „Der Preis des Kühlschranks beruht einerseits auf der guten Qualität, andererseits verbraucht er nur die Hälfte an Strom. Die anfänglichen Mehrkosten haben Sie nach sechs Monaten wieder drin. Je früher Sie diesen Kühlschrank besitzen, desto früher sparen Sie die Hälfte des jetzigen Verbrauchs! Sollen wir ihn morgens anliefern oder lieber am Nachmittag?“ Sie können alles, was Ihnen widerfährt in Positives verwandeln. Das ist ja gerade die Kunst, die ureigenste Fähigkeit eines lebendigen Geistes – je mehr man sich darin übt, desto lebendiger wird man! Es ist der reinste Zauber! Probieren Sie es aus!

Schlusswort

Gutes Verhalten ist nicht braves Verhalten, es ist, wohinter Sie voll und ganz stehen können.

Wenn Sie diese übergeordnete Regel beherzigen, werden Sie (a) ohne „unerwünschte Nebenwirkungen“ durchs Leben kommen, es wird Ihnen (b) wenig widerfahren, das Sie nicht wünschen und Sie werden (c) ein effektiver Aufklärer sein! Es kann hart sein, NEIN zu sagen oder keine Übereinstimmung zu erhalten, aber es ist der einzige Weg zu Glück und Gesundheit (was nicht bedeutet, dass man nicht auch zeitweise seine Meinung ändern könnte)!

Im Endeffekt sehen wir uns heutzutage nur zwei Aufgaben gegenüber: (1) Alles bekannt zu machen und zu fördern, was die Wachheit, die Bewusstheit, die Fähigkeit, die Moral und den Gesamtzustand des Menschen verbessert, während wir (2) Versuche, die Freiheit des Menschen einzuschränken, unterbinden bzw. Freiheiten zurückerobern! Beurteilen Sie alles, was Sie tun, unter diesen beiden Aspekten! Gemäß meiner Einschätzung werden wir es schaffen! Wäre ich davon nicht überzeugt, würde ich kaum Depeschen herausgeben.

Was uns aufhalten könnte, wäre der Umstand, dass wir uns mit zu vielen Dingen beschäftigen, die nicht wirklich zu den Punkten (1) oder (2) beitragen. Wenn Sie diesen Artikel bis hierher durchgelesen haben, sind Sie ein sehr tapferer Mensch! Dafür möchte ich mich bei Ihnen von Herzen bedanken!

Michael Kent